Niederlage während Umbauarbeiten: Dragonz unterliegen starken Bullen

Basketball Superliga

Mit nur zwei Legionären war für die Eisenstadt Dragonz gegen starke Kapfenberger Bullen nichts zu holen. Ab dem nächsten Match ist der neue Drache Justin Edwards spielberechtigt.

Die sehr rot-weiß-rot-geprägte Dragonz-Mannschaft konnten gegen starke Kapfenberg Bulls nichts ausrichten.

Die sehr rot-weiß-rot-geprägte Dragonz-Mannschaft konnten gegen starke Kapfenberg Bulls nichts ausrichten.

© BVZ/Wagentristl

Nicht mehr die Alten, aber noch nicht erneuert: Bei den Eisenstadt Dragonz laufen die Bauarbeiten aktuell auf Hochtouren. Drei Legionäre (Amato, Archie, Turay) sind bereits weg, der Neue, Justin Edwards, ist noch nicht spielberechtigt. Von der Bank aus verfolgte der neue Hoffnungsträger der Drachen eine 64:91-Niederlage seines neuen Teams mit meist stoischer Miene.

Gegen die Kapfenberg Bulls, deren Kader ein vielfaches des Eisenstädter Teams kostet, war die äußerst patriotische Drachen-Auswahl auf verlorenem Posten. Mit schnellem Spielaufbau, deutlich höherem Größenschnitt und solider Trefferquote gaben die Steirer das Spiel zu keinem Zeitpunkt aus der Hand.

Schon im ersten Viertel fanden die Gastgeber kein Rezept gegen die Defensive der Bullen und konnten auch ihre Offensive nicht stoppen. Nach etwas mehr als zwölf Spielminuten stand der Sieger beim Stand von 14:

34 mehr oder weniger fest. Diesen Trend setzte Kapenberg bis zum Ende fort. Dass das letzte Viertel mit 23:22 an Eisenstadt ging, war nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Sehr ungewöhnlich für die Superliga spielten die Dragonz nur mit zwei Legionären (einer davon aus Sopron): Sead Hadzifejzovic und Csaba Fazekas. Aristide Boya fehlte krankheitsbedingt gegen die langen Bullen schmerzlich.

Hadzifejzovic verpasste ein Double-Double bei 26 Punkten um einen Rebound. Lukas Hahn lieferte als uneigennütziger Point Guard vorblich neun Assists. Neben Fazekas kam auch Eigenbauspieler Konstantin Sauer auf acht Punkte. Dogus Demirel steuerte neben fünf Punkten und acht Rebounds noch vier Assists und einen sehenswerten Dunk bei.

Erneut war bei der Niederlage die Dreier-Quote der Dragonz auffällig schlecht. Das liegt vermutlich weniger daran, dass die Burgenländer nicht werfen können - eher daran, dass die Dreier-Versuche oft Notlösungen sind, weil sich in der Offensive aus der Bewegung keine besseren Chancen ergeben. In der Vorsaison sah das noch anders aus.

Den Sieg haben die Kapfenberg Bulls aber jedenfalls ihrer eigenen starken Leistung zu verdanken und nicht den Schwächen der Burgenländer. Gleich sechs Spieler der Gäste punkteten zweistellig, bei Eisenstadt nur der bosnische Großmeister.

„Im Endeffekt haben wir brav gekämpft, aber die Überlegenheit am Rebound und die Intensität der Kapfenberger und die damit verbundenen Ballverlusten haben einen Riesenunterschied gemacht, und das haben wir lange Zeit nicht in den Griff bekommen. Daraus müssen wir lernen“, resümiert Headcoach Felix Jambor - über den angesichts der eher enttäuschenden Saison vermehrt Kritik laut wird. Der Vorstand hat deutlich gemacht, dass er hinter dem Cheftrainer stehe.

Ein zufriedenstellender Abschluss würde die Debatte wohl besänftigen - gegen das Tabellenschlusslicht dürfen sich die Dragonz nun absolut keinen Fehler erlauben. Gespielt wird am Freitag in der Stadthalle Fürstenfeld. Eisenstadt sollte gewarnt sein: Oberwart konnte die Panthers erst mit einem Buzzer Beater bezwingen.

Die sehr rot-weiß-rot-geprägte Dragonz-Mannschaft konnten gegen starke Kapfenberg Bulls nichts ausrichten.

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© BVZ/Wagentristl

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