20 Jahre Rocks: Jubiläum zwischen Tradition und Zukunft
BASKETBALL ZWEITE LIGA
Am Samstag steht – im Rahmen des Meisterschaftsspiels gegen die Swarco Raiders Tirol (18 Uhr) in der Mattersburger Sporthalle – ein ganz besonderer Abend auf dem Programm: Die Raiffeisen Mattersburg Rocks feiern ihr 20-jähriges Bestehen. Der Jubiläumsabend steht dabei ganz im Zeichen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft des Vereins.
© Martin Ivansich
Was im Frühherbst 2005 als mutige Idee begann, hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer echten Erfolgsgeschichte im burgenländischen Basketball entwickelt. Gegründet wurde der Verein von ehemaligen Spielern des UBC Mattersburg 49ers, die sich in geselligen Runden mit rund 25 Mitstreitern dazu entschlossen, einen eigenen Klub nach ihren Vorstellungen ins Leben zu rufen. Einer von ihnen war Michael Mach, heutiger Obmann-Stellvertreter, der von Beginn an dabei war. „Wir wollten kein Konkurrenzverein zu den 49ers sein, sondern bewusst einen eigenen Verein gründen“, erinnert sich Mach. Was zunächst als lockere Hobbymannschaft begann, entwickelte sich rasch weiter: „Mehr oder weniger ist aus einer Hobbymannschaft eine Zweite-Liga-Mannschaft entstanden.“
Die Anfänge waren dabei alles andere als professionell. „Damals haben wir mit 15 oder 20 Leuten über die Mitgliedsbeiträge die Hallenmiete finanziert“, erzählt Mach. „Heute sind die Rocks wie ein Betrieb zu führen – das war damals natürlich noch nicht so.“
Sportlich ging es Schritt für Schritt nach oben: Über die Landesliga und mit der Neugründung der 2. Basketball Bundesliga schafften die Rocks den Sprung in den bundesweiten Wettbewerb. Prägend für diese Phase war unter anderem Hubert Schmidt, der als Spielertrainer wichtige Impulse setzte. Es folgten Jahre des Wachstums, in denen der Verein zeitweise in drei Divisionen vertreten war.
Ein weiterer Meilenstein war die Entscheidung, mit Persönlichkeiten wie Mike Coffin neue Wege zu gehen. „Für mich war das etwas ganz Besonderes. Als ich zehn Jahre alt war, habe ich ihm als Serienmeister mit den Kapfenberg Bulls beim Titelgewinn zugeschaut – und plötzlich stand er als Mitspieler neben mir auf dem Feld“, sagt Mach und spricht gleichzeitig die überragenden Jahre der Rocks an, die seit 2008 in der 2. Liga spielen.Mit dem historischen Hattrick (Meistertitel 2012, 2013, 2014) schrieben die Mattersburger sogar Liga-Geschichte.
Heute, 20 Jahre nach der Gründung, sind die Rocks aus der regionalen Sportszene nicht mehr wegzudenken. Neben der Kampfmannschaft hat sich vor allem der Nachwuchsbereich stark entwickelt. „Heute sind viele Kinder und Jugendliche Teil der Rocks“, betont Mach. Genau darin sieht der Verein auch seine Zukunft: Basketball nachhaltig in Mattersburg zu verankern und jungen Talenten eine sportliche Heimat zu bieten. Nicht nur auf die Nachwuchsarbeit ist man bei den Mattersburgern stolz, sondern auch auf seine treuen Fans. Mach: „Was der Rocks Block macht, ist überragend. Wir haben mit Sicherheit die besten und lautesten Fans der Liga.“
Für die große Jubiläumsfeier am Samstag haben sich die Rocks ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm einfallen lassen. Alle Mattersburger Sportvereine sowie die Mitarbeiter der Stadtgemeinde sind eingeladen, gemeinsam mitzufeiern. Als besonderes Highlight werden in der Halbzeitpause die aktuellen Nachwuchsmannschaften präsentiert, ehe nach dem dritten Viertel die Gründungsmitglieder des Vereins sowie ehemalige Trainer und Bundesligaspieler vor den Vorhang gebeten werden.
Ein besonderes Zuckerl wartet zudem auf alle Mitglieder der Mattersburger Sportvereine: Sie genießen freien Eintritt zum Jubiläumsspiel. Auch ehemalige Rocks-Spieler sind eingeladen, noch einmal das Parkett zu betreten und Teil dieses besonderen Abends zu sein.
Den stimmungsvollen Abschluss bildet eine After-Game-Party im Peacock in Mattersburg. Mit dem Jubiläum verbinden die Raiffeisen Mattersburg Rocks ihre Geschichte mit der Gegenwart – und richten zugleich den Blick nach vorne. Fans, Freunde und Wegbegleiter sind eingeladen, gemeinsam am Samstag 20 Jahre Basketballgeschichte zu feiern.