Nickelsdorf: PÜSPÖK eröffnet Europas zweitgrößten Super-Hybrid-Park
Batteriespeicher
In Nickelsdorf realisierte PÜSPÖK mit Unterstützung der Europäischen Investitionsbank und der Erste Bank das aktuell zweitgrößte Super-Hybrid-Energieprojekt Europas. Das Projekt kombiniert Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher über eine gemeinsame Infrastruktur.
Landesrat Heinrich Dorner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Lukas Püspök (Geschäftsführer von PÜSPÖK), Erste Bank-Vorstandsvorsitzende Gerda Holzinger-Burgstaller, EIB-Vizepräsident Karl Nehammer und Bürgermeister Gerhard Zapfl.
© Klaus Zwinger
Der private Stromerzeuger PÜSPÖK hat in Nickelsdorf das aktuell zweitgrößte Super-Hybrid-Energieprojekt Europas realisiert. Der Park kombiniert Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher über eine gemeinsame Infrastruktur und soll die stabile Einspeisung erneuerbarer Energie in das österreichische Stromsystem stärken. Für das Vorhaben stellt die Europäische Investitionsbank (EIB) 57 Millionen Euro bereit – damit beläuft sich das gesamte EIB-Engagement für PÜSPÖK-Projekte auf rund 200 Millionen Euro. Als weiterer Finanzierungspartner ist die Erste Bank eingebunden.
Bei einem Vor-Ort-Besuch in Nickelsdorf informierten sich EIB-Vizepräsident Karl Nehammer, Erste-Bank-Vorstandsvorsitzende Gerda Holzinger-Burgstaller, Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und Landesrat Heinrich Dorner über den Projektfortschritt.
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Agri-PV und Speicher als Herzstück
Ein zentrales Element des Projekts ist die Agri-Photovoltaik: PV-Anlagen werden über Acker- und Grünland errichtet, sodass landwirtschaftliche Flächen doppelt genutzt werden können. Die Zuschaltung von Österreichs größtem Batteriespeicher in Nickelsdorf ist noch für diesen Monat vorgesehen, die offizielle Inbetriebnahme folgt im Juli.
„Mit dem Start unseres ersten Batteriespeicherprojekts schließen wir den Kreis unserer Super-Hybrid-Strategie und schaffen ein echtes Zukunftskraftwerk", sagte PÜSPÖK-Geschäftsführer Lukas Püspök. Weitere Kombinationskraftwerke in Gattendorf, Mönchhof und St. Andrä befinden sich bereits in Umsetzung.

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Burgenland als Vorreiter
Landesrat Dorner hob die Vorreiterrolle des Burgenlands hervor, das den Ausbau erneuerbarer Energien seit fast 30 Jahren als festen Bestandteil seiner Energiepolitik verfolgt.
„Mit der Eröffnung des Super-Hybrid-Parks in Nickelsdorf wird nun ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität und Energieunabhängigkeit gesetzt", so Dorner.

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Staatssekretärin Zehetner meinte nach der Besichtigung der Batteriespeicher: "Es gibt Momente, da muss man die Energiezukunft nicht erklären, denn man sieht sie plötzlich". Danach verwies auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die solche Investitionen künftig erleichtern sollen – darunter das Elektrizitätswirtschaftsgesetz sowie das geplante Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz. Das Projekt läuft unter dem EU-Programm REPowerEU, das Europas Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren soll.
PÜSPÖK zählt mit 114 Windkraftanlagen und mehreren großen PV-Parks zu den führenden privaten Stromerzeugern Österreichs und deckt mit einer Jahresproduktion von mehr als einer Terawattstunde rund zwei Prozent des heimischen Strombedarfs.