Saisonrückblick: Alle Drachen in der Einzelkritik

BBC Nord Dragonz

Wer hat am meisten zum Vizemeistertitel beigetragen? Wer bleibt in Eisenstadt, wer zieht weiter? Alle Drachen in der Einzelkritik.

Die BBC Nord Dragonz bei der Vize-Meisterfeier im Eisenstädter Allsportzentrum mit Bürgermeister Thomas Steiner und Bernhard Wittmann, CEO des Hauptsponsors Sigmapharm.

Die BBC Nord Dragonz bei der Vize-Meisterfeier im Eisenstädter Allsportzentrum mit Bürgermeister Thomas Steiner und Bernhard Wittmann, CEO des Hauptsponsors Sigmapharm.

© BBC Nord/Hahofer

Die dritte Saison in der Superliga hat für die BBC Nord Dragonz einen deutlichen Qualitätssprung gebracht. Nach zwei Saisonen, in denen man gegen den Abstieg spielte, folgte heuer der Meistertitel – pünktlich zum zehnjährigen Vereinsjubiläum.

In der Sommerpause heißt es nun erst einmal abschalten und den Druck der vergangenen Wochen abfallen lassen.

Hinter den Kulissen wird aber natürlich auch jetzt schon am Kader für die kommende Saison gebastelt, gescoutet und verhandelt. Fix ist dabei noch fast nix, einige Vertragsverlängerungen sind aber wesentlich wahrscheinlicher als andere.

Die BVZ hat daher einen Überblick über den gesamten Drachen-Kader zusammengestellt und die Saisonleistung der Drachen bewertet. Diese Liste ist subjektiv und spekulativ, aber mit einigen Fakten und Zahlen unterfüttert.

Coaches

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Headcoach Felix Jambor
Seit ziemlich genau fünf Jahren ist der Tiroler in Eisenstadt an Bord und hat die Drachen von der 2. Liga zum Vize-Meister der Superliga aufgebaut. Ein Wechsel scheint äußerst unwahrscheinlich,

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© BVZ/Max

Assistant Coach Edgar Nubiola
Der Katalane zeichnete für einige geniale und sogar matchentscheidende Spielzüge verantwortlich. Den erkrankten Jambor ersetzte er in einem Match würdig als Headcoach.

Guards

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Rayshawn Mart
Der US-Amerikaner kann alles und macht alles, vor allem in der Offensive. Der Ausnahme-Athlet hat in den Play-offs sogar noch einen Zahn zugelegt. Ob seine Alley-oop-Dunks auch nächstes Jahr in Eisenstadt zu sehen sein werden, hängt wohl weniger von den Drachen, als von internationalen Angeboten ab.

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Austen Awosika
Dem US-Legionär mit dem Signature-Floater reicht ein Quadratmeter um den Gegner schwindlich zu dribbeln. Der Spätberufene Drache hat definitiv ein Empfehlungsschreiben für die kommende Saison hinterlassen.

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Lukas Hahn
Er sagt, wo es lang geht, versenkte wichtige Dreier und versorgte seine Kollegen mit Assists und hebt obendrein die rot-weiß-rote Quote. Aus Eisenstadt weglocken könnte Hahn wohl nur ein ähnlich starkes Team, dass ihm eine noch wichtigere Rolle imTeam anbietet.

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© BVZ/, Peter Wagentristl

Valentin Pasterk
Der Kärntner Eigenbau-Spieler spielte eine mehr als solide Saison und hat von General Manager Roland Knor einen von drei Fixplätzen bekommen.

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Konstantin Sauer
Der 18-jährige Local Hero hat seine Chancen solide genutzt, einen Leistungssprung zur Vorsaison gab es aber nicht. Das Sauer bleibt, scheint fix.

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© BVZ, Peter Wagentristl

Lenny Grafl
Kam heuer nur auf sechs Minuten Spielzeit. Der 19-Jährige bringt jedenfalls Potenzial mit.

Forwards

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Jalen Green
Sein Ausfall im Finale schmerzte Fans fast wie eine disluxierte Kniescheibe. Der drittbeste Blocker der Liga spielte zwar inkonstant, zeigte dafür aber auch herausragende Leistungen vorne wie hinten und kam auf 14 Punkte pro Match. Ob Green bleibt, ist schwer abzuschätzen.

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Emilio Banic
Der Kroate spielte konstanter als Green, dafür mit weniger Ausreißern nach oben. Im Finale zeigte Banic Nerven und verschlechterte seine sonst starke Wurfquote. Auch seine Zukunft in Eisenstadt scheint offen.

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Dogus Demirel
Wäre der Rising Star-Award der Liga erst nach Saisonende vergeben worden, Demirel hätte ihn so gut wie fix gewonnen. Mit unfassbarer Athletik für einen 19-Jährigen und einer Karrierebestleistung im Finale gegen Oberwart könnte sich der Eisenstädter in Zukunft zum absoluten Star der Dragonz mausern.

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Sebastian Kunc
Sein Jubel nach eingenetztem Dreier im Finale wirkte fast wie ein Abschied. Zwar ist der Präsident des Burgenländischen Basketballverbands immer als Joker für einen Dreier gut, aber in der Defensive zu klein für Forwards und zu langsam für Guards. Dass der Kapitän wechselt scheint ausgeschlossen, viele Spielminuten werden es kommende Saison aber wohl nicht werden.

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© BVZ/, Peter Wagentristl

Vincenz Mader
Der Eigenbau-Spieler nlieb in seinen wenigen Minuten unter den Erwartungen, bringt aber reichlich Potenzial mit.

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David Trukesitz
Der Eisenstädter holte sich bei einem seiner wenigen Einsätzen ein Extralob für 110-prozentigen Einsatz vom Headcoach und zeigte starken Defensivbasketball.

Centers

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Sead Hadzifejzovic
Der vermutlich beste Big Man der Liga, ein absoluter Glücksgriff für die Drachen. Im Post-Game nicht zu verteidigen, dazu kommt noch Spielintelligenz á la Nikola Jokic. Der 35-Jährige bringt die Routine, die den jungen Drachen sonst fehlt. Ein Jahr in Eisenstadt geht sich körperlich hoffentlich noch aus.

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Aristidie Boya
Zwei schwere Knieverletzungen hat der Kameruner in Eisenstadt ausgesessen. Seine Auftritte seither waren alles andere als beeindruckend. Boya wird wohl einem neuen Center weichen müssen.

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Peter Turay
Der Brite zeichnete sich vor allem durch Kampfgeist aus. Für die gegnerische Offensive ist Turay eine Qual, gegen massige Center fehlt es ihm aber an Erfahrung und Kilos. Eigentlich als Center gedacht, glänzte Turay eher als Power Forward. Aufgrund des gegebenen Entwicklungspotenzials erwarten einige Beobachter den 25-Jährigen auch nächste Saison in Eisenstadt.

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Lukas Knor
Für den Local Hero war die Saison in allen Metriken ein Schritt zurück. Mehrere Verletzungen haben ihr Übriges dazu beigetragen. Als etablierter Eigenbau-Spieler hat Knor einen Fixplatz im Kader.