Drei Hauben für Gasthaus Fuchs im Gault&Millau 2026

Bemerkenswerter Aufstieg

Das Gasthaus Fuchs in Weppersdorf zählt zu den bemerkenswerten Aufsteigern im Gault&Millau-Guide 2026. Der traditionsreiche Familienbetrieb erreichte erstmals drei Hauben und 15 Punkte – ein deutlicher Sprung von zuvor 12 Punkten und einer Haube.

Drei Generationen Kochkompetenz: Oma Johanna, Vater Thomas und Sohn Daniel Fuchs.

Drei Generationen Kochkompetenz: Oma Johanna, Vater Thomas und Sohn Daniel Fuchs.

© Gasthaus Fuchs, GERHARD WASSERBAUER

In dritter Generation führen Astrid und Thomas Fuchs den Betrieb bereits, im Mai 2024 kehrte ihr Sohn Daniel zurück und arbeitet seither eng mit ihnen zusammen. Nach mehreren Jahren in renommierten Küchen wie dem Mühltalhof, dem Cordo in Berlin und der Ratschen am Eisenberg bringt er moderne Techniken und neue Ideen mit zurück ins Mittelburgenland. Sein Einstieg habe, so betont sein Vater, den entscheidenden Unterschied ausgemacht, der nun auch in der Bewertung sichtbar wird.

Trotz aller Neuerungen bleibt das Gasthaus seiner Linie treu: Regionalität und die Weiterführung der familieneigenen Tradition stehen weiterhin im Mittelpunkt. Die klassische Wirtshausküche, für die das Haus seit Jahrzehnten geschätzt wird, wird durch ein Fine-Dining-Menü ergänzt, das laut Gault&Millau eindrucksvoll zeigt, dass ein bodenständiges Gasthaus und anspruchsvolle Küche einander nicht ausschließen.

Die Tester heben vor allem die durchdachte Modernisierung einzelner Klassiker hervor:
Die bekannte Blutwurst, die dem Betrieb den Beinamen „Blunznwirt“ eingebracht hat, erscheint nun als elegantes Dim Sum. Saibling wird roh mariniert und in einem klaren Rhabarber-Rosmarin-Sud serviert. Zander kommt perfekt glasig vom Grill, begleitet von einer aromatischen Schnittlauch-Beurre-blanc und kurz angegrilltem Frühkraut.