Frauenministerin zu Gast in der Frauenberatungsstelle Oberpullendorf
Besuch
Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner informierte sich über aktuelle Themen und das Projekt „Plan yourself“.
Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner und Frauenlandesrätin Daniela Winkler mit dem Team der Oberpullendorfer Frauenberatungsstelle.
© Elisabeth Tritremmel
Gemeinsam mit Frauenlandesrätin Daniela Winkler besuchte Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner die Frauenberatungsstelle Oberpullendorf. Ziel des Besuchs war es, sich ein Bild von den vielfältigen Unterstützungsangeboten für Frauen, Mädchen und Familien im Burgenland zu machen. Thema waren aber auch die Femizide in der Steiermark und in Niederösterreich und in weiterer Folge Maßnahmen zum Opferschutz. Bundesministerin Holzleitner spricht sich für die Einführung der Fußfessel aus, als Lückenschluss zwischen U-Haft und Wegweisung – für Landesrätin Winkler eine weitere zielführende Maßnahme, um im Anlassfall für betroffene Frauen die notwendige Sicherheit erhöhen zu können.
Die Frauenberatungsstelle Oberpullendorf leistet seit vielen Jahren unverzichtbare Arbeit für Frauen in schwierigen Lebenssituationen. Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner betonte die Rolle der Frauenberatungsstellen: „Frauen in allen Lebenslagen zu stärken, ist eine zentrale Aufgabe unserer Politik. Die Frauenberatungsstelle Oberpullendorf zeigt eindrucksvoll, wie professionelle Unterstützung vor Ort geleistet wird und das Leben der Klientinnen positiv verändern kann.“
Sie informierte sich auch über das neue Projekt „Plan yourself“. In diesem stehen die Themen Mental Load, Finanzen und Karriere bei Einzelberatungen und Workshops in Schulen im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Wahrnehmung des Mental Load (mentale Belastung) und der unbezahlten Care-Arbeit, also der Tätigkeiten für die Familie, von Mädchen und jungen Frauen in der Region zu erhöhen.
Auch Landesrätin Daniela Winkler unterstrich die Bedeutung solcher Einrichtungen: „Besonders in Krisenzeiten ist es enorm hilfreich und wichtig, eine kompetente, helfende Anlaufstelle zu haben, die rasch und unbürokratisch Hilfe leisten kann. Das reicht von Beratungen bis zur Unterstützung bei Sofortmaßnahmen. Damit soll zum einen Sicherheit gewährleistet, und zum anderen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. Die steigenden Beratungszahlen wegen Gewalt sind ein Indikator dafür, dass Einrichtungen wie diese unverzichtbar geworden sind.“