Prozess um 48.600 Flaschen Prosecco und Spritzer

Landesgericht Eisenstadt

Prosecco und Spritzer im Wert von 49.500 Euro soll ein Mann im Herbst 2022 bestellt, aber nicht bezahlt haben. Zum Betrugsprozess am 25. April 2025 im Landesgericht Eisenstadt erschien der Verdächtige nicht.

Um zehntausende Flaschen Prosecco und Spritzer geht es in einem Gerichtsverfahren.

Um zehntausende Flaschen Prosecco und Spritzer geht es in einem Gerichtsverfahren.

© Symbolbild: macondo, Shutterstock, macondo

Zehn Minuten vor Verhandlungsbeginn hatte der Verteidiger die Richterin informiert, dass sein Mandant „kurzfristig erkrankt“ sei. Eine ärztliche Bestätigung konnte zu diesem Zeitpunkt nicht vorgelegt werden.

Im Gerichtssaal anwesend waren die Richterin, die Staatsanwältin, der Anwalt des geschädigten Lieferanten und der Verteidiger. Die Richterin informierte, dass der Angeklagte schon der Aufforderung, bei der Polizei eine Aussage zu Protokoll zu geben, nicht nachgekommen sei.

Die Ladung zur Gerichtsverhandlung konnte ihm nicht zugestellt werden. Die Polizei traf ihn an der vom Verteidiger genannten Wohnadresse nicht an.

Vorgeworfen wird dem Wiener, er habe im Herbst 2022 vorgespiegelt, er sei Geschäftsführer einer Getränkefirma. In dieser Funktion bestellte er bei einem Österreicher, der einen Getränkehandel mit Sitz im Ausland betreibt, 48.600 Flaschen Prosecco und Spritzer. Die „echte“ Geschäftsführerin soll dieser Bestellung nicht zugestimmt haben.

Der Händler lieferte die Flaschen, die allerdings nie bezahlt wurden. Den offenen Betrag von 49.500 Euro versuchte der Geschädigte zwei Jahre lang vergeblich einzutreiben. Jetzt hofft er, die Summe im Rahmen des Betrugsprozesses zugesprochen zu bekommen.

Bis Montag der kommenden Woche muss der Angeklagte jetzt eine ärztliche Bestätigung für seine plötzliche Erkrankung vorlegen. Außerdem forderte die Richterin den Verteidiger auf, den tatsächlichen Aufenthaltsort des Angeklagten mitzuteilen.

Der Prozess wurde auf Juni vertagt.