Neudörfler Christoph Marchhart zum Obmann der KMB-Mattersburg gewählt
Bezirk Mattersburg
Nach 13 Jahren unermüdlichen Einsatz als Obmann der Katholischen Männerbewegung im Dekanat Mattersburg verabschiedete sich Karl Graf kürzlich von seinem Posten und übergab das symbolische Zepter an Christoph Marchhart aus Neudörfl, der zum neuen Dekanatsobmann gewählt wurde. Marchhart sprach mit der BVZ über die Grundsätze der KMB, deren Veranstaltungen sowie über sein Hobby, den Wein und Honig.
Der neue KMB-Obmann des Dekanats Mattersburg, Christoph Marchhart (l.), bei der Amtsübergabe im Öde Kloster in Baumgarten. Marchhart übernimmt den Posten von Karl Graf. (2. v. l.) Pfarrer Josef Giefing, Vinzenz Jobst (KMB-Diözesanobmann) bedankten sich bei Karl Graf für seine Dienste und wünschten seinem Nachfolger alles Gute. Auch Pfarrer Josef Giefing tritt als KMB-Seelsorger ab. Seine Funktion übernimmt Pater Jomon.
© Diözese/Jurenich
Der Mann weiß um seine Würde und Verantwortung als Mensch und Christ; er lebt aus der Kraft des Evangeliums. Der Mann fühlt sich mit der kirchlichen Gemeinschaft verbunden und gestaltet Kirche und Gesellschaft aktiv mit; er ist solidarisch mit Benachteiligten und Unterdrückten, und er respektiert die Meinung anderer, übt Toleranz und sucht den Dialog. So würde Christoph Marchhart, der neue Obmann der KMB Mattersburg, einige der wichtigsten Prinzipien zusammenfassen, an die sich der moderne Mann heutzutage im Einklang mit der Katholischen Kirche orientieren sollte.
Organisation, in der Männer auf dem Weg sind, ihren Glauben zu vertiefen
Damit diese einzelnen Punkte nicht abstrakt bleiben, sondern aktiv im konkreten Leben mit greifbaren Inhalten gefüllt werden, dafür gibt es die Katholische Männerbewegung. „Sie ist eine Organisation, in der Männer auf dem Weg sind, ihr Leben und ihren Glauben zu vertiefen und bewusst zu gestalten. Sie bietet Begegnungs-, Fortbildungs- und Gesprächsmöglichkeiten“, erklärt Christoph Marchhart.

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Die Gesellschaft und natürlich auch die Katholische Kirche hat sich in den mehr als zweitausend Jahren ihres Bestehens vielfältig gewandelt. So auch die Rolle des Mannes. Das Männerpastoral, also die Seelsorge für den Mann, ein Teil innerhalb der KMB, reagiert dabei auf die sich ändernden „Männerthemen“ – sowohl innerhalb der Kirche als auch in der Gesellschaft. Laut Marchhart umfassen solche Themen „Begegnung, Bildung und Spiritualität.“ Darauf soll in seiner Amtszeit der Fokus gelegt werden, sagt er. „Weitere Themenfelder wie Partner- und Eltern(Vater-)schaft sowie Familie sind zunehmend zu entscheidenden Lebensbereichen geworden, die zum Gelingen und Glücken eines Lebens beitragen.“
Mehr als zehn Jahre Erfahrung in der KMB Neudörfl
Um all dem den nötigen Platz einzuräumen, gibt es monatliche Begegnungen in verschiedenen Pfarrheimen. Rund 50 Gläubige sind im Schnitt bei den Treffen anwesend; die Zahl schwankt je nach Termin leicht nach oben oder unten. Spezielle Aufnahmekriterien gibt es abgesehen von den offensichtlichen keine. „Wir freuen uns über alle Teilnehmer“, so Marchhart. „Wir arbeiten auch Hand in Hand mit der Katholischen Frauenbewegung – so nehmen z. B. bei der jährlichen Kreuzwegandacht in Rohrbach Männer und Frauen teil.“
Eine der Aufgaben von Christoph Marchhart als Obmann ist es, die religiös-spirituellen sowie auch die gesellschaftlichen Themen der Vorträge und Diskussionen während der Treffen für das gesamte Arbeitsjahr zu planen. Christoph Marchhart sammelte dafür bereits wertvolle Erfahrung innerhalb seiner Heimatgemeinde Neudörfl. Dort leitet er seit über zehn Jahren die Katholische Männerbewegung; auf Bezirksebene ist er seit mehreren Jahren im Vorstand.

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Zum KMB kam Marchhart auf Anraten des ehemaligen Pfarrers, Norbert Filipitsch. „Er ersuchte mich, an den Treffen der KMB im Dekanat teilzunehmen und diese in der Pfarre Neudörfl zu bewerben. So entstand allmählich eine Gruppe von Neudörflern.“ Einmal im Jahr findet in der Regel ein Vortrag in Neudörfl statt: „So war es auch leicht, die Männerbewegung im Ort ein wenig zu bewerben.“
Karl Graf hat in seiner Amtszeit weitblickend die Weichen für die Zukunft gestellt
Für das Amt des Obmanns wurde er vom scheidenden Vorsitzenden Karl Graf vorgeschlagen. „Zugestimmt habe ich u. a. deshalb, weil mir P. Jomon als Seelsorger der KMB an die Seite gestellt wir, den ich sehr schätze und den ich aus den vergangenen Jahren aus unserem Seelsorgeraum St. Klemens kennen und schätzen lernen durfte.“ Für Karl Graf hat Christoph Marchhart nur gute Worte: „Er hat mich in den letzten Jahren mit ins Boot geholt und damit meine Funktion geprägt und vorbereitet. Graf war ein sehr engagierter, gewissenhafter und allseits beliebter Leiter der KMB Mattersburg. Gemeinsam mit dem scheidenden Seelsorger der KMB Mattersburg, Pfarrer Josef Giefing, hat er entscheidend und weitblickend die Weichen für die Zukunft gestellt.“
Meine Frau findet immer irgendeine Aufgabe für mich. Christoph Marchhart, Obmann KMB Mattersburg
Auch in der Pfarre Neudörfl ist Christoph Marchhart, ja eigentlich die gesamte Familie Marchhart, sehr engagiert. „Ich arbeite als Mesner, Lektor und überall dort, wo man mich gerade braucht. Da meine Frau (Jutta Pramhofer-Marchhart; Anm.) Pastoralassistentin ist, findet sie immer eine Arbeit für mich“, berichtet Marchhart mit einem Augenzwinkern. Die gemeinsamen Kinder, Michael und Elisabeth, sind ebenfalls sehr eifrig und unter anderem als Pfarrgemeinderäte und Ministranten tätig sowie fleißige Helfer bei diversen Veranstaltungen der Pfarre Neudörfl.
Beruflich arbeitet Christoph Marchhart im Familienunternehmen Marchhart GmbH als Vertriebsleiter für den Bereich Reinraum- und Luftfiltertechnik. Das Unternehmen stellt Komponenten für Büro – und Labormöbel sowie Lüftungstechnik für Reinräume und Krankenhäuser her.
Als kreative und naturnahe Ausgleichsbeschäftigung hat die Familie seit einigen Jahren die Herstellung von Wein und Honig für sich entdeckt. Mehr Infos dazu auf www.pramhofer-marchhart.at

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