Es geht los: BFV-Cup startet in die erste Runde

BFV-Cup

„David gegen Goliath“ ist das Motto in der ersten Runde des BFV-Cup. So forderte Zurndorf den Ostliga-Absteiger Neusiedl oder Hornstein den starken Landesligisten SK Pama.

Schwieriges Cupspiel. Daniel Toth und der SK Pama müssten am Samstag (17:30 Uhr) in Hornstein bestehen.

Schwieriges Cupspiel. Daniel Toth und der SK Pama müssten am Samstag (17:30 Uhr) in Hornstein bestehen.

© Christopher Schneeweiß

Zurndorf – Neusiedl, Freitag 17:30 Uhr. „Wir wissen natürlich, dass Neusiedl der Favorit ist. Wir wollen aber versuchen, sie zu ärgern und das Spiel so lange wie möglich offen zu halten. Vielleicht gelingt uns ja die Überraschung“, sagt Zurndorfs Sektionsleiter Rafael Brandl. Personell ist lediglich hinter dem Einsatz von Samuel Antalek noch ein Fragezeichen, ansonsten kann Zurndorf voraussichtlich auf den gesamten Kader zurückgreifen.

Auch in Neusiedl ist man sich der Ausgangslage bewusst. „Wenn wir als Landesligist gegen einen 1.-Klasse-Klub spielen, dann stellt sich die Favoritenfrage natürlich nicht. Wir müssen konzentriert auftreten und die Chancen verwerten, die sich uns bieten“, betont Sportlicher Leiter Lukas Stranz. Dabei kann der NSC wieder auf Lukas Umprecht und Julian Millner zählen, die nach ihrem Urlaub in den Kader zurückkehren.

Breitenbrunn – Gols, Freitag 19 Uhr.„Wir sehen das nur als ein gutes Testspiel, ohne große Erwartungen“, sagt Breitenbrunns Spielertrainer Gerhard Karner. Verzichten muss der UFC lediglich auf Roman Kollar, der sich im Urlaub befindet.

Beim SV Gols ist das Ziel klar definiert. „Wir wollen natürlich aufsteigen“, betont Trainer Hans Thüringer. Den Gegner wolle man trotz der unterschiedlichen Ligazugehörigkeit keinesfalls unterschätzen. „Wir werden Breitenbrunn sehr ernst nehmen und unser Spiel durchziehen – so wie gegen jeden Gegner.“ Thüringer selbst wird die Partie allerdings verpassen und an der Seitenlinie von Andreas Frank vertreten.

Nickelsdorf – Leithaprodersdorf, Freitag 19 Uhr.Vor einer echten Herkulesaufgabe steht der ASV Nickelsdorf. Mit Leithaprodersdorf gastiert jener Landesligist in den Grenzdörfern, der zuletzt im ÖFB-Cup mit dem Sieg gegen Zweitligist Admira für Aufsehen sorgte und daher mit breiter Brust anreist. „Leitha ist der haushohe Favorit. In diesem Spiel können wir eigentlich nur überraschen“, sagt Nickelsdorfs Sektionsleiter Michael Liedl. Personell muss der ASV allerdings einige Ausfälle verkraften. Hlavac, Scherhaufer und Schütz fehlen aufgrund von Urlaub beziehungsweise Arbeit, zudem ist der Einsatz von Strasser noch fraglich.

Purbach – Halbturn, Freitag 19:30 Uhr. Die Gastgeber gehen zwar als Außenseiter in die Partie, wollen dem Favoriten aber einen harten Kampf liefern. „Abgesehen vom gesperrten Gazi Gencer kann ich Gott sei Dank aus dem Vollen schöpfen. Wir wollen uns so gut es geht verkaufen und das Spiel so lange wie möglich offen halten. Mit Mut, Kämpferherz, Spielwitz und natürlich dem notwendigen Glück ist vielleicht eine Überraschung möglich“, sagt Purbachs Trainer Patrick Castek. Beim USV Halbturn ist die Personalsituation hingegen weiterhin angespannt. Trainer Peter Herglotz muss auf mehrere verletzte Spieler verzichten. Besonders schmerzt der Ausfall von Offensivmann Jakub Sulc, der aus privaten Gründen verhindert ist. Zudem ist der Einsatz des angeschlagenen Ivan Hlushko fraglich.

Wimpassing – Deutsch Jahrndorf, Freitag 19:30 Uhr.Wimpassing-Coach Peter Kaltenegger muss urlaubsbedingt auf Uros Sarafinovic, Defrim Ceka, Besnik Murseli und Visar Ziberi verzichten. Zudem fehlen die verletzten Muhamed Berisha (Knie) und Oliver Kratz (Oberschenkel). „Wir sind aber guter Dinge, weil dadurch viele junge Spieler ihre Chance bekommen. Der eine oder andere konnte bereits positiv überzeugen“, sagt Kaltenegger. Deutsch-Jahrndorf-Trainer Markus Tschida sieht den Cup als wertvolle Generalprobe für den Meisterschaftsstart. „Der BFV-Cup ist ein Bewerbsspiel und hat dadurch einen ganz anderen Charakter als ein Vorbereitungsspiel“, betont er. Personell kann er aus dem Vollen schöpfen. Die Favoritenrolle schiebt Tschida jedoch den Gastgebern zu: „Wimpassing ist sicher Favorit, weil sie daheim spielen. Ich schätze außerdem, dass sie in der Meisterschaft wieder unter den Top fünf landen.“

Unterfrauenhaid – St. Margarethen, Freitag 19:30 Uhr. Die Mannschaft von Coach Franz Lederer startet in Unterfrauenhaid in die Saison. Der Gegner in der ersten Runde des BFV-Cups spielt in der 1. Klasse Mitte. Zuletzt gab es ein 5:5 im Testspiel gegen Großhöflein aus der 2. Klasse Nord. „Mit unserer Qualität müsste es in die richtige Richtung gehen“, sagt Lederer. Ihm stehen alle Spieler zur Verfügung – mit Ausnahme von Igor Bosnjak, dem die Achillessehne Probleme macht. Die Generalprobe am Dienstag war vielversprechend, gegen die Amateure der Vienna gab es einen klaren 6:1-Erfolg.

Wulkaprodersdorf – Gattendorf, Freitag 19.30 Uhr. „Fünf Spieler fallen fix aus, dazu könnten noch zwei angeschlagene dazukommen. Wir wollen trotz der vielen Ausfälle ein gutes Spiel machen. Wir wissen, dass Gattendorf der klare Favorit ist, wollen sie aber ein bisschen ärgern“, sagt Wulka-Sektionsleiter-Stellvertreter Roland Adler.

Auch in Gattendorf ist man sich der Herausforderung bewusst. „Wichtig ist, dass wir aufsteigen. Wulkaprodersdorf ist aber eine gute Mannschaft und es ist schwer, dort zu spielen“, betont Trainer Didi Bader. Personell gibt es auch beim Favoriten einige Fragezeichen: Der verletzte Dominik Krankl dürfte ausfallen, zudem sind die Einsätze von Philipp Huszar und Simon Kammlander noch ungewiss.

Hornstein – SK Pama, Samstag 17:30 Uhr. „Die Testspiele sind vorbei, jetzt zählt es. Wir nehmen den Cup voll ernst und wollen unbedingt weiterkommen“, stellt Pamas Sportlicher Leiter David Pototschnig klar. Den BFV-Cup bezeichnet er als „geilen Bewerb“, weshalb der SK mit seiner stärksten verfügbaren Mannschaft antreten wird.

Unterschätzen will man den Gegner keinesfalls. „Ich habe Hornstein beobachtet. Das ist eine sehr gute Mannschaft der 2. Liga Nord, die vorne mitspielen wird“, sagt Pototschnig.

Personell muss der SK Pama weiterhin auf Offensivspieler Marcel Szikonya verzichten, der nach seiner Verletzung noch nicht fit ist. Kevin Glock kehrt hingegen aus dem Urlaub zurück und steht wieder zur Verfügung. Fraglich ist der Einsatz von Robert Rak, der im Testspiel gegen Wolfsthal einen Schlag abbekommen hat.

Kittsee – Neufeld, Samstag 17:30 Uhr.Nur kurze Zeit nach den Feierlichkeiten zum 35-jährigen Vereinsjubiläum wartet auf den SC Kittseedie nächste Herausforderung. Zu Gast ist Ligakonkurrent Neufeld. Die Heimelf muss dabei auf Valach, Drobela, Wisak und Kamasik verzichten. „Neufeld schätzen wir sehr spielstark ein. Aber jedes Spiel ist anders“, sagte Kittsee-Coach Martin Grabenbauer.

Neufeld-Trainer Fatih Bas erwartet eine enge Partie. „Ich denke, es wird ein offenes Spiel. Auswärts in Kittsee ist nicht einfach zu spielen. Wir wollen natürlich jedes Spiel gewinnen“, sagt der Coach. Die Begegnung sei zugleich eine gute Standortbestimmung für das baldige Wiedersehen in der Meisterschaft.

Personell muss Neufeld allerdings auf mehrere Spieler verzichten. Dominik Allacher (Muskelfaserriss), Sebastian Wachter (Sprunggelenksverletzung) und Ömer Bas werden voraussichtlich fehlen. Großen Respekt hat Bas vor den Gastgebern: „Ich denke, dass Kittsee auch diese Saison sehr stark sein wird und vorne mitspielt. Sie spielen einen super Fußball und haben viel Qualität in der Offensive.“ Verstecken wolle sich seine Mannschaft dennoch keineswegs und den Einzug in die nächste Cup-Runde anpeilen.

Wallern – Mönchhof, Samstag 18:30 Uhr.Ein echter Leckerbissen: Mit dem USC Wallern und dem FC Mönchhof treffen zwei Aufsteiger aufeinander, die sich in der vergangenen Saison den Titel beziehungsweise den Vizemeistertitel sicherten. Während Mönchhof als Meister den Sprung schaffte und sich im Sommer gezielt verstärkte, setzte Wallern auf Kontinuität und vertraut weiterhin auf den erfolgreichen Kader.

USC-Trainer Wolfgang Fischer kann bis auf Tormann Christoph Schwarz personell aus dem Vollen schöpfen. „Wir spielen zu Hause und wollen gewinnen“, gibt der Coach die Richtung klar vor. Den Gegner schätzt er stärker ein als noch in der Vorsaison: „Mönchhof hat sich gut verstärkt.“ Trotz der Brisanz des Nachbarschaftsduells verliert Fischer das große Ziel nicht aus den Augen: „Der Fokus liegt auf dem Saisonstart in zwei Wochen.“

Für beide Teams bietet das Duell damit die ideale Standortbestimmung unmittelbar vor dem Meisterschaftsbeginn – und gleichzeitig die Chance, mit einem Erfolgserlebnis in die Pflichtspielsaison zu starten.

Stotzing – Rust, Samstag 19 Uhr.Die Gastgeber gehen zwar als Außenseiter in die Partie, wollen sich aber gegen den Landesliga-Neuling teuer verkaufen. „Wir wollen uns auf keinen Fall kampflos geschlagen geben und werden es dem Favoriten aus Rust so schwer wie möglich machen“, kündigt Stotzings Trainer Patrick Mozelt an. Verzichten muss er urlaubsbedingt auf Saliji, Kusolitsch und Lehner.

Auch in Rust weiß man, dass Cupspiele ihre eigenen Gesetze haben. „Wir haben selbst im Cup schon überrascht“, erinnert Obmann David Stagl an den sensationellen Erfolg gegen den damaligen Ostligisten Siegendorf vor sechs Jahren. Entsprechend gewarnt reist der Aufsteiger nach Stotzing. Personell fehlen Heimkehrer Izudin Mandulovic aus privaten Gründen sowie die verletzten Alexander Fiedler und Felix Hölzl. Trotzdem möchte der Neo-Burgenlandligist den ersten Pflichtspielsieg der neuen Saison einfahren und den Einzug in die zweite Runde schaffen.

Sigleß – Parndorf, Montag 19:30 Uhr.Nach dem überzeugenden 5:1-Erfolg gegen Neckenmarkt geht der SV Sigleß mit breiter Brust in die nächste Runde des BFV-Cups. Die Euphorie ist groß, dennoch ist die Rollenverteilung klar: Gegen Regionalligist Parndorf geht die Mannschaft als krasser Außenseiter ins Rennen. Für den SC/ESV Parndorf beginnt hingegen am Freitag der Ernst des Ligaalltags. Zum Auftakt der Regionalliga Ost wartet auswärts Leobendorf, ehe es anschließend im Cup nach Sigleß geht. Die Priorität liegt zwar eindeutig auf der Meisterschaft, dennoch machen die Parndorfer keinen Hehl daraus, den Cupbewerb ebenfalls ernst zu nehmen. Entsprechend respektvoll wird der Regionalligist die Aufgabe in Sigleß angehen und den Underdog keineswegs unterschätzen.