Favoritenteams ließen ihre Muskeln spielen

BFV-Cup

Die großen Überraschungen blieben in der ersten Runde des Raiffeisen BFV-Cup aus. Enge Kisten gab es nur in Wimpassing und Kittsee. Breitenbrunn schlug sich gegen Gols wacker.

Arbeitssieg! Milos Angelovic (l.) und seine Golser mühten sich in Breitenbrunn (r. Daniel Gruber) zu einem 3:1-Erfolg.

Arbeitssieg! Milos Angelovic (l.) und seine Golser mühten sich in Breitenbrunn (r. Daniel Gruber) zu einem 3:1-Erfolg.

© Johannes Götzinger

Die erste Runde des BFV-Cups brachte nur keine echte Überraschung hervor. Die Favoriten setzten sich ausnahmslos durch.

Ein enges Spiel entwickelte sich jedoch bei den Duellen der Ligakonkurrenten der 2. Liga Nord. Kittsee mühte sich mit dem 1:0-Heimsieg gegen Neufeld in die nächste Runde. „Bei beiden Teams fehlten einige Spieler. Es war ein flottes Spiel mit Luft nach oben. Wir konnten einen Fehler eiskalt nutzen. Es war eine Top-Vorbereitung, aber wissen auch, dass wir zulegen müssen“, meinte Kittsee-Coach Martin Grabenbauer mit Blick auf die Meisterschaft. „Es wäre ein klassisches 0:0 gewesen“, erläuterte Neufeld-Coach Stefan Pleninger. Durch zwei Fehler in der Hintermannschaft passierte aber das 0:1 vor der Pause. „Wir hatten drei sehr gute Möglichkeiten aus denen zumindest ein Tor hätte passieren müssen.“ Witzig: Nächste Woche muss Neufeld zum Meisterschaftsauftakt wieder nach Kittsee. Pleninger: „Dann hoffentlich mit dem guten Ergebnis auf unserer Seite. Wir sind bereit für die Meisterschaft.“

Wimpassing bezwang daheim Deutsch Jahrndorf im Elfmeterschießen mit 6:5. Nach 90 Minuten stand es nach einem abwechslungsreichen Spiel 2:2. „Wir waren erste Halbzeit überlegen und haben verdient geführt“, meinte Jahrndorf-Trainer Markus Tschida. Nach dem Seitenwechsel kam Wimpassing auf und führte nach zwei guten Angriffen über die Seite mit 2:1. Jahrndorf glich in der Schlussoffensive aus. Und im Elfmeterschießen blieb es hochspannend. „Alle haben getroffen, erst unser letzter Spieler hat verschossen“, so Tschida.

Der SC Neusiedl erfüllte seine Pflichtaufgabe in Zurndorf souverän und gewann durch Treffer von Moro, Abazi und Gruidl mit 3:0. „Hürde gemeistert, Pflicht erfüllt. Aber wir müssen uns definitiv steigern“, meinte Trainer Günther Wally. Auch Zurndorfs Sektionsleiter Rafael Brandl erkannte den verdienten Erfolg an: „Übers ganze Spiel gesehen war Neusiedl einfach die bessere Mannschaft.“

Ebenfalls ungefährdet zog Leithaprodersdorf mit einem 3:0 in Nickelsdorf in die nächste Runde ein. „Verdienter Sieg von Leitha, sie waren mindestens eine Klasse stärker als wir“, bilanzierte Nickelsdorfs Sektionsleiter Michael Liedl.

Mehr Mühe als erwartet hatte Gols in Breitenbrunn. Nach dem 1:1 zur Pause setzte sich der 2. Liga-Klub am Ende aber mit 3:1 durch. „Da war viel mehr drinnen. Leider haben wir kapitale Abwehrfehler gemacht. Trotzdem war es ein super Test von uns“, sagte Breitenbrunns Spielertrainer Gerhard Karner.

Gattendorf musste in Wulkaprodersdorf sogar einem frühen Rückstand nachlaufen, gewann letztlich aber mit 3:1. „Wir haben über weite Strecken genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht ganz wider“, fand Wulka-Sektionsleiter Roland Adler.

Klare Angelegenheiten waren die Siege von St. Margarethen (4:0 in Unterfrauenhaid), Rust (6:0 in Stotzing) und Halbturn (6:0 in Purbach). Gerade die Halbturner präsentierten sich vor dem Tor eiskalt. „Diese Leistung war trotzdem nicht das Gelbe vom Ei. Unsere Probleme im Spielaufbau waren klar erkennbar“, blieb Trainer Peter Herglotz trotz des Kantersiegs kritisch. Purbachs Coach Patrick Castek lobte hingegen die Effizienz des Gegners: „Von neun Torabschlüssen resultierten sechs Tore.“

Auch der SK Pama wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann in Hornstein mit 3:1. Für Gesprächsstoff sorgte neben einer Gelb-Roten Karte gegen Juraj Czibula vor allem die Leistung des Schiedsrichters. „Sehr spannende Schiedsrichter-Leistung. Aber wir haben den Sieg souverän heimgespielt – auch nach dem Anschlusstreffer“, meinte Sportlicher Leiter David Pototschnig.

Einen gelungenen Einstand in die Pflichtspielsaison feierte Aufsteiger Wallern. Gegen den Meister der 1. Klasse Nord, Mönchhof, setzte sich die junge Mannschaft mit 4:2 durch und unterstrich ihre gute Form.

Und auch Ostligist Parndorf ließ sich nicht lumpen und gewann in Sigleß klar mit 7:1. Sigleß-Sektionsleiter Peter Zistler: „Es war sicher ein Highlight für jeden Spieler, wenn man einmal gegen einen Regionalligisten spielen und sich präsentieren darf. Die Jungs nehmen da sicher einiges mit.“ Am Ende blieb der SV aber auch mit Sorgen zurück: „Leider mussten auch früh zwei Schlüsselspieler mit Arnold Ernst und Bernd Steindl raus, hoffentlich ist da nichts Schlimmeres. Das wäre auch für Meisterschaft schlecht.“