Oberloisdorf schreibt gegen Horitschon Geschichte

BFV Raiffeisen-Cup

Oberloisdorf bezwingt in der dritten Runde des Pokals Burgenlandligist Horitschon. Damit zieht man nicht nur zum ersten Mal in der Vereinshistorie in das Viertelfinale des rot-goldenen Cupbewerbs ein, sondern unterstreicht die aktuell starke Form des SVO.

Zoltan Ferdinand Ferencz (in Rot) avancierte beim 3:2-Erfolg mit einem Hattrick zum Matchwinner.

Zoltan Ferdinand Ferencz (in Rot) avancierte beim 3:2-Erfolg mit einem Hattrick zum Matchwinner.

© Michaela Grabner

Oberloisdorf - Horitschon 3:2.Unter optimalen Vorzeichen startete keiner der beiden Teams in die Partie. Horitschon musste ebenso auf einige etatmäßige Stammspieler verzichten wie der Hausherr aus Oberloisdorf. Aufgrund des doch relativ schmalen Kaders der Gastgeber und dem ohnehin herrschenden Klassenunterschied rechnete sich SVO-Coach Stefan Artner wohl keinen Traumstart aus. In Realität kam die Sache aber anders. „Wir haben das von Beginn an wirklich gut gelöst“, sagt der Coach des Aufsteigers.

Tatsächlich hätte man kaum besser in das Spiel starten können. Zoltan Ferencz traf in der 12. Minute vom Punkt aus, keine Viertelstunde später bescherte der bullige Offensivmann seinen Kollegen den Zwei-Tore-Vorsprung und schnürte selbst den Doppelpack. Horitschon trat aber auch nicht wie der große Favorit auf, zumal auch noch Adam Horvath nach exakt einer halben Stunde verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. „Bis auf wenige Phasen war das von uns sowohl mit als auch ohne Ball zu wenig“, musste Horitschons Neo-Trainer Christoph Tischler gestehen.

Seine Mannschaft kam dennoch zurück. Vor der Pause sorgte Capitano Martin Haller, dessen Comeback definitiv ein großer Lichtblick eines sonst gebrauchten Abends war, für den Anschlusstreffer, rund 20 Minuten vor Ende blieb Manuel Baumgartner beim Strafstoß cool und egalisierte. Schlussendlich jubeln durfte aber der Underdog. Ferencz´ Freistoß aus der Kategorie „Traumtor“ zappelte in der 80. Minute in den Maschen. Verdient, wie sich beide Trainer einig waren.

„Sie haben das ganz einfach mehr gewollt, waren von Beginn an aggressiver und haben sich mehr reingehauen. Dementsprechend haben wir schon verdient verloren“, zollte Tischler dem Gegner Respekt, dem Artner nichts mehr hinzuzufügen hatte: „Wir haben im Endeffekt sicher verdient gewonnen, weil wir aggressiver waren und meiner Meinung nach einfach besser gespielt haben.“

Erfolg unterstreicht ein tolles Jahr

Zwar sind noch einige Spiele zu absolvieren, in Oberloisdorf kann allerdings jetzt schon von einem mehr als erfolgreichen Kalenderjahr gesprochen werden. Im Sommer feierte man den Meistertitel und kehrte zurück in die II. Liga Mitte. Dort belegt man derzeit mit 17 Punkten aus neun Spielen den starken sechsten Rang. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren musste man den Gang in die 1. Klasse antreten und hatte nach 30 Spielen gerade einmal 29 Zähler zu verbuchen. Auch im Pokalbewerb läuft es logischerweise wie am Schnürchen. Noch nie stand der SVO im Viertelfinale des Bewerbs.

Übungsleiter Artner, der in seiner Debütsaison als Cheftrainer sicherlich als einer der großen Newcomer der Gruppe Mitte gilt, hat derzeit demnach wenig Grund zur Klage. „Dafür, dass wir zu Beginn der Saison als Fixabsteiger gehandelt wurden, haben wir schon einen guten Lauf“, ist sich der 32-Jährige aber auch der Kehrseite der Medaille bewusst: „Jedes Match ist hart umkämpft und wir wissen trotzdem, wo wir herkommen.“

Mit breiter Brust darf man nun aber dennoch die SpG Kaisersdorf / Markt Sankt Martin empfangen. Im Duell der beiden Aufsteiger peilt der Hausherr seinen vierten Pflichtspiel-Sieg en suite an.

Statistik

SV Oberloisdorf - ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf 3:2 (2:1).-
Torfolge:1:0 und 2:0 (12., Strafstoß und 26.) Ferencz, 2:1 (35.) Haller, 2:2 (67., Strafstoß) Baumgartner, 3:2 (80., Freistoß) Ferencz.
SR:Tekeli.- Oberloisdorf, 150.
Oberloisdorf:Grünwald; Bogdanyi, Zoltan Nemeth, Kuzmits; Dominik Schedl, Szöts, Peter Nemeth, Mesanovic, Lazar (90. Pinter); Mark Abert (88. Maximilian Schedl), Ferencz.
Horitschon:Spanitz; Vlasich, Stranzl, Niklas Lehner (82. Spath), Horvath (30. Billmaier); Haller (64. Kovacs), Ackerler; Christoph Schedl, Baumgartner, Nico Wessely; Konrad.