Pokalfinale: Jennersdorf will den Favoriten SC/ESV Parndorf ärgern
BFV Raiffeisen Cup
Am Pfingstmontag steigt das Finale im burgenländischen Fußball-Cup. Der SC/ESV Parndorf peilt vor Heimkulisse das Double an. Der Gegner kommt ebenfalls aus der Burgenlandliga. Jennersdorf will den Favoriten ärgern und die Cup-Sensation perfekt machen. In dieser Saison gewann der UFC bereits im Heidebodenstadion.
Parndorf (v.l. Christian Haider, Timo Schmelzer, Paulo Jani und Dominik Wydra) könnte mit dem Cup-Gewinn das Double fixieren.
© Martin Ivansich
Parndorf – Jennersdorf; Pfingstmontag, 17.30 Uhr. Am Wochenende nach dem Meisterschafts-Finale ist es soweit. Am Pfingstmontag steigt das Finale im BFV Raiffeisen Cup. Da zwei Burgenlandligisten im Endspiel stehen, wurde ausgelost, wo gekickt wird – und die Wahl fiel auf Parndorf. Der Favorit und Regionalliga Ost-Aufsteiger hat damit Heimvorteil bei der Mission „Doublegewinn“ und ist auch motiviert, am Ende den Pokal in die Höhe zu stemmen.
Auf der Gegenseite steht der UFC Jennersdorf. Der vorjährige Aufsteiger spielte eine herausragende Pokal-Saison und räumte mit Markt Allhau, Grafenschachen sowie Neuberg zuerst drei starke 2. Liga Süd-Klubs aus dem Weg. Im Viertelfinale schoss man dann Pama ab und im Halbfinale in der Vorwoche gewann man durch ein Kögl-Goldtor in Rohrbach 1:0. Der Antreiber schoss den UFC in Minute 86 ins Endspiel. Bemerkenswert: In allen fünf Auftritten blieb die Elf ohne Gegentor. Für Trainer Patrick Mikovits ist das Cup-Finale ein Highlight: „Das ist schon jetzt der größte Erfolg der Klubgeschichte. Wir richten seit zwei Wochen unseren vollen Fokus darauf. Natürlich ist es etwas bitter für uns, dass wir nicht zu Hause antreten dürfen, aber wir sind auch die einzige Mannschaft, die heuer schon in Parndorf gewonnen hat“, zeigt sich der Coach kämpferisch. Am 10. August fügte der UFC dem SC/ESV auf eigener Spielstätte mit 2:1 die einzige Saisonniederlage zu. Gelingt das nun wieder? „Ich traue uns schon etwas zu, auch wenn Parndorf natürlich der Favorit ist“, stellt Mikovits klar.
Cup-Finale bedeutet wohl auch ÖFB-Startplatz
Für die Jennersdorfer ist zumindest ein Ziel aber schon erreicht: Mit dem Finaleinzug buchte man zu hoher Wahrscheinlichkeit das Ticket für den ÖFB-Cup 2025/26. In dieser Reihenfolge werden die Tickets für das Burgenland vergeben: 1. den BFV-Cupsieger, 2. den besten burgenländischen RLO-Verein (Neusiedl/See), 3. den Meister und Aufsteiger in die Regionalliga (Parndorf), 4. den zweitbesten burgenländischen RLO-Verein (Oberwart) sowie 5. den BFV-Cupfinalisten. Da Parndorf im Falle des Cupsiegs nicht zwei Tickets lösen kann und das Burgenland wohl wieder vier ÖFB-Cupplätze erhalten wird, wäre Jennersdorf auch im Fall einer BFV-Cup-Finalpleite für den österreichischen Pokalbewerb spielberechtigt.
Parndorf wollen das Double packen
Für die Parndorfer wird es am Pfingstmontag vor allem um eines gehen: Spannung hochhalten. Denn am Freitag steigt nach dem Match gegen Kohfidisch die große Meisterparty. „Wir wollen natürlich beide Spiele gewinnen: Gegen Kohfidisch und gegen Jennersdorf“, zählt für Coach Wolfgang Fischer nur die maximale Ausbeute. Aufgrund der Niederlage gegen die Südburgenländer in der Hinrunde ist aber der Meister vorgewarnt. „Wir werden sie sicher nicht unterschätzen“, so Fischer.
Den letzten Cuptitel holten die Parndorfer übrigens 2023 mit einem fulminanten 5:2-Sieg vor 1050 Zuschauern gegen den SC Neusiedl am See. Von der damaligen Mannschaft sind nur noch zwei Kicker beim SC/ESV: Der verletzte Peter Thüringer und Kapitän David Dornhackl. „Wir brennen darauf, so wie damals den Titel zu holen“, geht der Mannschaftsführer mit seinem Team voll motiviert ins Match. Für das Urgestein ist es bereits das dritte BFV-Cupfinale. 2013 und 2023 holte er mit seinem Herzensklub den Pokal, jetzt möchte der zum dritten Mal den Coup schaffen. „Wir werden alles dafür geben“, so der 35-Jährige.
Statistik
Die bisherigen Cup-Spiele der Klubs 2024/25:
SC/ESV Parndorf: 1. Runde: Rust – Parndorf 1:4 (0:2); 2. Runde: Gols – Parndorf 0:8 (0:6.); 3. Runde: Parndorf – Siegendorf 2:0 (1:0); Viertelfinale: Kirchfidisch – Parndorf 1:10 (1:5); Halbfinale: Wulka – Parndorf 0:3 (0:1).
UFC Lumitech Jennersdorf:1. Runde: Markt Allhau – Jennersdorf 0:1 (0:1); 2. Runde: Grafenschachen – Jennersdorf 0:4 (0:2); 3. Runde: Neuberg – Jennersdorf 0:3 (0:2); Viertelfinale: Jennersdorf – SK Pama 3:0 (2:0); Halbfinale: Rohrbach – Jennersdorf 0:1 (0:0).
Top-Torschützen:8 Tore: Simon Buliga (Parndorf); 6 Tore: Jaka Vajda (Jennersdorf).