BFV-Präsidentschaft: Wutzlhofer-Fakt und Dallos-Gerücht
Bgld. Fußballverband
Der nunmehrige stellvertrende ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende Johannes Wutzlhofer steht als BFV-Präsident zur Wahl für die außerordentliche Hauptversammlung im Burgenland am 17. Juni. Ob es noch weitere Kandidaten geben wird, ist fraglich. Bernd Dallos wurde zuletzt kolportiert, das dürfte aber nicht mehr als nur ein Gerücht sein.
Johannes Wutzlhofer (l.) wurde am vergangenen Sonntag zum neuen Stellvertreter des neuen ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Pröll gewählt.
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Österreichs Fußball-Bund, der ÖFB, hat am Sonntag bei der Hauptversammlung seine neue Spitze gewählt. Josef Pröll steht repräsentativ an vorderster Front. Der Ex-ÖVP-Politiker ist aber nicht mehr ÖFB-Präsident, sondern Aufsichtsratsvorsitzender. Das ist einer neu beschlossenen Struktur im ÖFB geschuldet. Ihm zur Seite stehen zwei Stellvertreter – Philip Thonhauser seitens der Bundesliga und Johannes Wutzlhofer seitens der Landesverbände.
Der Jurist ist aktueller Präsident des Burgenländischen Fußballverbands (BFV). Nach dem Rücktritt von Georg Pangl Ende 2024 wurde er vom Vorstand zum Nachfolger gewählt. Anfänglich wollte der 47-Jährige die Tätigkeit lediglich interimistisch bis Sommer ausüben, hier gab es einen Paradigmenwechsel. Mittlerweile steht Wutzlhofer auch über diesen Zeitraum hinaus als fixe Lösung zur Verfügung.
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In diesem Zusammenhang wurde am 17. Juni (19 Uhr) im Sport-Hotel Kurz Oberpullendorf eine außerordentliche BFV-Hauptversammlung beschlossen, bei der er vom BFV-Wahlausschuss als Kandidat zur Wahl nominiert wurde. Noch ist Wutzlhofer auch Rechtsmittelreferent. Hier wird ihm Heinz Manninger folgen, auch er steht zur Wahl. Das alles ist Fakt.
Ob Georg Pangl für ein etwaiges Comeback als Gegenkandidat zur Wahl stehen wird, ist hingegen noch offen. 27 Vereine unterstützten einen Antrag auf eine außerordentliche Hauptversammlung. Der BFV-Vorstand kam dem aber im Rahmen einer Vorstandssitzung vergangene Woche zuvor und setzte die für Dezember geplante Hauptversammlung nun auf den besagten 17. Juni an, um „Klarheit zu schaffen“.
Wer als offizieller externer Kandidat antreten will, braucht bis drei Wochen vorher (also bis 27. Mai) einen entsprechenden Antrag, der von mindestens 10 Prozent der ordentlichen 167 Mitglieder – 17 Vereinen – gestützt ist. Alle anderen Anträge nach dieser Frist bräuchten bei der Hauptversammlung eine Zweidrittelmehrheit, um überhaupt zugelassen und behandelt zu werden.
Zuletzt tauchten Gerüchte auf, wonach ein weiterer Kandidat ins Rennen kommen könnte: Bernd Dallos, ehemaliger Fußballprofi (u.a. Sportclub, Vienna, Admira), in der Zeit danach lange Jahre Geschäftsführer im VIVA-Landessportzentrum Steinbrunn und mittlerweile Prokurist der Sport Burgenland GmbH. So könnte Dallos im möglichen Spannungsfeld Wutzlhofer-Pangl als „Kompromisskandidat“ forciert werden.
Der Haken: Mit Dallos selbst hat noch kein Vereinsvertreter gesprochen, wie der 58-Jährige auf BVZ-Nachfrage erklärte. „Ich bin selbst überrascht gewesen, als ich darauf angesprochen worden bin. Mich hat kein Verein kontaktiert und ich habe mich mit diesem Thema auch überhaupt nicht befasst, keinen Millimeter. Aktuell bin ich wirklich glücklich mit den Projekten und den Aufgaben in der Sport Burgenland GmbH.“ Schmunzelnder Nachsatz: „Vielleicht habe ich im Fußball ja doch das eine oder andere richtig gemacht.“ Dennoch ist die aufgekommene Meldung aktuell eben nicht mehr als ein Gerücht.