Die besten Mittel und Tipps gegen Blattläuse
Bio-Garten
Blätter kräuseln sich und kleben: Das Auftreten von Blattläusen schwächt Pflanzen und trübt die Freude an Rosen und Co.
Besonders an jungen frischen Trieben sammeln sich gerne in üppiger Anzahl die kleinen Plagegeister.
© Shutterstock/Dan Gabriel Atanasie
Ein Befall von Blattläusen äußert sich schnell: Meist an jungen Trieben zeigen sich Kräuselung oder ein Einrollen der Blätter und die Pflanze klebt von den Sekreten der Schädlinge. Später treten Wachstumsstörungen auf.
Bei starkem Befall können die betroffenen Teile oder sogar ganze Pflanzen absterben. Auf den Honigtauausscheidungen der Blattläuse können sich zusätzlich schwarze Rußtaupilze ansiedeln.
Ein Problem - viele Arten
Es gibt verschiedene Blattlausarten, die zum Teil auch nur auf bestimmten Pflanzen auftreten, z.B. schwarze Bohnenlaus, grüne Pfirsichblattlaus. Der Schaden an den Pflanzen entsteht durch die Saugtätigkeit der Läuse.
Im Freien überwintern Blattläuse meist als Ei. Die im Frühling schlüpfenden Blattläuse und ihre Nachkommen sind den ganzen Sommer über in der Lage, sich ohne weitere Befruchtung weiter zu vermehren. Sie sind lebendgebährend. Gegen Ende der Vegetationsperiode bilden sich wieder Geschlechtstiere, welche Eier zur Überwinterung ablegen.
Vorbeugende Maßnahmen
Gesunde Pflanzen ertragen auch einen stärkeren Blattlausbefall, ohne beachtlich geschädigt zu werden. Der richtige Standort, eine gute Bodenpflege und eine ausgewogene Ernährung (weder Unter-, noch Überdüngung) sind dabei Voraussetzung.
Hilfe gibt es außerdem von der Natur durch natürliche Fressfeinde. Zu diesen zählen: Marienkäfer, Florfliege, Schwebfliege, Schlufwespe, Raubwanze, Ohrwurm, Vögel, Fledermäuse, Hornissen, Wespen. Diese Nützlinge tauchen kurz nach dem Befall der Blattläuse von selbst auf und freuen sich über das Festmahl.
Direkte Maßnahmen
- Entfernen und Abstreifen der Läuse, im zeitigen Frühjahr zerdrücken der Blattlaus-Stammmütter (die ersten Blattläuse).
- befallene, taunasse Triebe mit Gesteinsmehl oder Algenkalkstaub bestäuben (Atemschutz verwenden - das feine Pulver soll nicht eingeatmet werden).
- Pflanzen mit starkem Wasserstrahl mehrmals gründlich absprühen (möglichst morgens oder am Vormittag).
- Nützlingseinsatz in Innenräumen und Gewächshaus: Florfliegenlarven, Schlupfwespen, Gallmückenlarven und Marienkäfer
- Nützlingseinsatz im Freien: Florfliegenlarven und Marienkäfer
- Schmierseifenlösung auf Pflanzenbasis: nur bei sehr starkem Befall anwenden, da auch Nützlinge abgetötet werden können. 1 Esslöffel Schmierseife auf 1 L Wasser.
- Neem-Präparate spritzen - nur bei sehr starkem Befall, denn auch dabei können Nützlinge abgetötet werden!
Alle mit dem Gütesiegel „biologisch gärtnern“ ausgezeichneten Produkte finden sich auf www.biologischgaertnern.at

© Shutterstock/La Huertina De Toni

Marienkäfer gehören zu den natürlichen Fressfeinden von Blattläusen.
© Shutterstock/Szabadi Jeno Tibor