A4 wird zwischen Schwechat und Knoten Prater zur Mega-Baustelle
Bis Ende 2026
Der Knoten Schwechat wird zum Leidwesen vieler Pendler derzeit generalsaniert. Nun kommt es für Autofahrer noch dicker: Mit Ende Juli starten die Instandsetzungsarbeiten zwischen Südosttangente und Schwechat. Die Ostautobahn wird damit bis Ende 2026 zur Dauerbaustelle.
Neben den Arbeiten direkt am Knoten Schwechat geht die Asfinag mit Ende Juli auch die Sanierung des Teilstücks bis zur A23 an.
© Burggraf
Ende 1982 waren die ersten knapp zwölf Kilometer der Ostautobahn A4 bis zur heutigen Ausfahrt Flughafen fertig. Während das Teilstück auf niederösterreichischer Seite vom Knoten Schwechat bis zum Flughafen bereits vor Jahren saniert wurde, wird zwischen Wien und Schwechat noch heute auf mehr als 40 Jahre alten Betonplatten gefahren. Seit Jahren kämpft der Autobahnbetreiber „Asfinag“ mit Kantenausbrüchen auf der Fahrbahn, wie Thomas Kozakov gegenüber dem ORF festhält.
Er ist Projektleiter für die „dringend notwendige“ Generalsanierung der A4 zwischen den Knoten Prater und Schwechat. Im Schwechater Bereich wird bereits seit rund drei Monaten saniert, mit Ende Juli geht es nun auf Wiener Seite los. Dann wird die Ostautobahn auf der Gesamtlänge von etwa acht Kilometern in beiden Fahrtrichtung zur jahrelangen Mega-Baustelle mutieren. Denn während die Arbeiten am Knoten Schwechat mit August 2026 abgeschlossen sein sollen, wird es im Wiener Abschnitt bis Ende 2026 dauern.
© Asfinag
Neben dem Fahrbahnbelag, der künftig aus Asphalt statt Beton ausgeführt sein wird, werden auch Leitschienen, Stützmauern und Brücken von Grund auf erneuert. Teil der Sanierung ist zudem ein modernes Beleuchtungssystem in LED-Technik, die Errichtung einer acht Meter hohen Lärmschutzwand, eine zeitgemäße Entwässerungseinrichtung und ein durchgehender Pannenstreifen. Im Baustellenbereich wird Tempo 60 samt Überwachung per Section Control gelten.
Auswirkungen auch auf den Radweg
Damit die A4 auch während der Bauphase bis Ende 2026 aus stets zwei Fahrspuren je Fahrtrichtung bestehen kann, muss das Teilstück zwischen Knoten Prater und Simmeringer Haide verbreitert werden. Die Projektkosten beziffert die Asfinag mit 122 Millionen Euro, die Sanierung des Knoten Schwechats kostet weitere 35 Millionen Euro.
Auswirkungen wird das Vorhaben auch auf den Radweg neben der A4 zwischen Knoten Prater und Schrägseilbrücke haben. Dieser wird von heuer Oktober bis Dezember 2025 auf das andere Donaukanalufer verlegt, wo ein temporärer Radweg entstehen wird. Nach dem Abschluss der Sanierung wird der derzeitige Radweg wieder hergestellt.