Wiesen: Drei Tage lang Capoeira, Afro-Dance und Samba

Brasilianische Kampfkunst

Zweimal pro Jahr veranstaltet der Verein Capoeira BP Wiesen ein mehrtägiges Event. Das letzte fand vom 14. bis 16. November statt. In der Turnhalle Wiesen nahmen rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer teil – sie kamen aus Budapest, Wien, Niederösterreich und dem Burgenland.

Zahlreiche Teilnehmer beim Event des Capoeira BP Wiesen.

Zahlreiche Teilnehmer beim Event des Capoeira BP Wiesen.

© zVg

Bei der Veranstaltung waren zehn Capoeira-Lehrer vor Ort – sogar einer aus Australien und einer aus Brasilien. Wie üblich bei Capoeira-Trainings gab es auch diesmal jede Menge Live-Musik.

„Es war ein sehr vielfältiges Programm. Es wurden nicht nur Capoeira-, sondern auch Afrodance- und Samba-Workshops angeboten. Die Trainierenden haben Gürtel verliehen bekommen. Dieses Ritual wird einmal pro Jahr durchgeführt“, berichtet Vereins-Kassierin Juliane Bogner.

Der Verein Capoeira BP Wiesen wurde vor acht Jahren gegründet. „Capoeira-Meister Samuel Vieira hat Kurse in Budapest und Sopron gegeben und war Ende 2016 im Bezirk Mattersburg auf der Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit für Capoeira-Trainings. Er hat zunächst bei Schulen angefragt. Bei einer wurde ihm mitgeteilt, dass eigentlich das Jazz Pub eine geeignete Location wäre“, so Bogner, die das Jazz Pub mit ihrer Familie betreibt.

Für Juliane Bogner war Capoeira damals bereits ein Begriff. „Mit unserer Salsa-Truppe waren wir einige Jahre davor in Graz beim Karneval, wo auch eine Capoeira-Show aufgeführt wurde. Eigentlich hat mich bereits damals das Capoeira-Fieber gepackt“, so Bogner.

Und so lag es natürlich auf der Hand, Samuel Vieira die Möglichkeit zu geben, im Jazz Pub Kurse anzubieten. Und 2017 entschloss man sich, den Verein zu gründen.

Aktuell organisiert der Verein Kurse an drei Standorten: montags in Wiener Neustadt, mittwochs und donnerstags in Wien und freitags in Wiesen.

Capoeira entstand in Brasilien während der Kolonialzeit und verbindet Elemente aus Kampftechniken, Tanz, Akrobatik und Musik.

Das Schöne für Juliane Bogner an Capoeira? „Capoeira hat einen multikulturellen Charakter. Es ist stets Musik dabei. Da auf Portugiesisch gesungen wird, erlernt man diese Sprache. Man macht Fitness in der Gemeinschaft. Man setzt sich Ziele – zum Beispiel, einen Handstand zu schaffen oder ein Rad schlagen zu können – und man animiert auch die Kinder zur Bewegung“, so Bogner abschließend.