Burnout: Ein Neusiedler Phönix aus der Asche
Buchpräsentation
Der Neusiedler Paul-Christian Goigner schrieb ein Buch über Burnout, nachdem er selbst Betroffener war. Mit dem Buch will er anderen Hoffnung geben und Wege aus der Erkrankung aufzeigen.
Paul-Christian Goigner präsentiert sein erstes Buch „Danke, liebes Burnout! - Zurück zu dir selbst & zurück ins Licht“.
© Klaus Zwinger
Einschlafprobleme, kalte, schwitzige Hände, Antriebslosigkeit. Die ersten Anzeichen für ein Burnout werden den meisten Menschen aus erster Hand bekannt sein. Auch der Neusiedler Paul-Christian Goigner, seines Zeichens Kundenbetreuer einer großen Versicherungsgesellschaft, kennt die Symptomatik nur zu gut. Derartige Beschwerden können in stressigen Phasen auftreten und legen sich gemeinhin wieder, wenn diese überwunden sind.
Ein schleichendes Burnout
In Goigners Fall handelte es sich allerdings nicht um eine Phase, sondern um ein sich schleichend anbahnendes Burnout. Das war vor etwa drei bis vier Jahren. Im April des letzten Jahres war es dann schließlich so weit, dass die Zeichen seiner Erkrankung unübersehbar waren. „Ich habe Mittagspausen übersprungen und bis zu 14 Stunden am Tag gearbeitet. Ich war ein nervliches Wrack“, so der Neusiedler. Irgendwann ging es nicht mehr, es folgte der Absturz.
Mit der Diagnose "Burnout" konfrontiert, lernte er im Rahmen einer Gesprächstherapie, seine Prioritäten im Leben neu zu ordnen. Außerdem informierte er sich ausführlich und führte akribische Mitschriften zu allem, was er in seinem sechsmonatigen Krankenstand lernte. Es war ein Ausspruch seiner Therapeutin, die den 52-Jährigen schließlich eine Idee brachte: "Du hast schon so viel beisammen, da könnte man direkt ein Buch daraus machen".
Es sollte aber kein Sachbuch und auch keine wissenschaftliche Abhandlung sein. „Manche Bücher zu dem Thema waren teilweise hilfreich, aber für mich oft zu kalt und steril“. In seinem eigenen Buch wählte Goigner eine andere Herangehensweise. Er schildert seine Erfahrungsberichte aus erster Hand, verwoben mit Infos zu der Erkrankung und zahlreiche Übungen, die allesamt von einem "Märchen für Erwachsene" umrahmt werden.
Phönix aus der Asche
Ähnlich wie der Phönix aus seinem Buch tritt auch Goigner beim BVZ-Interview zuversichtlich und voller Lebensfreude auf. Sein Buch trägt nicht umsonst den Titel "Danke, liebes Burnout! - Zurück zu dir selbst & zurück ins Licht". Dankbar ist er dem Burnout heute, weil es ihm gar keine andere Wahl gelassen hat, als sein Leben zum Besseren zu ändern. „Viel zu lange glaubt man, dass man sich einfach nur 'mehr zusammenreißen muss', um etwa die erdrückende Arbeitslast in einem fordernden Beruf zu stemmen.“
Der Stress wird laut Goigner dann oft mit Sport, shoppen oder anderen Hobbys kompensiert, während man sich von Freunden und Familie abschottet und langsam immer gereizter und verzweifelter wird. Im Nachhinein rät er auf die Frage, wann man sich im Zweifelsfall Hilfe holen sollte: „Umgehend, sobald man einen ersten Verdacht hat.“
Das Buch ist in zahlreichen Buchhandlungen sowie auf Amazon, bei Thalia, Morawa und weiteren auf Bestellung erhältlich.