Neusiedl am See sucht Ideen für neue Sport- und Freizeitarena
Bürgerbeteiligung
Auf rund 6.000 Quadratmetern neben dem Grillplatz soll in Neusiedl am See eine neue Sport- und Freizeitarena entstehen. Welche Angebote dort Platz finden, soll die Bevölkerung mitentscheiden – auch die Skaterszene könnte dabei wieder einen eigenen Platz bekommen.
Mittels Fragebogen sammelt Neusiedl am See Ideen für eine neue Sport- und Freizeitarena.
© Birgit Böhm-Ritter
Wo früher Skateboards über Rampen rollten und Bälle über den Basketballplatz flogen, ist inzwischen ein Hotel entstanden. Der alte Skater- und Basketballplatz neben dem Hallenbad musste im Zuge des Hallenbad-Ausbaus im Frühjahr 2025 weichen. Für die Basketballerinnen und Basketballer gibt es mittlerweile eine neue Möglichkeit beim Bauhof. Die Skaterszene wartet hingegen weiterhin auf einen Ersatz.
Nun zeichnet sich eine Perspektive ab: Auf einer rund 6.000 Quadratmeter großen Fläche beim Grillplatz und Bauhof soll eine neue Sport- und Freizeitarena entstehen. Damit könnte auch jene Lücke geschlossen werden, die der Abbau der alten Skater-Rampen hinterlassen hat. Die Geräte waren allerdings bereits in die Jahre gekommen und konnten wegen ihres Zustands nicht einfach andernorts wieder aufgestellt werden. Gleichzeitig hatte die Stadtgemeinde weder Budget noch ein geeigneten Grundstück für eine zeitgemäße Lösung. Mit der nun geplanten Sport- und Freizeitarena beim Grillplatz könnte beides zusammengeführt werden.
Wie die neue Anlage aussehen soll, ist noch nicht endgültig festgelegt. Genau deshalb fragt die Stadtgemeinde jetzt nach. Der Fragebogen wird in den kommenden Tagen mit der Post zugestellt und kann auf Papier oder online (https://umfrage.neusiedlamsee.at/) ausgefüllt werden.
Die Finanzierung der Anlage sei gesichert, heißt es seitens der Stadtgemeinde. Genauere Angaben zum Kostenrahm gibt es allerdigs nicht. Auf BVZ-Anfrage meinte Bürgermeisterin Elisabeth Böhm: „Zum jetzigen Zeitpunkt können dazu noch keine konkreten Angaben gemacht werden. Da die Bürgerbefragung noch läuft und die Ergebnisse erst in die weitere Planung einfließen, stehen weder die genaue Ausgestaltung noch die damit verbundenen Kosten fest. Eine entsprechende Beschlussfassung im Gemeinderat ist daher ebenfalls noch nicht erfolgt.“
Es geht jedenfalls um mehr als die Frage, ob wieder Rampen aufgestellt werden. Zur Auswahl stehen Bewegungsangebote für alle Generationen, Padel-Tennis, ein Funcourt beziehungsweise Multifunktionssportplatz, Calisthenics – also Training mit dem eigenen Körpergewicht –, Kletter- und Balancegeräte sowie Skate- und Rollsportmöglichkeiten. Auch Spielangebote für Kleinkinder, Sitzgelegenheiten sowie Grün- und Schattenbereiche können ausgewählt werden. Maximal fünf Angebote können angekreuzt werden.
Die Stadt will damit auch klären, wie die Fläche von unterschiedlichen Altersgruppen genutzt werden könnte. Im Fragebogen wird deshalb neben den gewünschten Angeboten auch nach der Altersgruppe und der Verbindung zu Neusiedl am See gefragt. Teilnahmeberechtigt sind Menschen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz ebenso wie Personen. die etwa beruflich, über einen Verein oder als regelmäßige Gäste mit der Stadt verbunden sind.
Und auch der Name der neuen Anlage ist noch offen. Wer einen Vorschlag einreichen möchte, kann dies im Fragebogen tun. Die Ideen sollen in eine spätere Namensliste einfließen, über die anschließend abgestimmt wird. Die Beteiligung läuft bis 30. September 2026 und erfolgt anonym.
Bürgermeisterin Elisabeth Böhm verbindet mit dem Projekt einen Ort für verschiedene Generationen: „Mit der neuen Sport- und Freizeitarena möchten wir einen Ort schaffen, der von vielen Menschen gerne genutzt wird und unterschiedlichen Generationen Raum für Bewegung, Freizeit und Begegnung bietet. Die Finanzierung ist gesichert – nun geht es darum, gemeinsam einen Ort zu schaffen, der zu unserer Stadt passt und gerne genutzt wird. Ich lade daher alle Neusiedlerinnen und Neusiedler ein, sich an der Befragung zu beteiligen und ihre Ideen und Wünsche einzubringen,“