Die Bewerber um den Deutschkreutzer Ortschefsessel ganz persönlich
Bürgermeisterwahl
Am 13. September wählt Deutschkreutz einen neuen Ortschef. Vor der Wahl gewährten die Kandidaten der BVZ Einblicke in ihre Ziele, Werte und ihr Leben abseits der Politik.
Jürgen Hofer ist in seiner Freizeit gerne sportlich aktiv. Eva Heidenreich unternimmt gerne Ausflüge mit ihrem Sohn Gregor. Manfred Kölly genießt seine täglichen Spaziergänge mit Snoopy.
© Privat
Jürgen Hofer (SPÖ): Jürgen Hofer kandidiert für das Amt des Bürgermeisters, weil er „mit Leib und Seele Deutschkreutzer“ ist und „nach all den Jahren des Stillstandes und der Bedienung persönlicher Interessen dafür sorgen möchte, dass Deutschkreutz sein großes Potenzial wieder voll ausschöpfen kann.“ Dafür bringt er seine Erfahrung, Energie und Arbeitsbereitschaft ein. Ihm ist wichtig, seinen eingeschlagenen Weg fortzusetzen, bei dem man miteinander redet, anpackt und Dinge konsequent umsetzt.
Sein Ziel für Deutschkreutz beschreibt Hofer klar: „Mein Ziel ist eine Gemeinde, in der sich alle Generationen wohlfühlen. Wir müssen im Rahmen einer Gesamtvision in unsere Infrastruktur investieren, unsere Vereine und Betriebe unterstützen, unsere Kinder und Familien stärken und gleichzeitig verantwortungsvoll mit den Finanzen umgehen.“ Politisch steht er für ein offenes Ohr für die Bürger und „eine Politik, die Probleme nicht aufschiebt, sondern Lösungen sucht“.
Beruflich hat Jürgen Hofer eine kaufmännische Ausbildung absolviert und arbeitet im Konzern der Burgenland Energie. In seiner Freizeit spielt er leidenschaftlich gerne Tennis, fährt Rad oder verbringt Zeit mit Familie und Freunden.
Hofer engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich und ist aktuell Obmann des UTC Deutschkreutz. Früher war er bei der SJ aktiv sowie als Funktionär des Fußballvereins und organisierte mit dem Freizeitverein „Kelten87“ das legendäre „Deutschkreutzer Oktoberfest“. Für ihn steht fest: „Vereine und ehrenamtliche Tätigkeiten sind für mich ein wichtiger Teil unserer Gemeinde, weil sie Menschen zusammenbringen und Gemeinschaft schaffen“.
Sein größter Wunsch ist es, Deutschkreutz gemeinsam mit seinem Team und den Menschen „erfolgreich weiterzuentwickeln“, um den Ort schrittweise für zukünftige Generationen aufzustellen und dabei den Zusammenhalt zu bewahren.
Eva Heidenreich (ÖVP): Eva Heidenreich schöpft ihre Motivation aus dem Zuspruch der Bevölkerung sowie aus der Chance, „wirklich etwas zu bewirken und nicht nur aus der zweiten Reihe zu agieren. Dass ich eine Frau bin, macht es mir doppelt so schwer, da es immer noch viele Kritiker gibt, die einer Frau eine Führungsposition einfach nicht zutrauen. Ich möchte es aber mir und allen anderen beweisen, dass gutes Führen nicht laut sein muss, es bedeutet dass man zuhört. Politik wird für Menschen gemacht, nicht für Parteien! Und genau deshalb kandidiere ich als Bürgermeisterin. Weil mir Deutschkreutz und die Menschen, die hier leben sehr wichtig sind“.
Eva Heidenreichs zentrales Ziel für die Gemeinde ist es, „dass wieder Ruhe einkehrt und Deutschkreutz sich stetig weiterentwickelt und am Puls der Zeit bleibt“.
Wichtige Themen sind für sie leistbares Wohnen, moderne und gut ausgestattete Bildungseinrichtungen, eine florierende Gastronomie und ein wachsender Tourismus.
Beruflich arbeitet sie als diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester mit einer Zusatzausbildung im basalen und mittleren Pflegemanagement. In ihrer Freizeit liest sie sehr gerne, spielt Klavier zur Entspannung und unternimmt Kurztrips nach Wien mit ihrem Sohn. Zudem reist sie leidenschaftlich gerne in ferne Länder.
Während ihr früherer Traum war, jedes Land der Erde zu bereisen, wäre sie heute mit einer Reise auf die Galapagos-Inseln glücklich.
Politisch und ehrenamtlich blickt Eva Heidenreich auf langjährige Erfahrung zurück: Sie war viele Jahre in der JVP aktiv, ist derzeit Vorstandsmitglied im Tourismusverein und fungiert als Obfrau der ÖVP Deutschkreutz.
Ihre Zukunftspläne für die Gemeinde bezeichnet sie als „definitiv umsetzbar, wenn wir alle an einem Strang ziehen!“
Manfred Kölly (LBL): Manfred Kölly begründet seine erneute Kandidatur mit seiner tiefen Verbundenheit zu seiner Heimatgemeinde, seiner beinahe zwei Jahrzehnte umfassenden Erfahrung als Bürgermeister und seinem Gestaltungswillen. Er betont, dass er im Ruhestand die nötige Zeit fürs Bürgermeisteramt mitbringt, denn: „So eine große Gemeinde wie Deutschkreutz ist ein Fulltimejob, den man nicht nebenbei machen kann.“
Köllys Hauptziel ist das „Ende des Stillstandes und des Rückschritts“, um wieder mehr Lebensqualität zu erlangen und das vorhandene Potenzial der Blaufränkischlandgemeinde auszuschöpfen: „Ich wünsche mir, dass Deutschkreutz eine lebenswerte Gemeinde ist und bleibt, ein lebendiger harmonischer Ort mit starkem Zusammenhalt und mit gesunden Gemeindefinanzen“.
Ein großes Anliegen ist Manfred Kölly zudem, „dass Gemeinderatsbeschlüsse auch tatsächlich umgesetzt werden.“ Beruflich ist Kölly ein „sehr aktiver Pensionist“, der zuvor selbstständig im Baustoffhandel war. Heute arbeitet er noch als Geschäftsführer der Bioenergie und ist als Konsulent tätig. Seine Freizeit widmet er dem Schrauben an Oldtimern – so erfüllte er sich jüngst den Wunsch nach einem 850er BMW. Außerdem genießt er Spaziergänge mit seinem Hund Snoopy und kümmert sich um sein Alpaka Niki. Er schätzt zudem das Vereinsleben sehr und möchte Vereine, die er schon früher stark gefördert hat, auch künftig unterstützen. Er selbst ist Mitglied im AVC, beim Oldtimerclub sowie Ehrenpräsident und VIP-Mitglied des FC Blaufränkisch.
Kölly vertritt eine klare Linie bezüglich Wahlkampfkosten: „Für den Wahlkampf sollten keine öffentlichem Gelder verwerden“. Stattdessen schlägt er einen runden Tisch, eine Podiumsdiskussion, vor der Wahl vor, bei der alle Kandidaten den Bürgern Rede und Antwort stehen sollen.
Sternzeichen: Zwilling
Familienstand: glücklich verheiratet, 2 wunderbare Töchter
Berufswunsch als Kind: Fußballer
Im Gemeinderat seit: 2022
Politischer Werdegang: Seit 2022 im Gemeinderat, derzeit amtsführender Vizebürgermeister
Wenn ich nicht Kommunalpolitik mache, … bin ich am liebsten mit meiner Frau Rad fahren, am Tennisplatz oder verbringe Zeit mit Familie und Freunden
Darin bin ich wirklich gut… Organisieren, Dinge anzupacken und Lösungen suchen
Darin bin ich wirklich schlecht… im geduldig sein
Wir brauchen mehr... Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt
Wir brauchen weniger… Streit, Selbstdarstellung und Intrigen
Deutschkreutz in drei Worten… Heimat, Gemeinschaft, Zukunft
So sehe ich Deutschkreutz in zehn Jahren… Modern, lebenswert & als Vorzeigegemeinde im Blaufränkischland
Wenn ich gerade nicht in Deutschkreutz bin, bin ich am liebsten… irgendwo, wo ich abschalten und Zeit mit Familie und Freunden verbringen kann
Sternzeichen: Krebs
Familienstand: verheiratet aber getrennt, 1 Sohn
Berufswunsch als Kind: Visagistin am Broadway in New York
Im Gemeinderat seit: mit Unterbrechung seit 2007
Politischer Werdegang: Gemeinderat 2007-2009, dann wieder seit 2018, Gemeindevorstand seit 2022, Ortsparteiobfrau seit 2023
Wenn ich nicht Kommunalpolitik mache, arbeite ich beim praktischen Arzt in Deutschkreutz
Darin bin ich wirklich gut … zuhören
Darin bin ich wirklich schlecht… manche Dinge einfach hinzunehmen
Wir brauchen mehr... Frauen in der Politik
Wir brauchen weniger… Neid und Missgunst
Deutschkreutz in drei Worten… lebenswert, liebenswert, wunderschön
So sehe ich Deutschkreutz in zehn Jahren… ein Ort zum Wohlfühlen, wo die Streitereien wieder in den Hintergrund gerutscht sind und ein respektvoller Umgang den Alltag prägt
Wenn ich gerade nicht in Deutschkreutz bin, bin ich am liebsten… am Meer
Sternzeichen: Krebs
Familienstand: seit 49 Jahren verheiratet, 2 Söhne, 4 Enkel
Berufswunsch als Kind: Pilot
Im Gemeinderat seit: 1992
Politischer Werdegang: seit 1992 im Gemeinderat, 2002 – 2021 Bürgermeister, 2000–2005 und 2010–2020 Landtagsabgeordneter, seit 2021 im Gemeindevorstand
Wenn ich nicht Kommunalpolitik mache, … gibt es kaum. Bin eigentlich immer im Austausch mit den Menschen. Politik ist meine Leidenschaft
Darin bin ich wirklich gut… auf Menschen zugehen, Kontakte knüpfen und klare Worte finden
Darin bin ich wirklich schlecht… Geduld
Wir brauchen mehr... Lebensqualität und Perspektiven für die Jugend
Wir brauchen weniger… politische Diskussionen
Deutschkreutz in drei Worten… Lebendig, gemeinschaftlich, zukunftsorientiert
So sehe ich Deutschkreutz in zehn Jahren… In Bewegung. Mehr Miteinander und kein Gegeneinander
Wenn ich gerade nicht in Deutschkreutz bin, bin ich am liebsten… in Österreich unterwegs