Synagoge Kobersdorf im Fokus der Bildungsarbeit

Bundesförderung

Schulklassen, die die ehemalige Synagoge in Kobersdorf besuchen, können künftig finanziell stärker unterstützt werden. Der Lern- und Gedenkort wurde in den Mobilitätszuschuss des OeAD aufgenommen. Damit werden geführte Besuche inklusive Transport- und Vermittlungskosten künftig gefördert.

Mit der ehemaligen Synagoge Kobersdorf und dem Kreuzstadl Rechnitz wurden nun auch burgenländische Gedenkorte in die bundesweite Förderung aufgenommen.

Mit der ehemaligen Synagoge Kobersdorf und dem Kreuzstadl Rechnitz wurden nun auch burgenländische Gedenkorte in die bundesweite Förderung aufgenommen.

© LMS

Grundlage dafür ist eine neue Sonderrichtlinie des Bildungsministeriums, die seit 20. April gilt. Neben der ehemaligen Synagoge Kobersdorf wurde auch der Kreuzstadl Rechnitz in die Förderung aufgenommen. Bisher war ausschließlich das KZ Mauthausen Teil dieses Programms.

„Erinnerungskultur ist ein zentraler Bestandteil unserer demokratischen Verantwortung“, betont Doskozil. Ziel müsse es sein, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen“, sieht Landeshauptmann Hans Peter Doskozil darin ein wichtiges Signal für die Bildungsarbeit im Burgenland.

„Es ist ein wichtiges und starkes Signal, dass mit der ehemaligen Synagoge Kobersdorf und dem Kreuzstadl Rechnitz nun auch burgenländische Gedenkorte in die bundesweite Förderung aufgenommen wurden“, so Doskozil.

Auch Bildungslandesrätin Daniela Winkler begrüßt die neue Regelung. Der Besuch authentischer Orte wie Kobersdorf oder Rechnitz sei für Demokratieverständnis und historisches Bewusstsein von großem Wert.

Die ehemalige Synagoge Kobersdorf bietet bereits jetzt ein breites pädagogisches Angebot – von klassischen Führungen über Workshops zu Shoah-Education, Antisemitismusprävention und Extremismus bis hin zu Dialogformaten für Jugendliche.

Der Mobilitätszuschuss richtet sich an Schulklassen der 8. und 11. Schulstufe. Je nach Entfernung und Gesamtkosten beträgt die Förderung 250 oder 500 Euro pro Klasse.