Banges Warten auf den Heimflug: „Hoffen, dass die Lage stabil bleibt“
Burgenländer in Dubai
In der Krisenregion im Nahen Osten befinden sich nach wie vor zahlreiche Burgenländerinnen und Burgenländer. Einige Reisende sitzen in Dubai fest und warten auf einen sicheren Flug. Die Lage beschreiben sie als angespannt, man fühlt sich aber gut betreut. Das Außenministerium hat inzwischen auch Rückhol-Aktionen gestartet.
Burgenländische Reisende in Dubai: Der gebürtige Oberwarter Hans-Robert Leeb mit seiner Lebensgefährtin (Bild links), Lukas Roznyak und Michelle Reingruber aus dem Mittelburgenland (rechts).
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Unter den 17.700 Österreicherinnen und Österreichern in der Krisenregion im Nahen Osten befinden sich mehr als 2.600 Urlauber und Geschäftsreisende und auch einige Burgenländerinnen und Burgenländer.
Der gebürtige Oberwarter Hans-Robert Leeb etwa ist mit seiner Lebensgefährtin im Hotel Jumeirah Emirate Towers in Dubai „gestrandet“. Eigentlich sollte es jetzt schon wieder in die Heimat gehen, aber ob es klappen wird, bleibt derzeit offen. „Wir verbringen unseren Urlaub in einem tollen Hotel und sind dort bestens versorgt“, erzählt die Lebensgefährtin, deren Tochter und Schwiegersohn schon seit vielen Jahren in Dubai leben und arbeiten.
Das Paar berichtet von mehrfachem Alarm, das Hotel durfte man nicht verlassen. „Wir haben auch schon Knaller in der Luft gehört, als die Flugabwehr von Dubai Raketen oder Drohnen zerstört hat. Glücklicherweise sind keine Teile in unserer Nähe zu Boden gegangen.“ Man müsse jetzt abwarten, wie es weitergeht. „Die ganze Region ist ein Pulverfass. Wir können nur hoffen und beten, dass alles wieder gut wird.“
Annulliert wurde auch der Rückflug von Lukas Roznyak aus Lackendorf und Michelle Reingruber aus Stoob. Spätestens am Dienstag soll der Ersatzflug gehen: „Wir hoffen, dass die Lage weiterhin stabil bleibt und wir dann den sicheren Heimflug antreten können“, erzählt Lukas Roznayk. Mit einem mulmigen Bauchgefühl und Hintergedanken versuchen die beiden, das Beste daraus zu machen.
„Seit Montag ist die Lage ziemlich stabil, und die Vereinigten Arabischen Emirate sind sehr bemüht um die Sicherheit. Bis auf die Sperre des Luftraums und der Häfen gibt es keine Einschränkungen.“ Das war am Samstag, gleich nach der Ankunft, anders. „Da wurden wir mit Horror-Erignissen konfrontiert, die man sonst nur aus Filmen und Nachrichten kennt.“ Acht Stunden lang mussten die beiden Urlauber aus dem Mittelburgenland in einem Schutzraum im Hotel ausharren.
Im Landhaus steht man mit Reisenden aus dem Burgenland ebenfalls in Kontakt; man müsse jetzt alle rasch und sicher zurückbringen, fordert Landeshauptmann Hans Peter Doskozil Zusammenarbeit auf sämtlichen Ebenen. Der Krisenstab tagt auch laufend in Wien. Der erste Rückholflug soll noch am Mittwochabend landen, weitere Flüge waren bereits in Vorbereitung; auch auf dem Landweg werden Reisende aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar mit Bussen ins sichere Regionen gebracht.