Zarits & Mandl: ÖVP mit Länderachse ins Europa-Parlament
Burgenland-Besuch
Der Niederösterreicher Lukas Mandl ist der längstdienende Europa-Abgeordnete der ÖVP, Sicherheitssprecher - und als „Brücke zum Burgenland“ auch im regen Austausch mit Landesparteichef Christoph Zarits und Co. Bei einem Treffen in Eisenstadt und bei einer kleinen Tour durchs Land ging's um Sicherheit, Wirtschaft und natürlich auch um die Regionalförderungen.
Treffen in Eisenstadt. ÖVP-Landesparteiobmann Christoph Zarits und Europa-Parlamentarier Lukas Mandl (v.l.).
© Wolfgang Millendorfer
Beim Burgenland-Besuch tauschte sich der Europa-Abgeordnete mit der ÖVP-Spitze, mit Funktionärinnen und Funktionären zu den Themen der EU aus, die Krisen und Sicherheitsfragen spielten dabei eine zentrale Rolle. Abseits der Krisenherde sprach Landesparteiobmann Christoph Zarits aus burgenländischer Sicht die Migration an: Deshalb setze man nun, zusammen mit EU-Kommissar Magnus Brunner den Migrationspakt um.
Maßnahmen wie beschleunigte Asylverfahren und die Abschiebung in sichere Drittstaaten seien auch für die Situation im Burgenland maßgeblich, betonten Zarits und EU-Abgeordneter Lukas Mandl. Darüber hinaus gehe es darum, „Aufklärung in vielen Sprachen in anderen Teilen der Welt“ zu betreiben, „um harte Bekämpfung der organisierten Schlepperkriminalität und effektiven Außengrenzschutz“, so Mandl.
Seit 2017 ist Lukas Mandl Mitglied des Europäischen Parlaments, seit der EU-Wahl im Jahr 2024 nimmt der Niederösterreicher auch burgenländische Themen in die Union mit. In diesem Zusammenhang dreht sich zurzeit alles um den mehrjährigen Finanzrahmen und die geplante Neuaufstellung der Regionalförderung. Im Sinne eines „Europas der Regionen“ ist auch Mandl dagegen, die Verteilung der Gelder aus regionaler Hand abzuziehen.
Diesen Punkt sieht man ebenso kritisch wie das Land und der Ausschuss der Regionen, in dem auch ÖVP-Landtagsabgeordneter Thomas Steiner und SPÖ-Abgeordneter Robert Hergovich vertreten sind. Landesrat Heinrich Dorner hat sich zuletzt im Rahmen einer Brüssel-Reise ebenso für die Regionalförderungen stark gemacht. Der Tenor, den auch die ÖVP im Land unterstreicht: Man stehe zu einer starken EU, aber ebenso zum Föderalismus.
Bei seinem Burgenland-Besuch kam Lukas Mandl unter anderem auch mit Personalvertretern der Polizei zusammen. Das Land kennt er als Niederösterreicher gut, und auf seinen Reisen vor allem aus einem Grund: „Wenn ich beim Landeanflug den Neusiedler See sehe, dann weiß ich, dass ich schon fast zuhause bin!“