Von Nord bis Süd: Radlobby startet Aktionswoche für sicheres Überholen
Burgenland
Zu enges Überholen ist für Radfahrerinnen und Radfahrer nicht nur unangenehm, sondern gefährlich. Obwohl seit Oktober 2022 klare Mindestabstände gelten – im Ortsgebiet 1,5 Meter, auf Freilandstraßen zwei Meter – halten sich viele Autofahrerinnen und Autofahrer nicht daran. Die Radlobby Burgenland widmet diesem Thema von 10. bis 13. Juni 2025 eine landesweite Aktionswoche.
Die Radlobby macht auf den gesetzlichen verankerten Abstannd beim Überholen aufmerksam.
© Radlobby Parndorf
Gefährlich unterschätzt
Messungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) und der Radlobby belegen: Im Ortsgebiet unterschreiten 73 Prozent der Pkw-Lenkerinnen und -Lenker den vorgeschriebenen Überholabstand, auf Freilandstraßen sind es sogar 87 Prozent. Das bedeutet: Fast neun von zehn Autofahrerinnen und Autofahrern halten sich auf Landstraßen nicht an die gesetzlich festgelegte Distanz.

© Radlobby
Für Radfahrende ist das eine bedrohliche Realität. Ein enges Überholen mit hoher Geschwindigkeit kann sie in den Straßengraben drängen, zu Stürzen führen oder sie verunsichern. Besonders kritisch wird es, wenn das aus Unwissenheit geschieht. Viele wüssten gar nicht, wie viel Abstand tatsächlich erforderlich sei, heißt es seitens der Radlobby.
Aktionen von Nord bis Süd
Mit Unterstützung der Mobilitätszentrale Burgenland organisiert die Radlobby an mehreren Orten im ganzen Bundesland Aktionen und Informationsveranstaltungen.
- Parndorf: 11. Juni, 7–8 Uhr, Kreisverkehr Bruckerstraße / Neusiedlerstraße / Neudorferstraße
- Eisenstadt: 11. und 12. Juni jeweils von 7 bis 8 Uhr an stark frequentierten Kreuzungen; am 13. Juni ab 13 Uhr mit Infotisch im Einkaufszentrum EZE
- Breitenbrunn/Winden: 13. Juni, 7–8 Uhr, am Kreisverkehr der B50
- Oberwart: 11. Juni, 16–16:30 Uhr, am Kreisverkehr Umfahrungsstraße/Unterwarterstraße
- Güssing: 10. Juni, 16–17 Uhr, beim Einkaufszentrum an der Wiener Straße
- Rudersdorf: 12. Juni, 16–17 Uhr, am Antoniusplatz
Ziel: Sichtbarkeit und Bewusstsein
Die Radlobby fordert, an jenen Straßen, die über keine sichere Alternativroute verfügen, Informationstafeln zum Überholabstand zu errichten. Ziel sei es, sowohl das Regelwissen als auch das Problembewusstsein zu stärken. Denn jeder zusätzliche Meter Abstand bedeutet mehr Sicherheit für alle, die mit dem Fahrrad unterwegs sind.