1:0-Heimsieg: MSV gewann gegen St. Margarethen ohne zu glänzen

BURGENLANDLIGA

Für den MSV gab es gegen St. Margarethen einen knappen 1:0-Sieg, der in die Kategorie „Arbeitssieg“ fällt. Die Mannschaft von Trainer Franz Lederer bot dem Tabellenzweiten über weite Strecken Paroli.

1:0-Heimsieg: MSV gewann gegen St. Margarethen ohne zu glänzen

© Martin Ivansich

MSV - St. Margarethen 1:0.Die Kulisse passte: Mehr als 700 Zuschauer pilgerten ins Pappelstadion, um bei der Rückkehr von Trainer Franz Lederer ins Pappelstadion dabei zu sein. Mattersburg startete druckvoll: Bereits in der 5. Minute gab es Alarm im Strafraum als ein vermeintliches Elfer-Foul an Lukas Secco ungeahndet blieb. Kurz darauf vergab Bastian Lehner eine erste große Möglichkeit. Nach einer Viertelstunde wurde es blutig: Alois Höller wurde unglücklich am Kopf erwischt, eine klaffende Wunde war die Folge. Der Routinier musste ausgetauscht werden.

In der 27. Minute hatte St. Margarethen Glück: Niklas Lang tanzte durch den Strafraum, sein Abschluss landete jedoch am Pfosten. Wenige Minuten vor der Pause jubelten die Gäste. Allerdings nur wenige Sekunden. Ein Treffer, bei dem wohl Moaz El Rehim als Letzter dran war, wurde wegen Foulspiels an Mattersburgs Schlussmann Michael Stöger aberkannt (38.) - eine harte und zumindest diskussionswürdige Entscheidung.

Niklas Lang avancierte zum Matchwinner

Nach torloser erster Halbzeit fiel das goldene Tor kurz nach Wiederbeginn: Bei einem Gestocher im Strafraum reagierte Niklas Lang am schnellsten und schob zur 1:0-Führung für den MSV ein (52.). Keeper Michael Wenzl war diesmal machtlos, zeigte ansonsten aber eine herausragende Leistung, machte mehrere MSV-Chancen zunichte.

Ab Minute 65 drehte dann St. Margarethen auf: Angetrieben von einer starken Phase mit zahlreichen Standardsituationen drängten die Gäste auf den Ausgleich. Immer wieder wurde es im Strafraum der Mattersburger gefährlich – insbesondere durch Lukas Wenninger und Ernest Grvala. In der 69. Minute scheiterte Wenninger alleinstehend an MSV-Keeper Michael Stöger, wenig später rettete Adnan Garib bei enem Kopfball von Wenninger auf der Linie (73.). Auch weitere Freistöße und Eckbälle sorgten für Spannung, Mattersburg wankte, fiel aber nicht.

In der hektischen Schlussphase hatte dann allerdings St. Margarethen auch Glück: Der eingewechselte Philipp Schmiedl vergab die große Chance auf die endgültige Entscheidung für Mattersburg (90.+1). So blieb es beim knappen Sieg für Mattersburg – und bei einer bitteren Rückkehr für Franz Lederer, dessen Team sich teuer verkaufte. „Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich zufrieden, mit dem Resultat natürlich nicht", sagte Lederer.

„Wir sind gut ins Spiel gestartet, danach war es eine ausgeglichene Partie. St. Margarethen steht nicht umsonst auf dem fünften Platz, hat uns das Leben richtig schwer gemacht. Trotzdem war der 1:0-Sieg am Ende verdient“, so der Sportliche Leiter des MSV, Mauro Abdihozdic.

Statistik

MSV 2020 - SV WAHA St. Margarethen 1:0 (0:0).-
Tor: 1:0 (52.) Lang.
Reserve:0:4 (Jäger 2, Köller, Wagner).
SR: Gökhan.- Pappelstadion, 777.
MSV:Michael Stöger; Höller (18. Garib), Leitgeb, Tobias Stöger, Kaiser; Muratcehajic, Ortner; Lehner (93. Pöttschacher), Secco, Müller; Lang(55. Schmiedl).
St. Margarethen:Michael Wenzl; El Rehim, Jusits, Kucher, El-Baali; Bosnjak; Mario Wenzl (86. Fortunits), Jovanovic (65. Wenninger), Grvala, Martin Weixelbaum (81. Rybansky); Dörfler.