Alois Höller gibt aktuell den MSV-Takt vor

BURGENLANDLIGA

Vor einem Monat beendete Alois Höller seine aktive Karriere. Doch ganz ohne Fußball geht es nicht. Der Ex-Profi ist nun Co-Trainer beim Mattersburger SV – und derzeit sogar hauptverantwortlich an der Seitenlinie. Weil Trainer Josef Kühbauer noch im Urlaub weilt, schwingt Co-Trainer Höller das MSV-Trainerzepter. Dem Neo-Coach macht die Arbeit viel Spaß und ab und zu wäre er gerne noch Spieler.

Feinjustierung am Spielfeldrand: Trainer Alois Höller gab beim Gastspiel in ZSP an der Taktiktafel in der Halbzeit Anweisungen. Das fruchtete, sein Team gewann am Ende 6:1.

Feinjustierung am Spielfeldrand: Trainer Alois Höller gab beim Gastspiel in ZSP an der Taktiktafel in der Halbzeit Anweisungen. Das fruchtete, sein Team gewann am Ende 6:1.

© Martin Ivansich

Rund einen Monat ist es her, dass Alois Höller seine aktive Karriere beendet hat – emotional war es, sogar eine Träne kullerte beim langjährigen Bundesliga-Kicker. Doch wer geglaubt hat, Höller verabschiedet sich nun gänzlich vom Fußball, liegt daneben: Der Mattersburger bleibt dem runden Leder treu – nun eben als Co-Trainer beim MSV.

Derzeit ist der 35-Jährige sogar Chefcoach auf Zeit: Cheftrainer Josef Kühbauer ist auf Urlaub, also übernimmt Höller das Kommando – und das mit Leidenschaft. „Es macht richtig viel Spaß mit den Jungs“, sagt er nach dem Testspiel gegen ZSP. Der MSV gewann mit 6:1, zeigte teils sehenswerte Spielzüge – doch der Ex-Profi bleibt kritisch: „Ich hätte lieber zu Null gespielt“, so Höller, der seine Defensivwurzeln nicht verleugnen kann. „Aber insgesamt haben wir uns viel vorgenommen und gut umgesetzt. Die Ansätze sind gut, darauf kann man aufbauen.“

Und wie es ihm auf der Trainerbank geht? „Es juckt schon noch“, gibt Höller ehrlich zu. „Manchmal würde ich schon gerne wieder die Fußballschuhe anziehen und auf das Feld laufen – aber eher nur beim Match. Die Vorbereitung kenne ich ja. Da müsste ich nicht bei jeder Schinderei dabei sein“, lacht er.