An welchen Schrauben der SK Pama in der Winterpause gedreht hat
Burgenlandliga
Als eines von drei Teams ist der SK Pama noch ungeschlagen, hat wie Leader Mattersburg acht Punkte geholt. Was ist passiert mit dem Klub, den viele noch in der Winterpause auf der Liste der potenziellen Absteiger weit unten gesehen haben?
Ein Erfolgsgeheimnis des SK Pama für dem tollen Rückrundenstart ist auch der Zusammenhalt in der Mannschaft
© Günther Pavlovics
Nach den 13 Punkten im Herbst wollte und musste der Klub etwas tun. Musste - weil mit Timotej Toth ein verlässlicher Innenverteidiger seine Karriere beendet hat. Wollte - weil man seinen Spielstiel schärfen wollte. Obmann Dietmar Steiner erklärt: „Wir wollten unsere Flügel stärken, wollten dort mehr Tempo bekommen. Denn mit Marcel Szikonya haben wir einen Mittelstürmer, der im Strafraum extrem gefährlich ist." Und so baute man um, baute unter anderem Zentrumspieler ab. So durfte Jakub Hronec zu St. Margarethen gehen, der Zentrumspieler musste auf der Seite spielen, weil unter anderem Daniel Toth auf seiner Position spielte.
Die Zwillinge die in Pama aufgewachsen sind
Steiner sieht den Herbst nicht so kritisch, obwohl man mit zwei Punkten Rückstand auf den 13. auf einem Abstiegsplatz überwinterte. „Manchmal waren wir unkonzentriert, manchmal hatten wir Pech und knapp verloren", erklärt der Obmann. Trotzdem analysierte man auch die sportlichen Defizite und reagiert. Pama schaute im Winter auch darauf, die Tiefe im Kader zu stärken. Man holte das slowakische Brüderpaar Michal und Matej Maas aus Neusiedl. Steiner: „Sie sind jung und spritzig. Und wir kennen die Zwillinge ja gut, weil sie bei uns in der Gemeinde in den Kindergarten und in die Volksschule gegangen sind." Die 20-Jährigen hatten den Sprung zu Stammspielern in der Regionalliga nicht geschafft, bei Pama haben sie in der Burgenlandliga sofort eingeschlagen. Steiner: „Jetzt haben wir von 1 bis 15 fast gleichwertige Spieler." Und so fällt es derzeit kaum ins Gewicht, wenn wie beim 3:0 gegen Kohfidisch Neuzugang Robert Rak gesperrt ist. Oder wenn Sebastian Toth nach Verletzungsproblemen in der Vorbereitung erst langsam wieder voll in den Saft kommt. Oder wenn sich Marko Simoncic gleich im ersten Spiel des Frühjahrs in Deutschkreutz verletzt hat.
Der SK investiert sehr viel in die Infrastruktur
Beim Umbau hat man auch auf die Persönlichkeiten geschaut. Steiner: „Die Spieler passen auch charakterlich zusammen." Das merkt man unter anderem auch an der Defensivarbeit als Kollektiv. „Wir stehen hinten sehr gut", sagt David Pototschnig, stellvertretender Sektionsleiter, Kapitän und Abwehrchef. „Wir wollten weniger Tore bekommen, das haben wir geschafft. Wir haben heuer erst einen Gegentreffer zugelassen." Steiner fügt hinzu: „Und das war ein Elfer." Im ersten Spiel des Jahres 2026 gab es ein 2:1 in Deutschkreutz.
Das Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt, es wird auch in die Infrastruktur investiert. „SKP111“ heißt das Infrastrukturprojekt, das in Planung ist und Maßnahmen bis zum 111. Geburtstag des Klubs im Jahr 2035 umfasst. Das Flutlicht wurde schon saniert, jetzt kommen Kabinen und Kantine dran, eine Tribüne ist in Planung. Steiner: „Wir haben rund 80 Kinder, da wird es oft eng mit Plätzen und Kabinen."