ASK Horitschon: Wermutstropfen als Mini-Dämpfer
Burgenlandliga
Horitschons Entwicklung geht unter neuer Führung unumstritten in die richtige Richtung. Dafür erreichte Cheftrainer Luca Wirtitsch eine Hiobsbotschaft.
Horitschons Übungsleiter Luca Wirtitsch sieht, wie seine Jungs sich gut weiterentwickeln - und trotzdem noch genügend Lernbedarf hat.
© Gernot Heinzlmayer
Am Transfermarkt wurde Horitschon nicht mehr aktiv - es blieb alles beim Alten. In bedingter Hinsicht zumindest - denn sechs neue, teils altbekannte Gesichter sollen es sein, die Horitschon wieder in die obere Tabellenhälfte befördern sollen. Doch die stehen schon länger fest. Was sich spontan ergab, war das erste Training auf heimischem Grün – die Bedingungen ließen es endlich zu. Dennoch wurde nebenbei noch einmal in der Halle und auf Kunstrasen trainiert.
Eine erfolgreiche Trainingswoche, meint Chefcoach Luca Wirtitsch. Besonders deswegen, weil man am Wochenende überzeugen konnte. Scheiblingkirchen-Warth - seines Zeichens Tabellenführer der ersten niederösterreichischen Landesliga - konnte mit 0:1 bezwungen werden. „Kompliment an mein Team. Wir hatten bisher immer nur eine Halbzeit auf die Platte gebracht, dieses Mal waren es beide“, lobte Wirtitsch.
Der eben viele Elemente beobachten durfte, die hinter den Kulissen fleißig einstudiert werden. Die Entwicklungskurve zeigt demnach ganz eindeutig nach oben. Allen voran freut das natürlich diejenige Person, die besagte Elemente vorgibt. „Wie sich die Jungs an konkrete Pläne halten können, im Training alles aufsaugen und das im letzten Spiel auch umsetzen konnten, ist schon wirklich top“, kann sich der Übungsleiter nicht beklagen.
Gleichzeitig lässt er die entstehende Euphorie aber nicht Überhand ergreifen: „Man muss die Kirche schon im Dorf lassen. Wir sind auf einem guten Weg, aber es gibt noch genug zu tun und viele Lösungen, an denen wir arbeiten müssen“,
Unterschiedsspieler out
Etwas, das deutlich weniger Freude beim Coach auslöst, ist die Verletzung von Adam Horvath. Der Ungar zog sich im letzten Probegalopp einen Bruch des Kahnbeins - einem der acht kurzen Knochen der Handwurzel - zu und wird aller Voraussicht nach länger ausfallen. „Das ist schon ein Wermutstropfen. Er ist sicher einer unserer Unterschiedsspieler und hat jetzt einen ziemlich unglücklichen Bruch, dessen Heilungsverlauf sicherlich kompliziert ist“, seufzt Wirtitsch, dessen Klub aber genau für solche unvorhersehbaren Situationen seinen Kader verbreitert hat.

© Gernot Heinzlmayer
Demnach sorgt Horvaths Ausfall für kein Kopfzerbrechen. Zumal Lukas Heinicker in seiner Rolle als Abnehmer immer mehr überzeugt. Gegen Scheibling stand der Stürmer das erste Mal über die volle Distanz auf dem Feld und sorgte nur für den einzigen Treffer des Nachmittags.