Bei St. Margarethen ist der Knoten nicht geplatzt, sondern explodiert

Burgenlandliga

Nach vier Spielen mit nur einem Punkt und keinem erzielten Tor fertigte St. Margarethen daheim die SPG Edelserpentin gleich mit 4:0 ab.

St. Margarethen hatte gegen Edelserpentin gleich vier Mal etwas zu feiern

St. Margarethen hatte gegen Edelserpentin gleich vier Mal etwas zu feiern

© Günther Pavlovics

St. Margarethen - Edelserpentin 4:0.Martin Weixelbaum hätte am liebsten die ganze Welt umarmt, zumindest aber alle Zuschauer im Greaboch-Stadion. Dort waren am Samstag nur 250 gekommen, Osterferien und das Schlechtwetter sorgten für eine Minuskulisse. Dabei gab es einiges zu feiern, denn St. Margarethen gelang nicht nur der erste Sieg im Jahr 2026, sondern auch das erste Tor. Und nicht nur das, es wurden gleich vier Tore.

Dabei schien die Partie unter keinem guten Stern zu stehen. Igor Bosnjak war erkrankt und fehlte schon im Abschlusstraining. Dabei verletzte sich mit Jakub Hronec der nächste Mittelfeldspieler. „Die, die auf dem Platz waren, haben es aber gut gemacht", sagte Franz Lederer. Der Trainer musste wieder in die Jugend-Kiste greifen und stellte Tobias Schindler in die Startelf. Damit begannen acht Spieler, die aus St. Margarethen sind oder dort schon im Nachwuchs ausgebildet worden sind. St. Margarethen begann nicht wie die schlechteste Mannschaft der Rückrunde, sondern war spielbestimmend. Allerdings schien das Selbstvertrauen von Aktion zu Aktion zu schwinden. Da hielt Edelserpentin-Tormann Nico Reinprecht einen gut angetragenen Weitschuss, da wollte Ahmed El-Baali noch einmal quer spielen, statt abzuschließen. Und die beste Chance war eine Doppelchance - nach schönem Pass von Weixelbaum schob Schindler den Ball an Reinprecht vorbei, doch Philip Ungerböck klärte noch vor der Linie. Der Ball kam zu El-Baali, der ihn an die Latte knallte. Der Ball lief wie auf einer schiefen Ebene, aber nicht ins Tor von Edelserpentin. Nach einer Ecke von Dominik Csomos kam der Ball zu Martin Weixelbaum, der aus 20 Metern schoss und genau ins Eck traf. Der Kapitän selbst hatte nach 400 Minuten den Bann gebrochen und wurde überschwänglich gefeiert.

Nach Seitenwechsel sorgte der nächste Führungsspieler für noch ruhigere Nerven. Wieder ging ein Eckball voraus, diesmal köpfelte Abwehrchef Thomas Jusits ins Tor. Und schließlich platzte auch bei Dominik Csomos der Knoten. Der 23-jährige Ungar staubte ab, nachdem Reinprecht einen Schuss von Mario Wenzl pariert hatte. Und nach schönem Zuspiel von David Granabetter traf Csomos zum zehnten Mal in dieser Saison, zum ersten Mal seit Mitte November.

Damit ist bei St. Margarethen der Knoten nicht nur geplatzt, sondern explodiert. Und das gegen die Mannschaft, die bis dahin die wenigsten Tore nach Mattersburg und Eberau kassiert hatte. Trainer Michael Horvath setzte auch in St. Margarethen auf Defensive mit einer Fünfer-Kette und einem defensiven Mittelfeldspieler davor. Doch die sonst solide Verteidigungsarbeit konnte diesmal die Lücken nicht schließen, die die St. Margarethner Offensive riss. „Und endlich haben wir das zu Ende gebracht, was uns in den Spielen davor nicht gelungen ist", durfte sich Lederer freuen.

Statistik

SV Sankt Margarethen - SpG Edelserpentin 4:0 (1:0).
1:0 (35.) Martin Weixelbaum, 2:0 (50.) Jusits, 3:0 (56.) Csomos, 4:0 (75.) Csomos.
SR: Maxharri, 250.
Sankt Margarethen: Michael Wenzl; Granabetter, Jusits, Philipp Wenzl, Fortunits; Schindler (80. Markus Weixelbaum), El-Baali (80. Janisch), Martin Weixelbaum, Mario Wenzl; Dörfler, Csomos (90. Kroyer).
Edelserpentin: Reinprecht; Czuczi, Halwachs (65. D. Kirnbauer), Ungerböck, Zupanko, Deme; Varga (38. Forintos); Sperl, Szabo; Mucolli (76. Leirer), M. Kirnbauer.
Reserve: 2:0 (Markus Weixelbaum, Jäger).