Das Leithaprodersdorfer Kreuz mit den Kreuzbandrissen
Burgenlandliga
In den letzten eineinhalb Jahren haben sich schon sechs Spieler der Leithaprodersdorfer schwer am Knie verletzt und fielen etliche Monate aus.
Christian Berger verletzte sich im Training am Knie und ist eines von sechs Leithaprodersdorfer „Kreuzband-Opfern“.
© Günther Pavlovics
26. Juli 2024 bis 28. Feber 2026 sind etwas mehr als 580 Tage. In der Zeitrechnung des SV Leithaprodersdorf sind das sechs Kreuzbandrisse. Angefangen hat die Misere in der 2. Runde des Raiffeisen BFV-Cups im Sommer 2024. Schon in der 9. Minute musste Stephan Heiss vom Platz. Der Kapitän hatte sich ohne Fremdeinwirkung das Kreuzband gerissen und feierte erst ein Jahr später sein Comeback. Dem mittlerweile 31-jährigen Mittelfeldspieler klebt seither das Pech an den Beinen, im Herbst zog er sich in Halbturn kurz nach seiner Einwechslung eine Muskelverletzung zu. Zum Start der Vorbereitung ins Jahr 2026 verletzte er sich in Neusiedl am Knie, musste am Innenband operiert werden und kann erst diese Woche die Krücken weglegen.
Marcel Wölfer: Erst Einriss, dann kompletter Riss
Nur einen Monat nach der Verletzung von Stephan Heiss musste Marcel Wölfer im Liga-Heimspiel gegen Horitschon vom Platz. Der Innenverteidiger hatte sich das Kreuzband eingerissen. Fast zwei Monate dauerte es bis zum Comeback, das nicht einmal eine halbe Stunde dauerte - da riss das Kreuzband ganz. Der 33-Jährige spielte mittlerweile in Mattersburg und kam dort elf Monate nach seinem Bänderriss erstmals in der Liga zum Einsatz.
Daniel Svab beendete seine aktive Karriere
Aufgrund der Verletzung von Marcel Wölfer kam Daniel Svab in der Innenverteidigung zum Einsatz. Der Ungar, der seine Stärken als Außenverteidiger hat, war der Nächste in der schwarzen Serie. Im letzten Spiel im Herbst 2024 musste er gegen Bad Sauerbrunn nach nicht einmal einer halben Stunde vom Platz. Es war das letzte Bewerbsspiel für den 35-Jährigen, der mittlerweile seine Karriere beendet hat und Trainer der Leithaprodersdorfer Reserve ist.
Youngster Dominik Rigbi erwischte es in Parndorf
Nach den schwarzen vier Monaten war ein halbes Jahr Pause, ehe es den vierten Leithaprodersdorfer erwischte - zum vierten Mal in einem Spiel. Im Mai 2025 wurde Dominik Rigbi in Parndorf in der 87. Minute eingewechselt. In der kurzen Zeit bis zum Schlusspfiff riss beim 21-Jährigen, der im Sommer zu seinem Stammverein Wimpassing zurückkehrte, das Kreuzband.
Christian Berger verletzte sich im Training
Mehr als ein halbes Jahr nach Rigbi schlug das Kreuzband-Pech in Leithaprodersdorf wieder zu. Christian Berger erwischte es im Training in der Woche vor dem Saisonauftakt in St. Margarethen. Sportarzt Alexander Kmen stellte einen Riss des Meniskus fest, das Kreuzband ist zumindest eingerissen. Ob es tatsächlich gerissen ist, wird sich bei der Operation zeigen. Für die gab es vorerst erst im April einen Termin.
Jakob Schlang riss sich in der Reserve das Band
In St. Margarethen kam dann der sechste Kreuzbandriss dazu. Diesmal erwischte es im Spiel der Reserve den 20-jährigen Jakob Schlang.