Die Leithaprodersdorfer Jungspunde hielten sich lang gut, verloren aber 0:2
Burgenlandliga
Neun Stammspieler fehlten, fünf junge Eigenbauspieler standen in der Startelf, daher lag der Altersdurchschnitt des Kaders unter 20 Jahren. Es gab eine knappe 0:2-Niederlage gegen Deutschkreutz.
Leithaprodersdorf - Deutschkreutz 0:2.
© Günther Pavlovics
Leithaprodersdorf - Deutschkreutz 0:2.Die Leithaprodersdorfer ernteten nach der ersten Heimniederlage in diesem Jahr Applaus von den Fans. Die verziehen den Youngsters den Ausrutscher. Hatte doch der Platzsprecher stolz durchgesagt, dass der Altersdurchschnitt der Mannschaft 17,65 Jahre betrage, wobei es sich um eine Untertreibung handelte, aber nur eine leichte. Es handelte sich tatsächlich um eine Leistungsschau der Leithaprodersdorfer Nachwuchsarbeit. Gezwungenermaßen. Denn nur fünf Spieler der Stammformation standen in der Startelf. Es fehlte eine komplette Verteidigung. Christian Berger ist am Knie operiert, Julian Mihalits hat nach einem Schlag in die Kniekehle eine Zyste und fällt bis Saisonende aus. Christian Ehrnhofer war beruflich verhindert. Simeon Markhardt ist am Knie verletzt. Im Mittelfeld fehlte Nemanja Radivojevic gesperrt, Stephan Heiss ist seit dem Winter verletzt. Im Sturm sind Marco Pöschl und Noel Kustor verletzt. Levi Markhardt fiel wegen Fiebers aus.
Trainer Mario Santner fühlte sich wie in der Reserve-Kabine
© Günther Pavlovics
Und so standen mit Sebastian Dragschitz, Luca Pöschl, Luca Wimmer, Matthias Fromwald und Fabian Serdar fünf junge Eigenbauspieler in der Startelf, die einen Altersschnitt von 20,27 Jahren hatte, der 17-Mann-Kader wies ein Durchschnittsalter von 19,4 Jahren auf. „Als ich zur Spielerbesprechung reingegangen bin, habe ich gedacht, ich bin in der falschen Kabine, in der Kabine der Reserve", sagt Trainer Mario Santner. Keiner der Spieler war älter als 24 Jahre. Und mit Jonah Koch, Fabian Haberl und Philipp Hauser spielten nur drei Stammspieler auf ihrer Stammposition. Fabian Dinhof spielte nicht im Mittelfeld, sondern war Abwehrchef. Tobias Beran war diesmal Sturmspitze, und das mit Schmerzen, weil er im Training umgeknickt war.
Deutschkreutz vergab schon früh einen Elfer
Die junge Truppe brauchte etwas, um sich zu finden, weshalb Deutschkreutz mehr Spielanteile hatte. Und die große Chance auf die Führung. Nach einem Fehler von Sebastian Dragschitz, warf sich Tormann Fabian Haberl Angreifer Alexander Resner entgegen und holte ihn von den Beinen. Der Gefoulte schoss selbst, aber so harmlos, dass Haberl den Ball locker hielt. Die U-20-Auswahl wurde in der Folge immer stabiler, ließ nichts mehr zu. Deutschkreutz fiel auch nicht mehr ein als lange Diagonalbälle, die besonders dann gefährlich wurden, weil der schnelle Alexander Resner auf dem Platz war. Und dennoch gingen die Gäste in Führung. Leithaprodersdorf brachte nach einer Ecke den Ball nicht aus dem Strafraum, Haberl verflog sich, Fabiankovits war der Nutznießer des Patzers. Leithaprodersdorf hatte nicht mehr die Wucht und die Routine, um Druck auszuüben. So konnte kurz vor Schluss der eingewechselte Kristof Osze den Deckel auf die Partie machen.
Damit zog Deutschkreutz in der Rückrunde gleich mit Leithaprodersdorf als beste Mannschaft. Das war den Fans in der LeithArena aber egal, sie feierten nach Schlusspfiff ihre unterlegenen Youngsters. Immerhin kam 12 der 17 Kaderspieler aus Leithaprodersdorf oder Deutsch Brodersdorf. Santner sagt: „Das freut mich für die Fans und die jungen Spieler. Aber als Trainer muss ich ihnen sagen, dass wir so nicht um Platz zwei spielen können, sondern gegen den Abstieg spielen würden."
Statistik
Leithaprodersdorf - Deutschkreutz 0:2 (0:0).
0:1 (69.) Fabiankovits, 0:2 (89.) Osze.
SR: Tekeli. - LeithArena, 300.
Leithaprodersdorf: Haberl; Dragschitz, Fabian Dinhof, Wimmer, Koch; Luca Pöschl (88. Jakesch), Schühler, Fromwald; Serdar (72. Dillinger), Hauser; Beran.
Deutschkreutz: Horvath; Petö, Lipowsky, Godovitsch, Stutzenstein; Tobias Gager, Eric Neubauer (70. Scherz); Thumberger, Luca Treiber (58. Nemeth), Resner (88. Osze); Fabiankovits.
Reserve: 1:5 (Gottwald; Jonas Gager, Leon Treiber, Kollarich, Dorner, Steinwenker).