Die Siegendorfer stehen im Endspiel gegen Horitschon unter Siegzwang
Burgenlandliga
Will Siegendorf den Klassenerhalt schaffen, dann muss im Heimspiel gegen Horitschon ein Sieg her. Auch der Sieger des Duells der Nachzügler kann noch immer absteigen.
Unter Spielertrainer Dominik Wydra (l.) hat Siegendorf in der Rückrunde schon 19 Punkte geholt
© Martin Ivansich
Siegendorf - Horitschon; Freitag, 19.30 Uhr.Ein echtes Endspiel um den Klassenerhalt, der allerdings auch für den Sieger nicht feststehen wird. Beide Klubs müssen darauf hoffen, dass Klingenbach und Neudorf keine Siege mehr einfahren. Siegendorf wird bei Punktegleichheit ohnehin zurückgereiht. Horitschon hat das direkte Duell gegen Klingenbach verloren. Eines steht fest: Wenn Siegendorf verliert, ist der Abstieg besiegelt. Und bei einem Remis muss einer der beiden Vereine in die 2. Liga. Für Siegendorf ist ein Endspiel aber nichts Neues in diesem Frühjahr. „Das war gegen Klingenbach so, das war in St. Margarethen so. Wenn wir verloren hätten, wären wir schon weg gewesen“, sagt Spielertrainer Dominik Wydra. Daher bleibt das Ziel für das Meisterschaftsfinale, dass die beiden letzten Spiele gewonnen werden. Nach dem Heimspiel gegen Horitschon muss man noch nach Halbturn. Horitschon empfängt noch Kohfidisch. Klingenbach, das ebenfalls 30 Punkte auf dem Konto hat, spielt in Jennersdorf und daheim gegen den SK Pama. Neudorf, mit 35 Punkten, empfängt Oberpullendorf und muss noch nach Leithaprodersdorf.
Wydra, der im Winter gekommen ist: „Dann hätten wir im Frühjahr 25 Punkte geholt. Dann wäre es bitter, wenn wir absteigen müssten. Denn rechnet man hoch, wären das 50 Punkte in der Saison. Damit bist du ganz vorne.“ Für Siegendorf ebenfalls bitter ist die Tatsache, dass man im Duell mit den direkten Gegnern (im Falle eines Sieges gegen Horitschon) immer vorne wäre. Allerdings hat man das Sternchen, weil man wegen eines Wechselfehlers im Herbst gegen Neudorf am grünen Tisch verloren hat und deswegen bei Punktegleichheit immer nach hinten gereiht wird.
Etwas optimistischer, aber immer noch prekär
Horitschon wird zwar nicht zurückgereiht, sollte aber ebenso nicht verlieren. Geht man in Siegendorf leer aus, darf Klingenbach in Jennersdorf nicht gewinnen. Ansonsten beträgt der Abstand drei Punkte, der eine Runde vor Schluss nicht mehr überboten werden kann. Horitschon hätte im direkten Duell immer das Nachsehen. ASK-Cheftrainer Luca Wirtitsch ist kein Fan von Rechenspielen. Er bleibt in der Realität. Und die heißt seit Beginn der Rückrunde Abstiegskampf. „Es ist das wichtigste Spiel des Jahres. Wir alle wissen, worum es geht“, sagt er. Die Taktiktafel wird er im Auto lassen. Darauf wird es beim Ostliga-Absteiger nicht ankommen. „Wer es mehr will, und wer bereit ist, alles zu geben, der wird gewinnen. Wir werden jedenfalls mit dem Messer zwischen den Zähnen kommen“, spricht der Cheftrainer zudem von zusätzlichem Selbstvertrauen. Vergangene Woche gewann man gegen Bad Sauerbrunn mit 2:1.