Drei Spiele in sechs Tagen - müde Leithaprodersdorfer Vorstellung
Burgenlandliga
Lackenbach holte mit dem 1:1 beim Favoriten den zweiten Punkt in dieser Saison. Die Leithaprodersdorfer waren bemüht, aber weit weg von ihrer Topform.
Noel Kustor bereitete für Leithaprodersdorf gegen Lackenbach den Ausgleich zum 1:1 vor
© Günther Pavlovics
Leithaprodersdorf - Lackenbach 1:1. Trainer Mario Santner gönnte im dritten Spiel binnen sieben Tagen fast seiner gesamten Abwehr eine Pause, nur Julian Mihalits stand in der Startelf. Simeon Markhardt, Jonah Koch und Christian Ehrnhofer durften vorerst auf der Bank Platz nehmen. Sebastian Dragschitz, Manuel Haring und Nico Schühler begannen. Dass war es dann auch schon mit den Änderungen, denn Santner rotierte nicht so stark, dass es den Spielern schwindlig wurde. Sie waren so schon nervös genug. „Keine Ahnung warum. So offen waren wir selten", sagte Santner.
Nicht einmal 60 Sekunden waren gespielt, als der erste Lackenbacher Schuss aufs Tor von Fabian Haberl erlaubt wurde. Und es waren keine sieben Minuten von der Uhr gelaufen, als der Aufsteiger beim Favoriten in Führung ging. Benedek Tanyi setzte sich rechts gegen Nico Schühler durch, Adam Csire war nach dessen Stanglpass als Erster am Ball und traf ins Tor. Leithaprodersdorf machte zwar das Spiel, kam aber mit vielen Fehlpässen wieder aus dem Tritt. Nicht so in der 19. Minute, als Levi Markhardt auf Noel Kustor spielte, der uneigennützig zu Philipp Hauser passte, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste.
Die Erwartungshaltung in Leithaprodersdorf ist hoch
Das war es dann auch mit den Glücksmomenten auf Leithaprodersdorfer Seite. „Wir waren bemüht, aber das war es dann auch. Das war keine gute Vorstellung von uns", analysierte Santner. Wirklich Zwingendes gab es dann nicht mehr. „Die Wechsel brachten zwar Schwung, aber keine wirkliche Wende", sagte der Trainer, der nach einer Stunde mit Ehrnhofer, Koch, Simeon Markhardt und Stephan Heiss gleich vier Neue brachte. Lackenbach hingegen setzte immer wieder Nadelstiche, die aber meist neben dem Tor oder in den Händen von Fabian Haberl endeten. Und so konnte Santner nur sagen: „Positiv war, dass wir an diesem Tag nicht verloren haben." Man merke aber, dass die Ansprüche von außen höher sind als ein 1:1 gegen den Aufsteiger. „Die Spieler müssen lernen, mit diesem Druck umzugehen. Ich mache ihnen keinen Druck, habe gesagt, dass Lackenbach nur einen Punkt hat und daher Druck hat", sagte Santner. „Sie waren nach drei Spielen in sechs Tagen müde im Kopf", meinte er. Daher seien die spielfreien Tage wichtig, weil man erst am Sonntag beim SK Pama spielen muss.
Lackenbach ist endlich angekommen
SVL-Trainer Robert Serdar meinte: „In Wirklichkeit wäre mehr drin gewesen“, trauerte einem verpassten Premierensieg aber keineswegs hinterher: „Die Mannschaft hat wieder den nächsten Schritt gemacht und ist jetzt endgültig in der Liga angekommen.“ Erstaunlich ist, dass einem das genau zu jenem Zeitpunkt gelingt, als man mit Bad Sauerbrunn und Leithaprodersdorf in den letzten beiden Runden die heißesten Titelkandidaten forderte. Serdar erachtete das Timing als wenig relevant. „Du brauchst einfach diese Zeit, diese Lernphase – die haben wir gebraucht“, sagt er.
Statistik
Leithaprodersdorf - Lackenbach 1:1 (1:1).
0:1 (7.) Csire, 1:1 (19.) Hauser.
SR: Nemeth, 250.
Leithaprodersdorf: Haberl; Dragschitz (62. Simeon Markhardt), Haring (62. Ehrnhofer), Mihalits, Schühler (79. Koch); Dinhof, Radivojevic (62. Stephan Heiss); Beran (62. Fönyedi), Hauser; Kustor, Levi Markhardt.
Lackenbach: Wiemer; Vlasich, Etiz, Mehic, Exel (78. Robin Nusshall); Stammer, Schöll (62. Vozza); Tanyi (90. Amarowicz), Cvetkovic, Hajmasi (78. Wukowitsch); Csire (90. Karoly).
Reserve: 4:1 (Lorenz Fromwald, Dillinger, Marco Pöschl, Luca Pöschl; Amarowicz).