Dreier von Treiber - der kleinste Deutschkreutzer war der Größte

Burgenlandliga

Klingenbach hatte mehr vom Spiel, verlor aber 2:3. Denn der 24-jährige Luca Treiber sicherte den Deutschkreutzern mit drei Toren die drei Punkte.

Luca Treiber setzte in Klingenbach die Vorgaben seines Trainers Mike Hartl optimal um

Luca Treiber setzte in Klingenbach die Vorgaben seines Trainers Mike Hartl optimal um

© Strodl

Klingenbach - Deutschkreutz 2:3. Klingenbach hatte erst vor einer Woche die erste Niederlage in dieser Saison kassiert. Der zweite Nuller folgte sogleich mit einer bitteren Heimniederlage. Dabei war Klingenbach die spielbestimmende Mannschaft, doch Deutschkreutz setzte die beeindruckende Auswärtsserie fort, gab außerhalb des eigenen Stadions in drei Spielen noch keinen Punkt ab. „Wenn man drei so unnötige Tore kassiert, ist es schwer zu punkten", sagte Klingenbachs Trainer Thomas Klemenschitz. Der konnte wie schon eine Woche zuvor seinen Spielern nicht das Bemühen absprechen, doch man vergab zu viele Chancen und lässt zu viele Tore zu.

Bezeichnend war der schnelle Führungstreffer durch Luca Treiber, der sich bei einem Eckball in den Strafraum geschlichen hatte. Klemenschitz: „Der kleinste Spieler konnte nach einem Eckball mit dem Fuß die Führung erzielen." Danach aber drehte Klingenbach auf, und Deutschkreutz musste nicht viel für das Spiel tun, wurde aber mit schnellen Kontern immer wieder gefährlich. Klingenbachs Tormann Stefan Schuller rettete in höchster Not gegen David Thumberger, der alleine vor ihm auftauchte. Kurz danach rettete auf der anderen Seite Tormann Bruno Horvath nach einem Schuss von Michal Kozak, doch der Ball kam wieder zum Klingenbacher Angreifer, der im zweiten Versuch dann traf.

Klingenbach war in der Offensive nicht effektiv

Dreier von Treiber - der kleinste Deutschkreutzer war der Größte

© Günther Pavlovics

Klingenbach ging mit dem Ausgleich im Rücken in die Kabinen, kam hochmotiviert zurück. „Wir müssen aber im Torabschluss effektiver werden", sagte Klemenschitz angesichts der Tatsache, dass Michal Kozak, Raphael Federer und Branislav Sluka binnen fünf Minuten drei Hochkaräter vergeben haben. Ganz anders Luca Treiber, der nach einem Konter allein an der Strafraumgrenze auftauchte und den Ball unter die Latte knallte (52.). Nicht einmal eine Viertelstunde später sprintete der 24-Jährige nach einem langen Pass in den Raum, ließ den Ball einmal aufspringen und traf wieder sehenswert. Etwas später lieferte sich Treiber eine kleine Rangelei, wurde von Antonio Vidovic in die Schranken gewiesen. Der Klingenbacher und Treiber sahen Gelb, kurz vor Schluss hörte der dann den Applaus der Deutschreutzer Zuschauer, die beim Austausch seinen Triplepack mit Standing Ovations honorierten. Treiber machte an diesem Freitagabend den Unterschied.

Dabei gebührte auch seinem Trainer Mike Hartl ein Teil des Applauses. Der ließ Istvan Fabainkovits auf der Ersatzbank, für ihn lief Treiber im Sturmzentrum auf. Doch auch die restlichen taktischen Umstellungen gaben ihm Recht. Fabian Tröscher bereitete als linker Breitengeber den dritten Streich von Treiber vor, eine Reihe dahinter hatte Christian Stutzenstein als Linksverteidiger den schnellen Raphael Federer zumeist im Griff.

Klingenbach Anschlusstreffer in der Nachspielzeit

„Sie haben das viel besser gemacht als wir, sind fünf Mal, sechs Mal vors Tor gekommen und haben drei Mal getroffen. Sie waren ganz einfach effektiver", analysierte Klemenschitz. „Wir spielten zu kompliziert, die Flanken waren nicht gut." Dennoch gelang der Anschlusstreffer - aber zu spät (92.). Eric Neubauer wollte im Strafraum eine Hereingabe blocken, bekam den Ball aber an die Hand. Michael Kozak erzielte mit dem Straftstoß sein zweites Tor, aber es war eines zu wenig für eine Punkteteilung.

Statistik

Klingenbach - Deutschkreutz 2:3 (1:1).

0:1 (2.) Luca Treiber, 1:1 (41.) Kozak, 1:2 (52.) Luca Treiber, 1:3 (65.) Luca Treiber, 2:3 (92. Handelfer) Kozak.

SR: Tekeli, 250.

Klingenbach: Schuller; Luca Binder, Chribik, Ivancsits, Hartmann (74. Nucak); Sluka, Szorger, Stahleder (86. Bas), Federer; Vidovic, Kozak.

Deutschkreutz: Horvath; Furtner, Lipowsky, Godovitsch, Stutzenstein; Nagy (88. Eric Neubauer), Tobias Gager; Petö, Thumberger (78. Fabiankovits), Tröscher; Luca Treiber (84. Fellinger).

Reserve: 4:3 (Bas, Stiglitz, Schmiedl, Laubner; Leon Treiber, Kollarich, Jonas Gager).