Ein Trio für den Horitschoner Turnaround

Burgenlandliga

Beim ASK Horitschon rüstet man sich mit einem Legionör, einem Routinier und einem Youngster für die Rückrunde, die eben besser als der Herbst verlaufen soll.

Lukas Heinicker kickte bereits für Sankt Margarethen in der Burgenlandliga. Jetzt soll er das Sturmzentrum für Horitschon beleben.

Lukas Heinicker kickte bereits für Sankt Margarethen in der Burgenlandliga. Jetzt soll er das Sturmzentrum für Horitschon beleben.

© zVg, Wolfgang Granabetter

Den ersten Transfer verkündete man bereits vergangene Woche. Zsolt Ratkai kehrt als Goalie zurück nach Horitschon und ersetzt dort den nach nur einem halben Jahr scheidenden Marcus Scheiber. Dass die Transferperiode der Mittelburgenländer damit nicht vollständig abgeschlossen war, schien klar. Denn Horitschons Lage ist noch immer keine, um die man den ASK beneiden würde. Umso mehr macht es Sinn, dass man nach weiteren potentiellen Neuzugängen Ausschau hielt.

Eine Woche nach Ratkais Beorderung nehmen die Adaptionen des Kaders auch deutlich klarere Formen an. Seit geraumer Zeit sehnt man sich beim ASK nämlich nach einem Stürmer. Julian Konrad absolvierte zwar die ein oder andere gute Partie und verbesserte besonders sein Spiel ohne Ball, konnte letzten Endes aber nicht in die Fußstapfen von Erik Burai treten, der in der Hinrunde der abgelaufenenen Saison der X-Faktor für Horitschon war. Dementsprechend hoch sah Sportlicher Leiter Lukas Poglitsch den Bedarf nach einem neuen Abnehmer: „Wir wollten unbedingt einen Stürmer, und den haben wir jetzt.“ Der neue Neuner ist kein unbekanntes Gesicht im burgenländischen Fußball.

Lukas Heinicker kickte bereits für Sankt Margarethen und Wimpassing und ist zudem mit seinen 28 Jahren der nun erfahrenste Kicker in der Blaufränkischgemeinde. Logisch, dass dieser Wechsel, um den man sich in den letzten Wochen intensiv bemühte, Freude auslöst. „Mit diesem Transfer sind wir wirklich sehr zufrieden. Einen solchen Mann haben wir gebraucht“, sagt Poglitsch. Dessen Team wird nicht nur in persona Heinicker Torgefahr dazubekommen. Mark Sefer ist ungarischer Staatsbürger, 23 Jahre jung und kommt aus der Illes Akademia nach Horitschon.

Was Sefer so besonders macht? In der vierten Liga in Ungarn scorte er in dreizehn Spielen elfmal – ist seines Zeichens aber ein Defensivmann. „Das hat natürlich unsere Aufmerksamkeit geweckt, wenn ein defensiver Spieler so viele Tore macht. Er ist zwar unbekannt, damit aber sicherlich die größte positive Überraschung für uns“, freut sich Poglitsch auf den Legionär. Das Neuzugangstrio wird komplettiert von Lukas Pollross. Dessen Bruder Jonas könnte einigen noch ein Begriff sein – er kickte von Januar 2023 bis Sommer 2024 in Bad Sauerbrunn. Gemeinsam mit Lukas zockte man gemeinsam zuletzt in Katzelsdorf.

Letzterer nun eben den Schritt von der niederösterreichischen 2. Landesliga Ost in das rot-goldene Oberhaus wagt. „Er ist ein junger, motivierter Mann, der einige Positionen bekleiden kann“, erklärt Poglitsch.

Weitere Transfers schließt der Sportliche Leiter trotz vielversprechender Neuzugänge nicht aus. Junge Spieler seien ohnehin immer interessant für den ASK, der ein oder andere Kandidat solle auch in den kommenden Tagen beim Training mitwirken dürfen.„Da sind wir jetzt aber ziemlich gelassen. Immerhin ist bis Februar Zeit“, stresst sich Poglitsch nicht.