Fabiankovits ersetzt Landsmann in Deutschkreutz
Burgenlandliga
Nachdem man beim FC blaufränkisch Deutschkreutz Noel Kustor in einer zähen Transfer-Saga doch noch ziehen lassen musste, steht dessen Nachfolger bereits fest. Istvan Fabiankovits wechselt aus Siegendorf ins Blaufränkischland.
Istvan Fabiankovits tauscht Rot-Weiß gegen Rot-Schwarz – der erst 20-jährige Ungar wechselt von Siegendorf nach Deutschkreutz.
© Martin Ivansich
Turbulente Wochen liegen hinter den Vereinsverantwortlichen der Deutschkreutzer. Direkt mit Saisonende begann die Trainersuche. Mit Mike Hartl wurde man relativ rasch fündig. Etwas länger gestaltete sich das Warten auf die Entscheidung von Youngster Tobias Gager. Auch in diesem Transferfenster stand ein Wechsel nach Gloggnitz im Raum, Gager selbst entschied sich schlussendlich aber – zur Freude der Rot-Schwarzen – für seinen Heimatklub.
In derselben Woche wurde außerdem Jonas Reitbauer verpflichtet und besiegelte damit die bisher wohl erfreulichste Woche des Deutschkreutzer Winters. Reitbauer passt ins Anforderungsprofil und bringt ordentlich Potenzial mit. Damit schien man eigentlich auf Schiene für einen stressfreien Vorbereitungsstart zu sein. Dachte man zumindest. Denn bereits im Dezember äußerte Stürmer Noel Kustor seine Abwanderungsgedanken.
Schon damals klopfte Leithaprodersdorf an der Tür, die Haltung des FCBD war allerdings klar: Kustor hat Vertrag, soll diesen auch erfüllen. Unterm Strich überwog aber die Einsicht. „Wir dachten uns dann ganz einfach, wenn es so kommen soll, dann wird es so sein. Natürlich gegen eine Ablöse, aber was bringt es, einen Spieler bei sich zu halten, der gar nicht hier sein will?“, bringt es Sportlicher Leiter Heimo Reumann auf den Punkt.
Während der natürlich enttäuscht ist, dass die Zusammenarbeit nach einer mehr als erfolgreichen abgelaufenen Spielzeit nicht weitergeht, ist er Kustor allerdings persönlich nicht böse. Unter anderem deswegen, weil sich nicht wirklich Raum für nachtrauernde Zeiten ergab.
In Deutschkreutz steht nämlich schon fest, wer in Kustors zugegebenermaßen nicht kleinen Fußstapfen treten soll. Der Ungar Istvan Fabiankovits kommt aus Siegendorf, ist gerade einmal zwanzig Jahre alt und bringt alles mit, was man sich von einem Stürmer erhoffen würde. Tempo, Physis, Abschlusstärke.
Keine Frage, dass Reumann seinem neuen Schützling zutraut, wie die Faust auf's Auge zu passen. „Er ist ein Top-Bursche, der in Ungarn ganz einfach nicht vom Glück verfolgt war und deswegen damals noch nicht ganz oben einschlagen konnte. Er wurde in eine der besten Akademien Ungarns ausgebildet und fährt nicht einmal eine Viertelstunde zum Training, da er in Sopron wohnt“, schwärmt Reumann, der nun endlich darauf hofft, sich auf das Wesentliche konzentrieren zu dürfen.
Denn Reumann gibt ehrlich zu: „So eine Transferzeit hatte ich noch nie und will ich auch nicht mehr erleben. Die Suche im Winter ist klassischerweise schwer, aber gerade für einen Verein wie unseren, der langfristig planen will, war es wirklich nicht leicht.“ Dahinter kann man nun aber hoffentlich einen Haken setzen. Unerwartete Plot-Twists hatte man in Deutschkreutz diesen Winter immerhin schon genug.