Halbturn hielt dagegen, aber der Lauf von Leithaprodersdorf hält an
Burgenlandliga
Auf beiden Seiten fehlten Stammspieler. Trotzdem entwickelte sich eine rassige Partie, in der Leithaprodersdorf in den entscheidenden Momenten die Oberhand behielt.
Leithaprodersdorf - Halbturn 3:1. Marco Pöschl (l.), Luka Knöbl.
© Günther Pavlovics
Leithaprodersdorf - Halbturn 3:1.„Mir gehen die Spieler aus", sagte Halbturns Trainer Peter Herglotz vor dem Spiel. Das hätte auch Mario Santner auf der Leithaprodersdorfer Bank sagen können. Trotz Personalnot und unwirtlichen Bedingungen entwickelte sich eine flotte Partie. In der hatten die Leithaprodersdorfer vorerst die besseren Möglichkeiten und gingen auch in Führung. Nach einem Freistoß konnte Halbturns Tormann und seine Vorderleute den Ball nicht klären, Fabian Dinhof knallte den Ball vom Strafraum aus ins Netz.
Doch noch vor Seitenwechsel gelang Halbturn der Ausgleich. Nach einer Ecke für Leithaprodersdorf rutschte dem jungen Rechtsverteidiger Sebastian Dragschitz der Ball unter dem Fuß durch, Fabian Ziniel lief alleine aufs Tor und glich aus. Nach der Pause eine ähnliche Szene. Ecke für Leithaprodersdorf, Fehler Dragschitz. Doch diesmal brachte Luca Pöschl den kreuzenden Halbturner Stürmer zu Fall. Die Chance auf die Führung der Gäste war verhindert, der 16-jährige Leithaprodersdorfer sah die Rote Karte. „Auch wenn Luca traurig war, war ich froh, dass er sich für die Mannschaft geopfert hat", sagte Santner. Seine Mannschaft blieb aber am Drücker. Santner: „Wir haben unter der Woche trainiert, wie wir in Unterzahl dennoch anpressen." Das ging in Mattersburg schief, gegen Halbturn brachte es drei Punkte.
17. Saisontreffer von Levi Markhardt
Levi Markhardt erzielte seinen 17. Saisontreffer und hat nur noch drei Tore weniger als der Mattersburger Niklas Lang, der diese Runde leer ausging. Im Finish schuf Luca Knöbl mit seinen zwei Gelben Karten für personellen Gleichstand. Und für Sebastian Dragschitz gab es nach Vorlage von Tobias Beran noch ein Happy end in Form des 3:1. Santner: „Ich wollte ihn nicht runter nehmen, denn jeder macht einmal Fehler. Mich freut es für ihn, dass er sich nicht irritieren lassen hat und sich dafür auch belohnt hat." Leithaprodersdorf ist nach sieben Runden im Jahr 2026 mit 18 Punkten und 18 Toren die beste Mannschaft. „Wir haben einen Lauf“, sagt Santner. „Die Spieler machen ihre Sache gut. Wir wissen aber auch, dass das Pendel schnell umschlagen kann.“
Bei Leithaprodersdorf fehlte noch immer Noel Kustor, der Probleme mit dem Becken hat und zum Chiropraktiker muss. Philipp Hauser hat sich ein Band eingerissen, wollte spielen, konnte dann aber wegen Fieber doch nicht. Christian Berger wurde unter der Woche operiert, Meniskus und Kreuzband waren gerissen. Simeon Markhardt ist wie Stephan Heiss am Knie verletzt, Jonah Koch am Knöchel.
Bei Halbturn konnte von den Angeschlagenen nur Noah Leopold spielen. Lukas Burian ist langzeitverletzt, Tobias Hoffmann (Arm gebrochen), Adrian Lehotsky (Knöchel) und Jakub Sulc befinden sich derzeit im Lazarett. Dazu kamen noch die zwei Gelbgesperrten Ivan Hlushko und Christoph Bauer. „Mit so vielen Ausfällen geht sich das bei uns nicht aus“, jammerte Herglotz. „Wir haben uns aber teuer verkauft, ich bin stolz auf die Burschen.“
Statistik
Leithaprodersdorf - Halbturn 3:1 (1:1).
1:0 (13.) Fabian Dinhof, 1:1 (39.) Ziniel, 2:1 (72.) Levi Markhardt, 3:1 (94.) Dragschitz.
Rote Karte: Luca Pöschl (61., Torraub). Gelbrote Karte: Knöbl (84., Unsportlichkeit und Foul).
SR: Cetiner. - LeithArena, 200.
Leithaprodersdorf: Haberl; Dragschitz, Ehrnhofer, Mihalits, Schühler; Radivojevic, Fabian Dinhof; Beran, Luca Pöschl; Marco Pöschl (73. Fromwald), Levi Markhardt (92. Jakesch).
Halbturn: Summer; Hamm, Praznovsky (68. Talos), Leopold, Ecker; Knöbl, Kruzliak, Ujlaky, Schneider; Bruck; Ziniel.
Reserve: 0:2 (Zinkl, Ulram).