Horitschons Abschiedsgeschenk an Schattendorf war ein „Sechsertragerl“

Burgenlandliga

Horitschon ballerte sich den Frust von der Seele und schickte Absteiger Schattendorf mit einem 6:1 heim.

Manuel Baumgartners Performance gegen Schattendorf wird den Fans wohl noch länger in Erinnerung bleiben - er war gegen Schattendorf mit zwei Treffern und einem Assist der überrragende Mann des Nachmittags.

Manuel Baumgartners Performance gegen Schattendorf wird den Fans wohl noch länger in Erinnerung bleiben - er war gegen Schattendorf mit zwei Treffern und einem Assist der überrragende Mann des Nachmittags.

© Christopher Schneeweiß

Horitschon - Schattendorf 6:1.Das letzte Horitschoner Heimspiel stand ganz im Zeichen der Abschiede. Gegner Schattendorf verlässt das rot-goldene Oberhaus nach drei Spielzeiten vorerst wieder, zudem stand ASK-Übungsleiter David Witteveen zum letzten Mal an der Seitenlinie. Und da es sich auch um die letzte Runde der Saison handelte und man aus Sicht der Hausherren im Jahr 2025 noch keinen Heimsieg bejubeln durfte, wollte man natürlich auch seinen treuen Fans noch einmal einen versöhnlichen Abschluss bieten.

Sofortige Effizienz

Keine maßlose Übertreibung wäre es zu behaupten, dass dies dem Gastgeber perfekt aufging. Startelf-Debütant Julian Konrad wurde bereits nach drei Minuten via einem schönen Angriff von der Seite freigespielt und traf zu frühen Führung. Dessen märchenhafte Premiere dann erst richtig seinen Lauf nahm, der 17-Jährige nach einer erneut sehenswerten Kombination in der 20. Minute den Doppelpack schnürte.

Mit dem 3:0 durch Manuel Baumgartner (28.) schien die Sache bereits gegessen und wenngleich sich Schattendorf durch den Anschlusstreffer Marco Vargeks noch einmal aufrappelte, wurde jener Treffer durch Julian Ribaritsch schnell im Keim erstickt - der Youngster nickte nach sehenswerter Konrad-Flanke zu seinem ersten Burgenlandliga-Tor ein, fixierte damit den 4:1-Pausenstand und führte damit auch die Vorentscheidung herbei. Etwas, das dem scheidenden Coach in seinem letzten Spiel durchaus gefiel: „Wir waren wirklich unglaublich stark in der Offensive, sind extrem gut ins letzte Drittel durchgedrungen.“

Horitschons Abschiedsgeschenk an Schattendorf war ein „Sechsertragerl“

© BVZ

Wahnsinnige Baumgartner-Show

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts flachte die extreme Offensivpower der Hausherren etwas ab und es entwickelte sich eine Partie ohne wirklich nennesnwerten Gelegenheiten. Ein heimischer Akteur wollte es in der Schlussphase allerdings noch einmal so richtig wissen und drehte ordentlich auf.

Baumgartner krönte eine Monsterleistung mit einem weiteren Treffer, bei dem Witteveen die Superlativen ausgingen: „Was er in diesem Spiel gezeigt hat, war mitunter das Beste, was ich bisher von einem Spieler in der Landesliga gesehen habe. Es war teilweise Verhöhnung des Gegners, eine unglaubliche Leistung“, gab es Bestnoten von Trainer Witteveen. Dessen Team letzten Endes sogar noch das halbe Dutzend vollmachte und einen weiteren erfreulichen Treffer bejubeln durfte.

ASK-Küken Sebastian Billmaier kam erst zum zweiten Mal in dieser Saison zum Einsatz, besiegelte als Joker jedoch den 6:1-Endstand und sorgte mit seinem Premierentor in einer Kampfmannschaft für einen absolut versöhnlichen Abschluss eines bisher enttäuschenden Horitschoner Kalenderjahres. Bei Witteveen überwiegte trotz der feststehenden Trennung pure Freude: „Der erste Heimsieg war das ausgesprochene Ziel, das ist uns durch starke Effizienz gelungen. Ein guter Abschluss der durchwachsenen Saison.“

Statistik

ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf - SV Schattendorf 6:1 (4:1).-
Torfolge:1:0 und 2:0 (3. und 20.) Konrad, 3:0 (28.) Baumgartner, 3:1 (3.) Vargek, 4:1 (37.) Ribaritsch, 5:1 (82.) Baumgartner, 6:1 (86.) Billmaier.
Reserve:2:1 (Philipp Wessely 2; Schuber).
SR:Cetiner.- Horitschon, 200.
Horitschon-Unterpetersdorf:Spanitz; Vlasich, Stranzl, Spadt, Philip Wessely (60. Ikanovic); Daniel Trenker (45. Kovacs), Ackerler; Schedl (60. Billmaier), Ribaritsch (80. Kulman), Baumgartner;Konrad(83. Stefan Trenker).
Schattendorf: Bernhardt; Etiz, Kocsis, Daniel Haring, Wukovich (80. Strommer); Binder (46. Honc), Keinz; Erbay, Balabas, Federer (80. Grafl); Vargek.