In St. Margarethen gab es doch noch Mallorca-Feeling bei der Party

Burgenlandliga

Klingenbach ging vor der Pause in Führung. St. Margarethen stellte um und gewann noch mit 3:1. Das tat der Stimmung bei der Mallorca-Party des Vereins gut.

St. Margarethen feiert, Klingenbach hadert - das emotionale Derby endete mit einem 3:1-Erfolg für St. Margarethen

St. Margarethen feiert, Klingenbach hadert - das emotionale Derby endete mit einem 3:1-Erfolg für St. Margarethen

© Mia Wlaschits, MIA WLASCHITS

St. Margarethen - Klingenbach 3:1. Am Ende wurde es noch eine ausgelassene Mallorca-Party in St. Margarethen. Der Nachmittag fing aber nicht vielversprechend an, denn das brisante Derby gegen Klingenbach startete wenig prickelnd. Beide Teams steckten im Abstiegskampf, beide mussten Schlüsselspieler vorgeben, beide mieden vorerst das Risiko. Und so musste eine Standardsituation für Torjubel sorgen. Ein Klingenbacher Eckball flog in den Strafraum und dann ins Tor. St. Margarethens Jan Fortunits ging der Ball ans Bein, auch dem Klingenbacher Franz Jagschitz, dem das Tor gutgeschrieben wurde. Der Linksverteidiger hatte nach einem Eckball dann noch die Chance auf das 2:0, nahm aber mit einem Volley zu viel Risiko, der Ball ging über das Tor.

„In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht, haben vorne auch Bälle halten können und leider nicht das zweite Tor erzielt", sagte Klingenbachs Trainer Thomas Klemenschitz. Dem fehlten mit Sasha Diakiese, der zwei Spiele gesperrt wurde, und Antonio Vidovic, der weiter verletzt ist, seine zwei besten und torgefährlichsten Spieler. Zudem war Robin Tunjic privat verhindert, Nikola Badjikic hatte eine Lehrveranstaltung. Juan Monclus ist verletzt.

St. Margarethen ändert zur Pause das System

Bei St. Margarethen waren Martin Weixelbaum und Mario Wenzl gelbgesperrt, weshalb Gergö Fönyedi und Jakub Hronec beginnen durften. Trainer Franz Lederer spielte wieder mit der Fünferkette und einer Doppelspitze, denn so hatte man gegen Neudorf gewonnen. Doch in der heiklen Situation fehlte diesmal der Mut zur Offensive, man kam in Rückstand. „Das war nichts für schwache Nerven", sagte Lederer, der zur Halbzeit auf eine Viererkette umstellte und mit Csomos als Solospitze das meist praktizierte System spielte (4 - 1 - 4 - 1). Das zeigte Wirkung. Allerdings benötigte man zum Ausgleich ebenfalls eine Standardsituation. Nach einer Ecke köpfelte Thomas Jusits ein. Kurz darauf gab es wieder eine Ecke, diesmal köpfelte Jusits an die Stange. Es lag in der Luft, dass die Partie kippt. Wobei Klemenschitz mit dem Schiedsrichter haderte: „Unser Spieler wurde mit beiden Händen weggestoßen. Auch vor dem Stangenkopfball." Der Coach der Klingenbacher sah auch versteckte Fouls von St. Margarethen, die nicht geahndet wurden. „Da sind sie ausgepuffter als wir. Wir sind da noch zu jung und zu blauäugig." Aber auch fußballerisch habe man nachgelassen. „Nach der Pause haben wir vorne keinen Ball mehr gehalten. Und hinten hatten wir unsere Not mit ihren hohen Bällen."

So kam der Ball zu Dominik Csomos, der Richtung Tor lief und für den eingewechselten Tobias Schindler auflegte, dessen Schuss unhaltbar für Klingenbach-Tormann Stefan Schuller abgefälscht wurde. Kurz darauf wieder ein schneller Konter, diesmal über Gergö Fönyedi, dessen Schuss flach ins Eck ging. Damit war die Partie gelaufen. Klingenbach ist nun extrem abstiegsgefährdet. St. Margarethen ist fast durch und konnte nach dem zweiten Sieg in Folge die Mallorca-Party feiern. Auch wenn zuvor am Greaboch kein richtiges Ballermann-Feeling aufgekommen ist.

Statistik

St. Margarethen - Klingenbach 3:1 (0:1).

0:1 (29.) Jagschitz, 1:1 (53.) Jusits, 2:1 (76.) Schindler, 3:1 (81.) Gergö Fönyedi.

SR:Kalchbrenner. - Greabochstadion, 550.

St. Margarethen: Michael Wenzl; Gergö Fönyedi, Kucher, Jusits, Philipp Wenzl, Fortunits; El-Baali, Igor Bosnjak (51. Granabetter), Dörfler (84. Janisch); Csomos, Hronec (75. Schindler).

Klingenbach: Schuller; Kroyer, Luca Binder, Jonas Ivancsits, Jagschitz; Ivan Bosnjak, Szorger; Dominks, Stahleder, Hartmann (73. Domnanich); Maximilian Ivancsits.

Reserve: 1:1 (Payer; Mad/Elfer).