Klingenbach enttäuschte im Derby gegen die reiferen St. Margarethner

Burgenlandliga

Klingenbach fehlte es beim 1:3 gegen St. Margarethen an Selbstvertrauen, aber auch an unbändigem Einsatz und fußballerischen Möglichkeiten.

Einer der vielen Zweikämpfe in Klingenbach: St. Margarethens Martin Weixelbaum versuchte Lukas Stahleder vom Ball zu trennen

Einer der vielen Zweikämpfe in Klingenbach: St. Margarethens Martin Weixelbaum versuchte Lukas Stahleder vom Ball zu trennen

© Mia Wlaschits, MIA WLASCHITS

Klingenbach - St. Margarethen 1:3. Es passierte vorerst nicht viel, bis Gergö Fönyedi quer durch den Strafraum lief und Jakob Szorger den Fuß stehen ließ. Für Klingenbachs Trainer Thomas Klemenschitz war die Situation symptomatisch für die Leistung in diesem Spiel: „Wir waren immer zu spät." Ernest Grvala verwandelte den Elfer sicher zur Führung für St. Margarethen (12.). Danach schien es, dass die Spieler von Franz Lederer nichts anbrennen lassen. Aber ein scharfer Pass wurde abgewehrt, die Abwehr von St. Margarethen war unsortiert und Lukas Stahleder lief plötzlich allein auf Tormann Michael Wenzl zu und konnte aus heiterem Himmel ausgleichen (27.).

Es dauerte eine Weile, bis sich St. Margarethen wieder fing und wieder zeigte, dass sie die reifere Mannschaft waren. Mario Wenzl schoss nach Doppelpass mit Milos Jovanvic neben das Tor. Nur Minuten danach flankte Jovanovic butterweich auf Dominik Csomos, der sich den Ball mitnahm und an Tormann Stefan Schuller vorbei schob zur Führung für St. Margarethen noch vor der Pause (40.). „Das Tor ärgerte mich noch mehr als der Elfer, weil wir den einzigen Spieler im Strafraum nicht gedeckt haben", sagte Klemenschitz.

Gergö Fönyedi nutzte einen Fehler zur Vorentscheidung

Es folgte die zweite Halbzeit, in der Klingenbach fast gar nichts gelang. Nach einem schlechten Klärungsversuch von Nikola Badjikic, zog Gergö Fönyedi ab und das Ball ging via Stange zum 3:1 ins Tor (71.). Danach gelang das Kunststück kein viertes Tor zu schießen, weil Florian Dörfler nur die Latte traf und der abspringende Ball weder von Mario Wenzl noch von Bastian Kucher im Tor untergebracht werden konnte. Klemenschitz: „Sie haben eine erfahrenere Mannschaft als wir, bei uns stimmt derzeit das Selbstvertrauen nicht, es gibt kaum einen, der das Heft in die Hand nimmt."

St. Margarethen gelang damit nach dem Remis in Leithaprodersdorf und der Niederlage in Siegendorf der erste Sieg in einem Eisenstädter Bezirksderby in diesem Herbst. Klingenbach hat bereits das zweite verloren, beim Remis gegen Siegendorf gab es zumindest ein Aufbäumen, was diesmal komplett fehlte. Für St. Margarethens Trainer Franz Lederer war es fußballerisch kein Topspiel. „Aber wir haben die Einzelspieler, die etwas mehr machen können als biederes Handwerk." Für ihn war auch wichtig, dass nach dem Selbstfaller in Neudorf „jeder bereit war, das zu tun, was gegen Klingenbach notwendig ist." Handwerk war gefragt, weshalb das Spiel auch keine Augenweide war.

Statistik

Klingenbach - St. Margarethen 1:3 (1:2). - Torfolge: 0:1 (12., Foulelfer) Grvala, 1:1 (27.) Stahleder, 1:2 (40.) Csomos, 1:3 (71.) Gergö Fönyedi.

Reserve: 3:0 (Mad, Maximilian Ivancsits, Dominkus).

SR: Tekeli. - Klingenbach, 300.

Klingenbach: Schuller; Luca Binder (74. Vlcak), Tunjic, Jonas Ivancsits, Jagschitz; Szorger, Ivan Bosnjak (74. Maximilian Ivancsits); Angelovic (60. Badjikic), Stahleder, Vargek (60. Domnanich); Vidovic.

St. Margarethen: Michael Wenzl; Martin Weixelbaum, Jusits, Kucher, El-Baali; Igor Bosnjak (63. Dörfler); Mario Wenzl (85. Granabetter), Jovanovic, Grvala, Gergö Fönyedi; Csomos (90. Laky).