Leithaprodersdorf fügte Klingenbach die erste Niederlage zu

Burgenlandliga

Erstmals in diesem Jahr schoss Klingenbach kein Tor. Leithaprodersdorf hingegen holte mit dem 2:0 im Derby den vierten Sieg im fünften Spiel in dieser Frühjahrssaison.

Bei Derby in Klingenbach kämpften Jonas Ivancsits (l.) und der Leithaprodersdorfer Angreifer Noel Kustor um jeden Ball

Bei Derby in Klingenbach kämpften Jonas Ivancsits (l.) und der Leithaprodersdorfer Angreifer Noel Kustor um jeden Ball

© Mia Wlaschits, MIA WLASCHITS

Klingenbach - Leithaprodersdorf 0:2. Wetter, Geschichte und Gegenwart - Leithaprodersdorfs Trainer Mario Santner hat seine Spieler vor dem Derby auf verschiedensten Ebenen motiviert. Meteorologisch wetterte der Trainer gegen Schönwetterkicker: „Ich wollte kein Jammern über Wind, Regen und niedrige Temperaturen hören." Historisch hat der Coach an das Spiel vor ziemlich genau einem Jahr erinnert, als man 0:1 in Klingenbach verloren hat. Santner: „Das haben wir unser kleines Wunder erlebt." Damals stand Klingenbach tief im Abstiegssumpf. Und aktuell war Santner klar wie es Klingenbach geschafft hat, vier Runden lang ungeschlagen zu bleiben. „Es war ein Charakterspiel, denn ich wusste, dass wir dagegen halten müssen." Und er war zufrieden. „Denn wir haben den Kampf angenommen, meine Spieler waren richtig heiß."

Führungstreffer knapp vor dem Pausenpfiff

So entwickelte sich wie erwartet ein kampfbetontes Derby, ein fußballerisches Zuckerl hatte kaum jemand erwartet bei starkem Wind und schlechtem Wetter. So gab es nach einer halben Stunde eine Art Schlüsselszene. Nico Schühler hatte als Linksverteidiger Klingenbachs Flügelflitzer Sasha Diakiese gut im Griff. Doch der Steirer ist nie ganz aus dem Spiel zu nehmen, machte seinen Paradehaken nach innen und schoss mit links. Tormann Fabian Haberl musste sich ganz lang machen, um den Ball aus dem Kreuzeck zu fischen. Santner: „Du brauchst auch ein bisschen Glück und Können. Wer weiß, was passiert wäre, wenn der rein gegangen wäre." So kam es, wie es aus Leithaprodersdorfer Sicht kommen sollte. Nach einem weiten Freistoß fiel in der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte der Ball irgendwie in den Klingenbacher Strafraum und Levi Markhartdt bewies seinen Torinstinkt.

Klingenbacher Eckbälle brachten nichts ein

In der zweiten Halbzeit war Leithaprodersdorf weiter gefährlicher. Levi Markhardt tauchte halblinks vor Stefan Schuller auf, spielte aber nicht für Noel Kustor auf, sondern versuchte es selbst und traf nur den Klingenbacher Tormann. Doch der Torjäger kam doch noch zu seinem 14. Saisontreffer, diesmal nach großartiger Vorarbeit von Philipp Hauser. In dieser Phase hatte Klingenbachs Trainer Thomas Klemenschitz schon auf die Dreierkette umgestellt. In der zweiten Halbzeit hatte Klingenbach mit dem Wind im Rücken einige gefährliche Momente vor allem nach Eckbällen. Trainer Thomas Klemenschitz erklärte: „Die Corner waren gut geschossen, aber Leithaprodersdorf hat alles weggeköpfelt. Ansonsten konnten wir vorne nicht viele Bälle halten." Und so gab es nicht nur die erste Niederlage im Frühjahr, sondern auch das erste Spiel, in dem es keinen Klingenbacher Treffer zu bejubeln gab. Klemenschitz: „Wir hätten an dem Tag noch eine Stunde spielen können und hätten nicht getroffen. Die Niederlage ist auch ärgerlich, weil uns Leithaprodersdorf nicht an die Wand gespielt hat."

Statistik

Klingenbach - Leithaprodersdorf 0:2 (0:1).

0:1 (45.+3) Levi Markhardt, 0:2 (83.) Levi Markhardt.

SR: Ziermann. - Grenzstadion, 400.

Klingenbach: Schuller; Kroyer (78. Stiglitz), Tunjic, Luca Binder, Jagschitz; Jonas Ivancsits, Szorger; Diakiese, Stahleder (65. Badjikic), Dominkus; Maximilian Ivancsits (78. Bas).

Leithaprodersdorf: Haberl; Dragschitz (87. Fromwald), Ehrnhofer, Mihalits, Schühler; Luca Pöschl, Radivojevic; Beran (92. Jakesch), Hauser; Kustor (87. Wimmer), Levi Markhardt.

Reserve: 5:0 (Vargek 2, Nico Binder, Mad, Varga).