Mattersburger Herbst: Viel mehr Dominanz ist nicht möglich
Burgenlandliga
Der MSV steht nach 15 Spielen an der Tabellenspitze. Das ist nicht zwingend überraschend. Der Vorsprung, den die Mattersburger in der Hinrunde herausspielten, ist für die Rückrunde mehr als beachtlich. Die Grün-Weißen sind mit mehr als eineinhalb Füßen in der Ostliga.
Jubel in Grün-Weiß: Die Spieler des Mattersburger SV feiern einen ihrer vielen Herbst-Erfolge – Sinnbild einer Hinrunde, in der der Ligaprimus mit 41 Punkten aus 15 Spielen neue Maßstäbe setzte.
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Der Mattersburger SV hat eine beeindruckende Herbstsaison hinter sich. In der Burgenlandliga holte der Ligaprimus 41 von 45 möglichen Punkten – eine Bilanz, die im jüngeren Vergleich herausragt. Zum Vergleich: Parndorf und Siegendorf wurden in den vergangenen beiden Jahren jeweils souverän Meister, kamen zur Halbzeit aber „nur“ auf 36 Punkte. Die Mattersburger übertreffen diesen Wert somit deutlich.
Nur zwei Teams gelang es, den MSV zu bremsen: Leithaprodersdorf und Aufsteiger Eberau trotzten den Mattersburgern jeweils ein Unentschieden ab. Die restlichen 13 Partien entschied die Mannschaft von Trainer Josef Kühbauer allesamt für sich. Mit 45 erzielten Treffern stellt der MSV die mit Abstand gefährlichste Angriffsreihe der Liga.
Mit Abstand beste Offensive der Liga
Der Vorsprung auf die zweitbeste Offensive, ausgerechnet jene des Aufsteigers aus Eberau, beträgt deutliche 15 Tore. Spielerisch, taktisch und in der Effizienz vor dem Tor präsentierte sich Mattersburg im Herbst eindrucksvoll.
Niklas Lang war mit 15 Treffern der erfolgreichste Torschütze der Liga. Auch defensiv sind die Mattersburger das Maß aller Dinge: Nur elf Gegentore ließ die Hintermannschaft in 15 Spielen zu – ebenfalls Ligabestwert. Die Balance zwischen Angriffslust und defensiver Stabilität ist einer der Grundpfeiler des Erfolgs.
Für Kühbauer ist der sportliche Höhenflug kein Zufall: „Die Mannschaft zieht an einem Strang, hat viel Qualität und setzt vieles richtig gut um.“ Dabei verlief der Sommer keineswegs problemlos: Ein kleiner Umbruch musste verkraftet werden. Vereinsvorsitzender Mauro Abdihodzic erklärt: „Wichtige Spieler wie Basti und Niklas Lehner, Alois Höller, Philipp Schmiedl oder Philip Knotzer sind nicht mehr dabei.“ Dennoch gelang es, das Team gezielt zu verstärken. Besonders Justin Strodl und Marcel Wölfer, die beide optimal zur Identität des MSV passen, haben sich sofort bestens eingefügt. „Sie haben auf Anhieb sehr gut funktioniert“, so Abdihodzic.
Mit zwölf Punkten Vorsprung auf Platz zwei scheint der MSV kaum mehr aufzuhalten zu sein. Realistisch betrachtet kann sich Mattersburg wohl nur noch selbst schlagen. Dennoch gibt man sich im Verein gewohnt vorsichtig. „Aussprechen werde ich es erst, wenn es tatsächlich so weit ist. Aber klar, wir bereiten uns auf alle Szenarien vor“, betont Abdihodzic mit Blick auf die Regionalliga.
Neben der Liga mischt der MSV auch im BFV-Cup noch mit und steht dort im Viertelfinale. „Der Fokus liegt auf der Liga, aber gegen ein Double hätte ich natürlich nichts“, schmunzelt der Klubchef.