Meisterliche Reserve: Leithaprodersdorfs zweite Garde holte den Titel

BURGENLANDLIGA

Der SVL ist am Ziel, zumindest was die Reserve-Mannschaft betrifft. Die holte sich am vergangenen Freitag mit einem 5:0-Sieg in Marz den Meistertitel.

Meisterliche Reserve: Leithaprodersdorfs zweite Garde holte den Titel

© zVg

Als im Herbst Marco Kepler von Sektionsleiter Bernd Gratzer einen Anruf erhielt, war nicht abzusehen, welche tolle Geschichte die „Leitha-Revue“ schreiben würde. Leithaprodersdorf stand im September ohne Reserve-Coach da. Gratzer griff zum Telefon und bat seinen Kumpel Marco Kepler, die SVL-Youngsters zu übernehmen. „Wir sind im Herbst, als ich übernommen habe, noch ein Stück weiter zusammengerückt. Das Ziel war immer junge Talente zu entwickeln. Der Spaß am Fußball soll dabei im Vordergrund stehen“, so Trainer Mario Kepler.

Dabei war Keplers Auftrag im Grunde nur auszuhelfen, bis der SVL eben ein neuer Trainer findet. „Die Geschichte die wir dann bis Winter hinter uns haben, war wie ein Märchen“, blickt der Reserve-Meistermacher zurück. Leithaprodersdorf schlug auswärts den Ersten Kohfidisch und ging als Verfolger mit zwei Punkten Rückstand ins Frühjahr, wo man bislang ganz groß aufspielt. „Die Mannschaft ist im Winter an mich herangetreten, wollte, dass ich weitermache.“

Dem Wunsch kam Kepler nach und der Rest ist eine Erfolgsstory. Zwei Runden vor Ende der Meisterschaft fixierte die SVL-Reserve den Titel. „Wir haben uns auch von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen, hatten Ausfälle von ganz wichtigen Spielern. Die Mannschaft hat alles weggesteckt und immer ihre Leistung auf den Platz gebracht. „Der Titel gehört der Mannschaft, der Trainer alleine ist es nicht“, betont Kepler. Das Erfolgsrezept für den Trainer: „Wir hatten im Schnitt 16 bis 18 Leute am Training, das ist ja selbst für eine Kampfmannschaft nicht immer üblich.“

Hinzu kam ein Trainingslager im Winter: „Wir wollten es so professionell wie möglich durchziehen, waren dann mit 20 Spielern und zwei Torleuten nur mit der Reserve auf Trainingslager. Und wir haben auch immer an uns geglaubt" erläutert Kepler die Bausteine des Erfolgs. Noch ist aber die tolle Reserve-Geschichte nicht ganz fertiggeschrieben. „Ein Ziel haben wir noch in den verbleibenden beiden Spielen“, betont der Übungsleiter und erklärt: „ Derzeit haben wir 97 Tore geschossen. Wir wollen die 100er-Marke knacken.“