MSV: Frauenteam und 1b müssen warten, Fokus auf Nachhaltigkeit bleibt

BURGENLANDLIGA

Bei einer Klausur im Februar präsentierte der MSV einen Fünf-Jahres-Plan, der neben der Verstärkung des bestehenden Teams auch die Gründung einer 1b-Mannschaft in Kooperation mit dem ASK Hirm sowie eines Frauenteams vorsieht. Der Plan bereits in der kommenden Saison damit zu starten, wurde nun verschoben.

Auf der Alfred Wiesinger Sportlanlage in Hirm wird vorerst keine Mattersburger 1b in Spielgemeinschaftsform mit dem ASK Hirm auflaufen.

Auf der Alfred Wiesinger Sportlanlage in Hirm wird vorerst keine Mattersburger 1b in Spielgemeinschaftsform mit dem ASK Hirm auflaufen.

© Bernhard Fenz

Der MSV 2020 bleibt seinen ambitionierten Zielen treu: Die Förderung junger Talente und die langfristige Etablierung der Kampfmannschaft als burgenländischer Spitzenklub stehen weiterhin im Mittelpunkt der Vereinsstrategie. Bei einer Klausur im Februar wurde ein umfassender Fünf-Jahres-Plan vorgestellt, der unter anderem die Gründung einer 1b-Mannschaft sowie eines Frauenteams vorsieht. Die 1b-Mannschaft, die in Kooperation mit dem ASK Hirm als Entwicklungsplattform für Nachwuchsspieler dienen soll, wird vorerst nicht für die Saison 2025/26 realisiert. Auch das geplante Frauenteam, das ab Sommer in der Landesliga hätte spielen sollen, muss aufgrund wirtschaftlicher Faktoren budgetär angepasst werden und auf die wirtschaftliche Machbarkeit überprüft werden.

Wirtschaftliche Herausforderungen erfordern Anpassungen

Die aktuelle gesamtwirtschaftliche Lage sowie finanzielle Rahmenbedingungen machen eine sofortige Umsetzung dieser Projekte aktuell nicht möglich. Gespräche mit potenziellen Investoren zeigen zwar großes Interesse, doch der Verein will sichergehen, dass die neuen Teams auf einer soliden finanziellen Basis stehen. MSV 2020-Obmann Manfred Strodl betont dennoch die langfristige Perspektive: „Wir halten weiterhin an unseren Plänen fest. Sobald es wirtschaftlich machbar ist, werden wir sowohl die 1b-Mannschaft als auch das Frauenteam verwirklichen. Unsere Vision bleibt bestehen.“

Martin Bauer, Obmann des ASK Hirm, meint zum 1b-Thema: „Es gab gute Gespräche, die sehr vertrauensvoll und wertschätzend waren. In Summe ist es sich aber dann vorerst nicht ausgegangen.“ Dennoch sei das Verhältnis mit dem MSV ein sehr gutes: „Wir haben ja im Nachwuchs eine Zusammenarbeit und außerdem wird der eine oder andere Spieler zu uns verliehen, der dann Spielpraxis bekommen soll.“

Nachwuchsförderung bleibt im Fokus

Ungeachtet der Verschiebung einzelner Projekte setzt der MSV 2020 seine erfolgreiche Arbeit im Nachwuchsbereich fort. Die Kooperation mit dem ASK Hirm bleibt bestehen und bietet weiterhin jungen Talenten eine Plattform zur Weiterentwicklung. Der Verein sieht sich als wichtiger Bestandteil der burgenländischen Fußballszene und möchte mit einer nachhaltigen Strategie für langfristigen sportlichen Erfolg sorgen. „Wir bauen Schritt für Schritt eine Zukunft auf, die nicht nur kurzfristige Erfolge, sondern auch langfristige Stabilität garantiert“, so Strodl abschließend. Mit Unterstützung von Stadt, Land, Sponsoren und Fans blickt der Verein optimistisch in die Zukunft.