Nach Admira ist vor Nickelsdorf und Nickelsdorf ist vor Wattens
Burgenlandliga
BFV-Cup heißt für Leithaprodersdorf die Realität nach der Sensation im ÖFB-Cup. In der 2. Runde bekam man am Mittwoch den Erstligaverein WSG Tirol zugelost.
Gefragter Mann: Leithaprodersdorf feierte unter Trainer Mario Santner in der ersten Runde des ÖFB-Cups den Aufstieg gegen den Bundesligaklub Admira
© Günther Pavlovics
Montag erschien Mario Santner müde an seinem Arbeitsplatz. Grund war aber nicht, dass er sich lange mit Feiern nach der Cup-Sensation aufgehalten hat. Er hatte Gratulationen entgegen genommen, kurz mit Toni Polster geplaudert und war dann mit seiner Familie nach Hause gefahren. „Aber ich war doch ziemlich aufgewühlt, habe nur wenig geschlafen“, gab der Trainer zu. Die Eindrücke vom Aufstieg gegen die Admira waren doch noch vorhanden. „Cool“, sagte er. Und er brauchte auch einige Zeit, um alle Gratulationen zu sortieren, die sich da auf seinem Telefon gesammelt hatten.
Im BFV-Cup dürfen Genesene wieder in die Startelf
Montag gab er den Spielern frei, Dienstag wurde noch regeneriert. „Mittwoch wurde schon wieder Gas gegeben, denn sie müssen zeigen, ob sie es derblasen“, sagte er. Und lachend fügte er hinzu: „Jetzt werde ich die Burschen mit dem Lasso einfangen müssen.“ Nach der Sensation im ÖFB-Cup gegen die Admira heißt die Realität BFV-Cup am Freitag in Nickelsdorf. Dort will sich der Trainer nicht blamieren, hat aber Vertrauen in die Ernsthaftigkeit seiner Spieler. Zudem werden einige Spieler in der Startelf stehen, die lange verletzt waren. Das könnte auf Noel Kustor zutreffen, der gegen die Admira eingewechselt wurde. Das könnte aber auch Stephan Heiss betreffen, der gegen die Admira nur auf der Bank saß, aber nach seiner Verletzung in der Wintervorbereitung wieder fit ist.
Andreas Herzog bescherte die WSG Tirol als Gegner
Davor wurde am Mittwoch spätnachts um 23 Uhr der Gegner in der zweiten Cup-Runde gezogen. Dabei hatte der ÖFB die Amateurvereine so gesetzt, dass sie gegen einen Verein aus der höchsten Liga spielen müssen. Die Leichtathletin Julia Mayer zog Leithaprodersdorf, der Ex-Teamspieler Andreas Herzog brachte die WSG Tirol als Gegner. „Von den zwölf Bundesligaklubs sind die Tiroler sicher unter den schwächeren Klubs. Aber natürlich sind wir als Landesligaklub krasser Außenseiter“, sagt Santner.
Diesmal könnte der Samstag der Spieltag sein
Die zweite Runde wird am ersten Wochenende im September gespielt. „Die Tiroler werden wohl nicht so viele Fans mitbringen. Aber ich bin sicher, dass wieder viele Anhänger von Leithaprodersdorf kommen werden“, sagt Santner. Wahrscheinlich wird gegen die Tiroler am Samstag gespielt, denn am Sonntag enden die Sommerferien, was vielleicht einen Hauch Fußballmüdigkeit mitbringen könnte. Nach Nickelsdorf beginnt die Liga mit dem Heimspiel gegen Edelserpentin, dann geht es nach Bad Sauerbrunn. Vor dem nächsten Cup-Auftritt gibt es Heimspiele gegen Halbturn und Eberau. Wegen des ÖFB-Cups muss die Liga-Partie gegen Rust verschoben werden. Santner freut sich auf den Schlager gegen die Mannschaft aus Wattens: „Für die Burschen ist das eine Belohnung, ein Bonusspiel.“