Neun Parndorfer feierten den nächsten Schritt Richtung Titel

Burgenlandliga

Eine Stunde lang spielte der Tabellenführer mit zwei Mann weniger und gewann dennoch durch Tore von Simon Buliga und Paulo Jani gegen Klingenbach 2:0.

Jubel pur! Nach dem 2:0-Sieg gegen Klingenbach, den der SC/ESV Parndorf mit zwei Mann weniger erreichen konnte, war die Jubelstimmung vorprogrammiert.

Jubel pur! Nach dem 2:0-Sieg gegen Klingenbach, den der SC/ESV Parndorf mit zwei Mann weniger erreichen konnte, war die Jubelstimmung vorprogrammiert.

© Zarko Kolasinac

Parndorf - Klingenbach 2:0. Die Spieler posierten bestens gelaunt mit dem Klubchefs Gerhard Milletich und Otto Wüger vor der Tribüne. Mit den drei Punkten gegen Klingenbach machten die Parndorfer den nächsten Schritt Richtung Aufstieg und Titel. Weil Mattersburg am Samstag gewonnen hat, wurde die Meisterfeier vorerst auf Samstag in Stuben vertragt. Aber auch ohne Titel und Aufstieg war das Spiel gegen Klingenbach denkwürdig, denn ein Sieg mit nur neun Spielern - fast eine Stunde lang - hat Seltenheitswert.

Es war vorerst eine flotte Partie. Klingenbachs Tormann Stefan Schuller parierte einen abgefälschten Schuss von Lukas Grozurek (6). Bei Parndorf zeichnete sich Christian Weidinger, der überraschend im Tor stand, gegen Tomas Solotruk aus (17.). Dann war wieder Stefan Schuller dran, der einen Schuss von Simon Buliga hielt (21.). „Bei elf gegen elf haben wir besser ausgeschaut", sagte Klingenbachs Trainer Thomas Klemenschitz.

Dann folgten die Aussetzer der Parndorfer. Timo Schmelzer, der schon die Gelbe Karte gesehen hatte, beging an der Seitenlinie ein dummes Foul, sah seine zweite Gelbe Karte und musste vom Platz (36.). Die Parndorfer Gemüter hatten sich noch nicht beruhigt, da wurde Ivan Andrejevic von Milos Angelovic gefoult. Der Parndorfer riss sich los, trat kurz nach und sah von Schiedsrichter Albert Wandl die Rote Karte. Klingenbach hatte sich für die neue Situation noch nicht richtig sortiert. Der bekam Paulo Jani auf der Seite den Ball, flankte und Simon Buliga war plötzlich mutterseelenallein vor Stefan Schuller - 1:0. Neun Parndorfer feierten die Führung. Klemenschitz: „Da dachten ein paar: Juhu nach vorn. Das war ein Aussetzer von uns." Noch vor der Pause musste Weidinger erneut eingreifen und wehrte einen Kopfball mit einer Glanzparade ab.

Parndorf hielt stand, Klingenbach fand keine Mittel

Klingenbach war konsterniert. Hatte man gegen elf Parndorfer noch munter mitgespielt, so fand man gegen neun Gegner, die sie klug verteidigten, keine Mittel. Trainer Thomas Klemenschitz: „Wir wollten hinten gut stehen und die Räume nutzen, die uns Parndorf bot. Dann konnten wir nicht umschalten." Die Parndorfer wiederum zeigten eine defensive Meisterleistung. „Wir haben das Zentrum mit einem 4-3-1 dicht gemacht“, berichtete Coach Wolfgang Fischer. Was dem SC/ESV freilich in die Hände spielte, war die Führung vor der Pause. „Das war gut und wichtig. Wir haben dadurch gemerkt, dass es trotzdem mit zwei Mann weniger funktionieren kann.“

Erst im Finish fand man Klingenbach Möglichkeiten vor, die zum Ausgleich hätten führen müssen. Doch der eingewechselte Dominik Adam knallte einen Flanke von Angelovic aus kurzer Distanz an die Latte (76.). Und einen Schuss von Jonas Ivancsits, ebenfalls aus kurzer Distanz, hielt Weidinger mit einem Riesenreflex.

Fast schon spielerisch hingegen agierten die Parndorfer bei einem ihrer wenigen Vorstöße. Jani traf nach Szabo-Zuspiel mit einem Traumweitschuss genau ins Kreuzeck. Das war in der 92. Minute die Entscheidung, Wandl pfiff ab. Parndorf feierte, Klingenbach war am Boden zerstört. Klemenschitz: „Du kannst in Parndorf nicht mit Punkten rechnen. Aber so wie die Partie gelaufen ist, ist es bitter für uns." Wie schon gegen Kohfidisch wurden Punkte liegen gelassen. „Für uns war es ein Moralsieg, der das Team wieder ein Stück zusammengeschweißt hat“, sagte Fischer abschließend.

Statistik:

SC/ESV Parndorf - ASK Klingenbach 2:0 (1:0).-
Torfolge:1:0 (41.) Buliga, 2:0 (92.) Jani.
Rote Karte: Andrejevic (37. Tätlichkeit).
Gelb-Rote Karte: Schmelzer (36., Foul).
Reserve: 0:1 (Badjikic).
SR: Wandl. - Heidebodenstadion, 400.
Parndorf:Weidinger; Haider(91. Vittner), Wydra, Papadimitriou; Schmelzer; Dornhackl, Jani, Andrejevic, Zeco; Buliga, Grozurek (65. Szabo).
Klingenbach:Schuller; Mad (60. Tunjic), Vlcak, Jonas Ivancsits, Jagschitz (71. Adam); Monclus, Stahleder; Solotruk, Angelovic, Diakiese (84. Csmarich); Maximilian Ivancsits.