Pama entführt drei Punkte aus Deutschkreutz
Burgenlandliga
Deutschkreutz bleibt in seinem ersten Pflichtspiel unter neuer Führung weit unter seinen Erwartungen und verliert gegen Pama vor heimischem Publikum mit 1:2.
Fabian Tröscher (r.) und Deutschkreutz lieferten einen enttäuschenden ersten Heimauftritt ab - gegen Juraj Czibula und dessen Pamaner hatte man mit 1:2 das Nachsehen.
© Strodl
Deutschkreutz - Pama 1:2.Die Hausherren aus Deutschkreutz hatten sich für das erste Duell mit dem direkten Kontrahenten aus Pama extrem viel vorgenommen. Zugegebenermaßen standen die Vorzeichen nach einer sehr zufriedenstellenden Vorbereitung auch wirklich gut. Dass der Meisterschaftsmodus ein ganz anderes Kaliber ist, musste man auf die harte Art und Weise erfahren. Denn auch der Gast aus dem Norden kam mit viel Motivation ins Mittelburgenland - und brachte dies im Gegensatz zum Gastgeber tatsächlich am Platz.
Gast in allen Belangen überlegen
Der SK spielte nämlich bereits im ersten Durchgang seine Stärken deutlich besser aus, ließ nichts anbrennen und wirkte insgesamt mutiger, aggressiver und williger. Chancen, um daraus auch Ertrag zu erzielen, hätte es genug gegeben. Lukas Godovitsch kratzte den Ball jedoch von der Linie, mehrere brandgefährliche Standards blieben letztendlich wildes Gestochere.
Deutschkreutz-Cheftrainer Mie Hartl konnte ähnlich Gutes von seinen Jungs nicht behaupten. Der Plan, mit dem zentralen Mittelfeld-Trio, bestehend aus Tobias Gager, Luca Treiber und Alexander Resner, spielerisch die Oberhand zu erlangen, gelang nicht. „Es schien fast so, als hätten sie mit angezogener Handbremse gespielt und wären mit dem Druck nicht zurechtgekommen“, nahm er aber das ganze Team in die Pflicht: „Wir haben nicht das am Platz gebracht, was wir uns vorgenommen hatten - weder haben wir vorne attackiert, noch haben wir unser Umschaltspiel ausnutzen können.“
Um die Ein-Stunden-Marke ging es heiß her
Die Belohnung für einen bis dahin nahezu tadellosen Auftritt der Nordburgenländer ließ dennoch bis in den zweiten Spielabschnitt auf sich warten. Routinier Daniel Toth staubte ab (53.), vier Minuten später traf Goalgetter Marcel Szikonya vom Punkt aus. Die erste und letzten Endes einzige stimmige Offensivaktion der Deutschkreutzer kam in Form der perfekten Antwort. David Thumberger kombiniert sich rechtsaußen durch, trifft einen Pamaner an der Hand und verwertet in der Folge selbst (59.).
Des einen Freud, des anderen Leid
Die beste Gelegenheit auf einen potentiellen Ausgleich hatte der Torschütze selbst - seinen Kopfball parierte SK-Goalie Niklas Groß ohne wirklich viel Mühe und besiegelte damit einen verdienten Sieg seiner Mannen. Im Lager der Kreitza herrschte logischerweise Trübsal. In einer Heimpartie gegen einen unmittelbaren Gegner habe man sich logischerweise mehr erhofft. „Dementsprechend groß war natürlich die Enttäuschung der Spieler, von mir und des gesamten Vereins“, sagt Hartl, dessen Blick aber schon wieder nach vorne geht. Kommendes Wochenende gastiert Klingenbach zum nächsten Tabellenkeller-Showdown.
Beim SK Pama herrschte freilich Jubelstimmung: Die drei Punkte gegen die direkte Konkurrenz waren das große Ziel, „und wir haben es geschafft“, freute sich Sektionsleiter-Stellvertreter und Kapitän David Pototschnig. „Schon in der Kabine vor dem Spiel und beim Aufwärmen hat man gesehen, dass wir fokussiert und voll motiviert sind. Wir wollten mutig auftreten und das ist uns auch gelungen.“
Statistik
Deutschkreutz - Pama 1:2 (0:0).0:1 (53.) Daniel Toth, 0:2 (57., Foulelfmeter) Szikonya, 1:2 (59., Handelfmeter) Thumberger.
SR:Thiel.- Deutschkreutz, 178.
Deutschkreutz:Horvath; Stutzenstein, Lipowsky, Godovitsch, Tröscher; Tobias Gager; Thumberger, Resner (77. Nemeth), Luca Treiber (83. Jonas Gager), Petö; Fabiankovits.
Pama:Groß; Czibula, Szegner, Pototschnig, Pipiska, Michal Maas; Daniel Toth, Matej Maas (71. Simoncic); Lörincz (93. Jech), Szikonya, Rak (79. Sebastian Toth).
Reserve:3:5 (Scherz, Kollarich, Dorner; Osze ET, Jech 2, Mravec, Lorenschitz).