Parndorf drehte die Partie gegen Edelserpentin

Burgenlandliga

Parndorf verwertete den ersten Matchball auf den Meistertitel. Edelserpentin machte dem Meister die Aufgabe aber keineswegs leicht. Julian Schwarz brachte die Heimischen mit 1:0 in Führung. Am Ende stand ein 3:1-Sieg zugunsten des SC/ESV auf der Anzeigetafel und der damit verbundene Titelgewinn.

Meisterlicher Jubel! Der SC/ESV Parndorf fixierte mit dem 3:1 in Stuben den Meistertitel.

Meisterlicher Jubel! Der SC/ESV Parndorf fixierte mit dem 3:1 in Stuben den Meistertitel.

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Edelserpentin - Parndorf 1:3.Parndorf hat´s geschafft! Mit einem 3:1-Sieg in Stuben holten sich die Nordburgenländer den langersehnten Meistertitel in der Burgenlandliga.

Das Spiel vor 300 Zusehern in Stuben startete allerdings mit einem Paukenschlag auf der Gegensteite. Statt dem Favoriten ging nämlich Edelserpentin in Führung. Die Horvath-Elf spielte rasch in die Spitze, dort fand sich mit Julian Schwarz der optimale Abnehmer und schob zum 1:0 ein (2.). Für die Parndorfer, die beim Gastspiel in Stuben alles auf einen Dreier ausgelegt haben, erst einmal ein Rückschlag, von dem man sich erholen musste. Das dauerte ein wenig, eine brenzlige Situation musste man noch überstehen. Schwarz hatte bei einem erneuten Konter den zweiten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber an Christian Weidinger im SC/ESV-Kasten. Der Favorit kam jetzt besser ins Spiel, Parndorf erlangte mehr und mehr die Spielkontrolle. Zur Pause stand trotzdem ein 1:0-Vorsprung für Edelserpentin auf der Anzeigetafel, das änderte sich nach Wiederanpfiff aber rasch. Paulo Jani versenkte die Kugel zum 1:1 im Netz (52.) und gab dem Leader Auftrieb. Der legte nach: Nur elf Minuten später bugsierte Edin Muji den Stanglpass von Fabian Szabo unglücklich ins eigene Tor.

Parndorf hatte die Partie unter Kontrolle, Edelserpentin gab sich aber nicht geschlagen. Die Schlussphase hatte es dann nochmal in sich. Zuerst räumte Peter Czuczi David Dornhackl wüst ab, sah dafür von Referee Sevik die Rote Karte (80.). Das war es aber noch nicht. Wenig später vertändelte Parndorf im Spielaufbau den Ball, Edelserpentin schickte Patrik Szabo auf die Reise. Der wurde alleine vorm dem Kasten von Florian Krutzler abgeräumt, auch er sah Rot, den folgenden Freistoß setzte Szabo scharf und hoch in die Tormannecke. Christian Weidinger ließ sich aber nicht irritieren, parierte die Kugel sehenswert. Kurz darauf fand Stubens Soma Sarosi noch eine dicke Möglichkeit vor, legte sich den Ball im Sechzehner aber zu weit vor. Im Gegenzug machte Parndorf alles klar. Lukas Grozurek irritierte Sarosi so gut, dass der den Ball ins eigene Tor lenkte (93.). Es war die Entscheidung und für Parndorf der fixierte Titel.

Nach dem Spielende brachen die Dämme bei den Parndorfern und es wurde noch am Platz gefeiert. „Endlich haben wir es geschafft und den Titel geholt“, jubelte Coach Wolfgang Fischer. Auch wenn die große Meisterfeier dann in Parndorf stattfinden soll, ließ der SC/ESV natürlich schon in Stuben die Korken knallen. „Die Mannschaft ist dann nach Wien gefahren und hat dort weitergefeiert“, schmunzelte Fischer. Zum Spiel meinte er: „In Summe war es ein verdienter Sieg. Am Anfang waren wir angespannt, dadurch haben wir uns gleich einmal ungeschickt angestellt und das 0:1 aus einem Konter kassiert. Ab der 20. Minute hatten wir das Spiel aber unter Kontrolle.“

SpG-Trainer Michael Horvath meinte nach dem Spiel: „Die Mannschaft hat sich in meinen Augen gut präsentiert, wir haben Parndorf das Leben so lange wie möglich schwer gemacht. Am Ende war es aber ein verdienter Sieg für den SC/ESV, vor allem weil sie in der zweiten Halbzeit das Tempo nochmal entscheidend erhöht haben.“

SpG Edelserpentin - SC/ESV Parndorf 1919 1:3 (1:0).-
Torfolge:1:0 (2.) Schwarz, 1:1 (52.) Jani, 1:2 (63., Eigentor) Muji, 1:3 (93., Eigentor) Sarosi.
Rote Karten:Czuczi (80., Foul); Krutzler (86., Torraub).
Reserve:0:2 (Sulik, Schmidt).
Edelserpentin: Erdei; Czuczi, Muji, Ungerböck, Sarosi; Halwachs (57. Pfeiffer), Szabo, Kran, Forintos (74. Kirnbauer); Mucolli, Schwarz.
Parndorf: Weidinger;Rath (16. Krutzler), Wydra, Dornhackl; Papadimitriou, Haider, Szabo, Zeco (46. Vittner); Jani; Buliga, Grozurek.