Ratkais Rückkehr nach Horitschon

BURGENLANDLIGA

Zsolt Ratkai wird zukünftig wieder das Tor der Horitschoner hüten. Indes schließt sich für Marcus Scheiber das ASK-Kapitel bereits nach einem halben Jahr wieder.

Ratkais Rückkehr nach Horitschon

© Martin Ivansich

Wer sich während der laufenden Saison schon einmal den ein oder anderen Spielbericht eines Spiels mit Siegendorfer Beteiligung angesehen hat, wird sich schnell gefragt haben, warum dort eigentlich Zsolt Ratkai als Zweier-Goalie hinter Jakub Krepelka zu lediglich einem Kampfmannschafts-Einsatz – noch dazu in einem Testspiel – kam. Das blieb auch in Horitschon nicht unbemerkt, wo der in Eisenstadt geborene Ungar vor nicht allzu langer Zeit Woche für Woche starke Argumente dafür lieferte, dass er zweifelsohne zu den besten Torhütern der Burgenlandliga gehört. Umso weniger sinnvoll erschien es, dass sich Ratkai in Siegendorf eigentlich zum Bankwärmer entwickelte. Wo nun eben Horitschon wieder ins Spiel kommt. Die machten Nägel mit Köpfen, fixierten Ratkai vergangene Woche und dürften ihre Tormannfrage damit geklärt haben. „Wir wissen da ganz genau, was wir bekommen und freuen uns, dass er wieder bei uns ist“, sagt ASK-Sportlicher Leiter Lukas Poglitsch.

Die Frage stellte sich ursprünglich aber überhaupt erst, weil sich der etatmäßige Stammgoalie Marcus Scheiber nach nur einem halben Jahr verabschieden wird. Private Gründe seien für diese Entscheidung verantwortlich, weiter möchte weder Verein noch Scheiber selbst ins Detail gehen. Poglitsch, der den damals nach Siegendorf wechselnden Ratkai im vergangenen Sommer mit dem aus Marz gekommenen Scheiber ersetzte, macht sozusagen einen Rücktausch und findet passende Worte zum Abschied des scheidenden Schlussmannes: „Wir wollen uns natürlich bei Marcus bedanken, auch wenn er nur ein halbes Jahr da war.“ Wohin die Reise für Scheiber geht, ist unklar. Der schließt ein Karriereende auch nicht aus, weswegen er sich auch den ein oder anderen Tag länger Zeit nahm, um zu der endgültigen Entscheidung zu kommen. „Ich wollte mit mir selber im Reinen sein, wie das jetzt weitergeht“, meint Scheiber und fügt hinzu: „Ich weiß es tatsächlich noch nicht, ob und wann ich weitermache.“ Abhängen würde dies logischerweise vom anstehenden Transferfenster – sollte etwas Interessantes dabei sein, stellt er die Weichen eher auf eine Fortsetzung der Karriere. „Das steht aber in den Sternen“, sagt er.