Schattendorf kassiert späte 1:2-Pleite gegen St. Margarethen

BURGENLANDLIGA

Florian Reiner brachte den SVS per 25-Meter-Kracher in Führung. Punkte gab es aber dennoch keine. Der Tabellendritte aus St. Margarethen drehte das Spiel und siegte durch ein Tor in Minute 87 letztlich 2:1.

Philipp Wenzl (l.) fuhr mit dem SV Sankt Margarethen einen 2:1-Auswärtserfolg in Schattendorf ein.

Philipp Wenzl (l.) fuhr mit dem SV Sankt Margarethen einen 2:1-Auswärtserfolg in Schattendorf ein.

© Martin Ivansich

Schattendorf - St. Margarethen 1:2. Die Heimischen mussten auf Offensivmann Patrick Derdak (Rückenprobleme), Routinier Gerhard Karner (gesperrt) und Marco Vargek (Zehenprellung) verzichten. Dementsprechend musste Coach Andreas Walzer seine Team umbauen. Dadurch waren die Hausherren vorerst bedacht, defensiv stabil zu stehen. Das gelang auch in der Anfangsphase. Weil aber die Gäste hinten ebenso wenig zuließen, gab es 25 Minuten lang keine zwingende Torszene.

Dann konnte St. Margarethen einen Angriff der Schattendorfer zunächst klären, der Ball landete aber 25 Meter vor dem Tor bei SVS-Mittelfeldmann Florian Reiner. Der knallte den Ball wuchtig Richtung Tor und der Ball zappelte tatsächlich im Netz - ein sehenswerter Treffer. Schattendorf führte, gleichzeitig rüttelte dieses Tor die Mannschaft von Trainer Franz Lederer munter. Der Tabellendritte wurde nun gefährlicher. Bei einem Kopfball von Bastian Kucher (33.) konnte Goalie Alex Bernhardt noch den Ausgleich verhindern.

Eine Minute später musste er sich dann geschlagen geben. Nach einem Getümmel im heimischen Strafraum beförderte Ahmed El Baali die Kugel glücklich ins Tor. Danach hatten beide Teams noch vor der Pause die Chance auf das Führungstor. Zuerst traf SVS-Offensivmann Bulcsu Szanto nur den Pfosten, dann vergab St. Margarethens Gergö Fönyedi aus kurzer Distanz.

SVS verspielte in Minute 87 einen Punkt

Nach dem Seitenwechsel blieben die Hochkaräter weiterhin Mangelware. Schattendorf war bemüht, allerdings nicht durchschlagskräftig. Die St. Margarethener waren bei einen Kopfball von Mario Wenzl und einer Chance von Thomas Jusits einen Tick gefährlicher. Es schien am Ende auf eine durchaus gerechte Punkteteilung rauszulaufen. Dann kam Minute 87. Nach einem Einwurf der Gäste waren die Hausherren unsortiert. Fönyedi kam an den Ball und konnte mühelos zum 2:1 für St. Margarethen einschießen.

Der letzte Aufreger war ein vermeintliches Handspiel im St. Margarethen-Strafraum. Elfer gab es aber keinen, kurz später war Schluss. „Ein Punkt wäre verdient gewesen. Beide Gegentore waren extrem vermeidbar. Das ist einfach ärgerlich“, so SVS-Trainer Andreas Walzer.

Sankt Margarethen-Obmann Johannes Braunöder freute sich über die drei Punkte: „Schattendorf hat das am Anfang gut gemacht und diese Tugenden umgesetzt, die uns eigentlich ausmachen. Im Mittelfeld waren wir nicht so präsent, haben es dann aber doch gut über die Zeit gebracht. Die Mannschaft hat nie aufgegeben und bis zum Ende gekämpft.“

Statistik

SV Schattendorf - SV St. Margarethen 1:2 (1:1).-

Torfolge: 1:0 (25.) Reiner, 1:1 (34.) El-Baali, 1:2 (87.) Fönyedi.

Reserve:0:4 (Markus Weixelbaum, Piringer, Laky, Faqiri).

SR:Thiel.- Schattendorf, 250.

Schattendorf: Bernhardt; Wukovich (89. Schaller), Anicic, Haring, Koronczai; Holzmann, Reiner; Stein, , Kovacs, Szanto (83. Niklas Guttmann); Guttmann.

Sankt Margarethen: Mario Wenzl; El Rehim, Jusits, Kucher, Philipp Wenzl; Bosnjak (66. Portschy); Mario Wenzl, Weixelbaum, Fönyedi; El-Baali (66. Mucaj), Dörfler (66. Grvala).