Schattendorfer Sieg des Willens beim Derby in Draßburg
BURGENLANDLIGA
Für Schattendorf gab es in Draßburg den immens wichtigen Dreier, der den SVS weiter am Leben im Abstiegskampf hält. Gleichzeitig ist der ASV nun mehr als nur mittendrin und aktuell unter dem Strich.
In einem umkämpften Spiel konnte der Gast aus Schattendorf in der Schlussphase den Sieg fixieren.
© Martin Ivansich
Draßburg - Schattendorf 1:2.Die Anspannung war auf beiden Seiten spürbar. Im direkten Duell, zudem ein Lokalderby, ging es um ganz wichtige Zähler im Abstiegskampf. Dementsprechen vorsichtig agierten beide Mannschaften zunächst. Die Hemischen, die auf Spielmacher David Milic und Stürmer Patrick Mijatovic verzichten mussten, waren dabei die aktivere Elf, hatten mehr Ballbesitz. Konkret wurde der ASV aber nicht. Da waren die Gäste durch Lenz Honc und Mate Szalka, der nach einem Fehlpass von ASV-Goalie Foroutan Bagherian alleine auf das Tor lief und die Riesenchance liegen ließ, einem Treffer näher.
Der fiel dann auch, allerdings denkbar unglücklich aus Sicht der Gastgeber. Nach einer Flanke von Niklas Wukovich beförderte Draßburgs Kapitän Marcel Etzelsdorfer den Ball mit viel Pech ins eigene Tor - 0:1, gleichzeitig der Pausenstand. „Das passt zu unsere Situation, die wir uns aber selber zuzuschreiben haben. Wir haben das Spiel eine halbe Stunde unter Kontrolle und bekommen dann so ein Gegentor“, ärgerte sich Trainer Michael Schmidt.
Joker Mert Etiz sorgte für Schattendorfer Jubel
Der sah dann nach der Pause einen geradlinigeren Auftritt seiner Mannschaft, die auch den Abschluss wagte. Etwa in Minute 68. Da zog Mateja Nedeljkovic ab, der Ball wurde abgefälscht und landete im Tor. Der Ausgleich fiel ebenso wie das 0:1 in die Kategorie „glückliches Tor.“ Der Gegentreffer schien aber eher den Gast zu beflügeln, denn Schattendorf war in der Schlussphase dominant. Das lag auch daran: „Wir haben mit Mert Etiz, Patrick Derdak und Marco Vargek drei Joker auf der Bank, die eigentlich in der Startelf stehen könnten“, spricht Obmann Alex Bernhardt die Breite im Kader an.
Und genau einer dieser Joker stach auch. Etiz der wenige Minuten vor dem Ende im Strafraum von Honc bedient wurde, lupfte den Ball sehenswert zum vielumjubelten Siegestor ins Netz. Schmidt resümierte knapp: „Schattendorf wollte den Sieg am Ende einfach mehr.“ In dieselbe Kerbe schlug Bernhardt: „Wir haben viel Mentalität auf den Platz gebracht und haben uns in den letzten Wochen auch wieder die Tugend erarbeitet, massiv zu kämpfen.“
Statistik
ASV Draßburg - SV Schattendorf 1:2 (0:1).-
Torfolge:0:1 (43., Eigentor) Etzelsdorfer, 1:1 (68.) Nedeljkovic, 1:2 (83.) Etiz.
Reserve: abegsagt
SR:Fatih Tekeli.- Draßburg, 350.
Draßburg: Bagherian; Bobak, Radvanyi, Etzelsdorfer, Nedeljkovic; Petar Mijatovic, Aigner; Lalic, Skoric, Cicek (63. Mladenovic); Mucaj.
Schattendorf: Bernhardt; Wukovich, Kocsis, Anicic, Koronczai; Daniel Haring (77. Etiz), Keinz; Erbay (77. Derdak), Honc, Schusser; Szalka (46. Vargek).